Achtzehn Jahre haben Elmos Semiconductor und der südkoreanische Auftragsfertiger SK keyfoundry auf Basis der 350-Nanometer-Technologie zusammengearbeitet. Nun setzen beide einen Schritt weiter an: In Frankfurt am Main unterzeichneten sie eine Vereinbarung, die ihre Kooperation auf die 130-Nanometer-Plattform ausweitet und Elmos Waferkapazitäten bis 2037 sichert.
WKN 567710 · ISIN DE0005677108
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 9. September 2026
Elmos sichert sich Fertigungskapazitäten bis 2037 – das ist das Kernstück des neuen Vertrags. Für Aktionäre bedeutet das konkret: Die Versorgung mit einem zentralen Vorprodukt ist über mehr als ein Jahrzehnt vertraglich abgesichert, was Lieferrisiken in einem weiterhin angespannten Halbleitermarkt begrenzt.
Die 130-Nanometer-Technologie von SK keyfoundry erlaubt sogenannte Deep-Trench-Isolation, also eine besonders effektive elektrische Abschirmung innerhalb des Chips. Das ermöglicht Hochspannungsdesigns auf kleiner Fläche – eine Eigenschaft, die für Fahrzeugelektronik mit ihren engen Platzverhältnissen relevant ist.
Erstes Produkt und gemeinsame Speicherzelle
Das erste Elmos-Bauteil auf der neuen Plattform ist ein vierkarналiger eFuse-Controller, der mehrere Strompfade in einem Fahrzeug überwacht und absichert. Erste Muster sind verfügbar; die Serienproduktion soll 2027 anlaufen. Im selben Jahr wollen beide Unternehmen gemeinsam eine Flash-Speicherzelle mit hoher Flächeneffizienz einführen.
Elmos-Chef Dr. Arne Schneider sagte, die neuen Kapazitäten gäben dem Unternehmen Planungssicherheit und unterstützten Liefersicherheit und weiteres Wachstum. SK-keyfoundry-Chef Derek D. Lee verwies auf die gemeinsamen Ziele für automobile Elektronik.
Die Elmos-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 142,60 Euro und lag damit rund 0,4 Prozent unter dem Vortagesschluss.
Ob sich die neue Technologiebasis in nennenswerte Umsätze übersetzt, hängt davon ab, wie schnell die 130-Nanometer-Produkte in neue Fahrzeugarchitekturen eingebaut werden – und wann diese Architekturen selbst zur Serienreife gelangen.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.


