• Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz – WKN: 555063 – ISIN: DE0005550636 – Kurs: 80,000 € (XETRA)
  • Drägerwerk AG & Co. KGaA – WKN: 555060 – ISIN: DE0005550602 – Kurs: 67,800 € (XETRA)

„PEG von 0,5! Wird diese Medizintechnik-Aktie komplett unterschätzt?“ So lautete die Headline meiner Analyse der Drägerwerk-Aktie vom 7. Januar. Und tatsächlich! Nach starken Zahlen steigt der Nebenwert heute auf ein neues Mehrjahreshoch.

Drägerwerk meldet für 2025 vorläufig einen neuen Umsatzrekord: Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 5,3 %, nominal um 3,3 % auf rund 3.482 Mio. EUR und lag damit leicht über der bereits angehobenen Prognosespanne von 3,0 bis 5,0 % währungsbereinigtem Wachstum.

Beide Segmente trugen zum Rekordjahr bei. Die Medizintechnik kehrte nach einem Rückgang 2024 auf den Wachstumspfad zurück. Hier legten die Erlöse währungsbereinigt um 7,4 % zu, nominal um 5,1 % auf rund 1.996 Mio. EUR nach 1.899,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die Sicherheitstechnik wuchs schwächer, aber ebenfalls positiv. Das Segment kam währungsbereinigt auf ein Plus von 2,5 %, nominal von 1,0 % und erzielte rund 1.486 Mio. EUR Umsatz nach 1.471,2 Mio. EUR im Jahr 2024.

Auf der Ergebnisebene zeigt sich eine klare Verbesserung. Das EBIT stieg deutlich auf rund 226 bis 236 Mio. EUR nach 194,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge kletterte damit von 5,8 % auf rund 6,5 bis 6,8 % und lag damit über der zuletzt in Aussicht gestellten Bandbreite von 4,5 bis 6,5 %. Rückenwind kam unter anderem von einem starken Schlussquartal, das auch die Bruttomarge auf rund 45,4 % nach 44,9 % im Vorjahr anhob.

Gute Visibilität, verlässliche Ausschüttung

Der Auftragseingang legte 2025 nochmals stärker zu als der Umsatz. Währungsbereinigt verzeichnete Dräger ein Plus von 7,9 %, nominal von 5,8 % auf rund 3.575 Mio. EUR. Damit wurde der bereits hohe Vorjahreswert von 3.380,5 Mio. EUR deutlich übertroffen.

In der Medizintechnik stieg der Auftragseingang währungsbereinigt um 9,0 %, nominal um 6,5 % auf rund 2.049 Mio. EUR nach 1.924,1 Mio. EUR im Jahr 2024. Die Sicherheitstechnik zeigte ebenfalls ein erfreuliches Bild. Hier erhöhte sich der Auftragseingang währungsbereinigt um 6,3 %, nominal um 4,8 % auf rund 1.526 Mio. EUR nach 1.456,4 Mio. EUR im Vorjahr.

Aktionäre können mit einer fortgesetzten Dividendenkontinuität rechnen. Im Einklang mit der bisherigen Dividendenpolitik plant Dräger, rund 30 % des Konzernjahresüberschusses auszuschütten. Die konkrete Dividendensumme soll zusammen mit den endgültigen Geschäftszahlen für 2025 kommuniziert werden.

Ausblick 2026: Moderateres Wachstum, stabile Profitabilität

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich, aber spürbar konservativer als beim abgelaufenen Rekordjahr. Auf Basis des starken Auftragseingangs stellt Dräger einen Umsatzanstieg von 1,0 bis 5,0 % in Aussicht. Währungsbereinigt liegt die Zielspanne bei 2,0 bis 6,0 %.

Bei der Profitabilität peilt der Konzern eine EBIT-Marge zwischen 5,0 und 7,5 % an. Damit bleibt die Zielbandbreite in etwa im Bereich der vorläufigen 2025er-Marge, lässt aber sowohl Raum für leichten Rückgang als auch für eine weitere Verbesserung, abhängig von Mix, Auslastung und Kostenentwicklung.

Endgütige Zahlen wird das Management am 24. März veröffentlichen.

Fazit: Treffer und versenkt! Der lange verschmähte Medizintechnikbereich im Allgemeinen und die Drägerwerk-Aktie im Speziellen feiern ein Comeback. Gemäß meiner Datenbasis hat Drägerwerk mit dem 2025er-Ergebnis beim EBIT bereits die Analystenziele für 2026 übertroffen. Es dürfte folglich Analystenaufstufungen hageln. Nach Konsolidierungen bleibt der Titel für 2026 interessant.

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Jahr 2025e* 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 3,48 3,63 3,77
Ergebnis je Aktie in EUR 6,06 7,24 7,85
Gewinnwachstum 19,47% 8,43%
KGV 13 11 10
KUV 0,4 0,3 0,3
PEG 0,6 1,2
Dividende je Aktie in EUR 1,75 1,86 1,98
Dividendenrendite 2,20% 2,34% 2,49%
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

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