Baumwipfelpfade leben von Besuchern. Und Besucher kommen nicht, wenn Eis, Schnee oder Seilbahnwartung die Tore geschlossen halten. Im ersten Halbjahr 2026 traf genau das die Erlebnis Akademie an rund 32 zusätzlichen Tagen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz lag in den ersten sechs Monaten vorläufig bei 8,7 Millionen Euro, nach 9,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis, das im ersten Halbjahr strukturell negativ ausfällt, verschlechterte sich auf minus 3,2 Millionen Euro – verglichen mit minus 2,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Beide Zahlen sind vorläufig; die finalen Halbjahreszahlen sollen Ende August folgen.
Für Aktionäre zählt vor allem eines: Das dritte Quartal trägt das Geschäftsjahr. Was im Winter und Frühjahr verloren geht, kann die Hochsaison nur begrenzt aufholen – und ob sie das schafft, entscheidet sich in diesen Wochen.
CFO Christoph Blaß sieht seit Juli eine steigende operative Performance. Die Besucherzahlen im Juli und August entwickelten sich nach Unternehmensangaben deutlich besser als im Frühjahr. Die Jahresprognose bleibt deshalb bestehen, allerdings mit der Einschränkung, dass die Werte jeweils am unteren Rand der bisherigen Bandbreiten erwartet werden.
Beim Konzernumsatz reicht die Prognosebandbreite von 25,7 bis 27,6 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – dem EBITDA – wurden 6,2 bis 7,4 Millionen Euro in Aussicht gestellt, beim operativen Ergebnis EBIT 1,0 bis 2,2 Millionen Euro. Am unteren Ende dieser Spannen zu landen ist das erklärte Ziel.
Auf der Hauptversammlung in Bad Kötzting stimmten die Aktionäre allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Darunter fiel auch die Entscheidung, den Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres vollständig im Unternehmen zu belassen. Zudem beschlossen die Aktionäre, neues genehmigtes Kapital zu schaffen – ein Instrument, das dem Unternehmen künftige Wachstumsinvestitionen erleichtern soll, ohne dass dafür sofort eine konkrete Maßnahme beschlossen wurde.
Über das laufende Jahr hinaus plant die Erlebnis Akademie, bestehende Standorte schneller weiterzuentwickeln und neue hinzuzufügen. Ob die Hochsaison stark genug ausfällt, um das untere Ende der Prognose sicher zu erreichen, wird sich in den verbleibenden Sommerwochen zeigen.
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