Der in Montreal ansässige Explorer First Canadian Graphite (TSXV: FCI, OTCQB: GRAPF) hat ein Update zu seinem Graphitprojekt Lac Guéret South in der Region Manicouagan in Québec veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht das Zielgebiet Zone 13, wo das Unternehmen nach eigenen Angaben Graphitmineralisierung über rund 3,3 Kilometer Streichlänge und Breiten von mehr als 150 Metern an und nahe der Oberfläche bestätigt hat. Aus 46 Proben ergaben die Analysen Gehalte von bis zu 43,4 Prozent graphitischem Kohlenstoff (Cg). Das Unternehmen verweist dazu auf seine Mitteilungen vom 7. und 30. Juli 2026.
Leitfähigkeitszonen reichen über die bisherige Befliegung hinaus
Die Mineralisierung ist an eine ausgedehnte elektromagnetische Anomalie gebunden. Entscheidend für den nächsten Arbeitsschritt: Teile des leitfähigen Systems reichen über die Grenzen der ursprünglichen Befliegung hinaus oder werden von deren Rand abgeschnitten. Die 2026 durchgeführte Luftvermessung war vergleichsweise eng abgesteckt, weil historische Explorationsdaten keine Hinweise auf Anomalien dieser Ausdehnung und Intensität lieferten.
First Canadian Graphite hat deshalb das Unternehmen Prospectair aus Gatineau beauftragt, eine ergänzende magnetisch-elektromagnetische Vermessung (Mag-EM) aus der Luft durchzuführen. Abgedeckt werden sollen die Option Boudrias-Esbec im Norden sowie das Umfeld der bislang definierten Zone 13. Nach Angaben des Auftragnehmers beginnt die erweiterte Befliegung Ende August oder Anfang September. Ziel ist es, festzustellen, ob sich das leitfähige System über den bisher kartierten Bereich hinaus fortsetzt, und weitere Leiter für Nachfolgearbeiten am Boden zu identifizieren.
Vier Proben zur metallurgischen Prüfung bei Corem
Parallel zur Geophysik hat das Unternehmen begonnen, die Aufbereitungseigenschaften des Materials zu untersuchen. Vier Proben von jeweils rund 20 Kilogramm wurden an das Forschungszentrum Corem in Québec City geliefert. Zwei stammen aus neu freigelegten Aufschlüssen in Zone 13, die weiteren vom historischen Esbec-Graphitvorkommen sowie aus Zone 6. Zone 6 dient als Vergleichsmaßstab, weil Material aus dieser Zone bereits früher metallurgisch untersucht wurde.
Das Programm umfasst Brechen und Mahlen, anschließend Flotationsversuche im kleinen Maßstab sowie eine Klassierung der Flocken. Geprüft werden die Freisetzung des Graphits, die Verteilung der Flockengrößen, die Reinheit des Konzentrats und das Verhalten bei Flotation und Anreicherung. Ergänzend führt Corem mineralogische Untersuchungen durch. Die Arbeiten sollen einen ersten Anhaltspunkt liefern, ob sich das hochgradige Material aus Zone 13 mit herkömmlichen Verfahren zu einem marktfähigen Konzentrat aufbereiten lässt.
Zugangswege werden wiederhergestellt
Für die Feldarbeiten hat First Canadian Graphite die Groupe Nipi aus Pessamit beauftragt, überwachsene Wege auf dem Projektgelände wieder befahrbar zu machen. Die wiederhergestellten Zufahrten sollen zusätzliche Prospektion, Beprobung sowie die geplanten Schürfgräben und Bohrungen ermöglichen. Erste Diamantbohrungen sind für den Herbst 2026 vorgesehen; die Programme für Herbst und Winter starten nach Erhalt einer Genehmigung für eingriffsrelevante Explorationsarbeiten (ATI), deren Antrag laut Unternehmen kurz bevorsteht.
Die Schürfgräben sollen ausgewählte Abschnitte des leitfähigen Systems freilegen und Aufschluss über geologische Steuerungsfaktoren, mineralisierte Mächtigkeiten und geeignete Bohransatzpunkte geben. Die anschließenden Bohrungen wären die erste systematische Prüfung, ob sich die an der Oberfläche beobachteten Gehalte in die Tiefe fortsetzen.
Historische Ressource in Zone 1
Zone 13 ist Teil eines deutlich größeren Grundstücks. Für Zone 1 existiert eine historische Ressourcenschätzung nach NI 43-101 von 1,76 Millionen Tonnen angezeigt mit 17 Prozent Cg und 1,53 Millionen Tonnen abgeleitet mit 16,4 Prozent Cg. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Zahlen nicht als aktuelle Mineralressource oder -reserve gelten, da die dafür erforderlichen Arbeiten durch eine qualifizierte Person nicht abgeschlossen wurden. Eine Aktualisierung sei nicht geplant. Grundlage ist ein technischer Bericht vom 19. Juni 2019 aus der Zeit des früheren Managements, als das Projekt noch Berkwood hieß.
Die Claims und optionierten Flächen des Unternehmens umfassen mehr als 200 Quadratkilometer im Graphitdistrikt Lac Guéret, bislang wurden nach Firmenangaben über 10 Millionen Dollar in das Projekt investiert. Das Grundstück liegt in der Region Côte-Nord, rund 234 Kilometer nord-nordwestlich von Baie-Comeau, im Nitassinan der Pessamit Innu und grenzt an das Uatnan-Projekt von Nouveau Monde Graphite.
CEO John LaGourgue ordnet die Arbeiten so ein: „Die Bedeutung von Zone 13 liegt zunehmend in der Kombination aus Gehalt und möglicher Größe.
Quelle: FinanzNachrichten.de: News
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