Der Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KGaA hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. In einer Ad-hoc-Mitteilung nach Artikel 17 der Marktmissbrauchsverordnung vom 4. August 2026 teilte das Unternehmen mit, dass es beim währungsbereinigten Wachstum des sogenannten Core-EPS – des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses je Aktie – für das Geschäftsjahr 2026 nun einen Anstieg von 10 bis 15 Prozent statt bisher 5 bis 10 Prozent erwartet.
Als Grund nennt Fresenius die operative Entwicklung der Kerngeschäfte. Fresenius Kabi und Fresenius Helios trugen die Ergebnisverbesserung, hinzu kam laut Mitteilung ein verbessertes Zinsergebnis. Die angehobene Prognose stützt sich zudem auf den Geschäftsausblick für die zweite Jahreshälfte 2026.
Zweites Quartal: Umsatz organisch um 6 Prozent gestiegen
Im zweiten Quartal 2026 legte der Konzernumsatz organisch um 6 Prozent auf 5,864 Milliarden Euro zu. Das EBIT vor Sondereffekten belief sich auf 719 Millionen Euro, ein währungsbereinigtes Plus von 10 Prozent. Die EBIT-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 60 Basispunkte auf 12,3 Prozent.
Das Core-EPS stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 14 Prozent auf 0,83 Euro je Aktie. Damit lag die Ergebnisdynamik über dem Umsatzwachstum, was auf die höhere operative Marge und das Zinsergebnis zurückgeht.
Umsatzprognose unverändert
Bei der Umsatzentwicklung bleibt der Konzern bei seiner bisherigen Erwartung: Fresenius rechnet für das Geschäftsjahr 2026 weiterhin mit einem organischen Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent. Angehoben wurde ausschließlich die Ergebnisprognose.
Der Begriff „organisch“ bezeichnet dabei das Wachstum ohne Effekte aus Zu- und Verkäufen von Geschäftsteilen sowie ohne Währungseinflüsse. Die Kennzahl Core-EPS blendet Sondereffekte aus und wird von Fresenius als zentrale Steuerungsgröße für die Ergebnisentwicklung verwendet.
Vorbehalte zum Ausblick
Fresenius verband die neue Prognose mit einem ausdrücklichen Vorbehalt. Das Unternehmen verweist darauf, dass das makroökonomische und geopolitische Umfeld weiterhin schnellen Veränderungen unterliegt, was zu erhöhter Volatilität und größerer operativer Unsicherheit führe. In der Prognose seien mögliche Extremszenarien nicht berücksichtigt, die den Konzern, Wettbewerber und den Gesundheitssektor insgesamt betreffen könnten.
Solche Formulierungen sind bei Jahresprognosen im Gesundheitssektor üblich, sie machen aber deutlich, dass die angehobene Spanne unter Annahmen steht, die sich im weiteren Jahresverlauf ändern können.
Einordnung
Mit der Anhebung verschiebt Fresenius die erwartete Ergebnisspanne für 2026 um jeweils fünf Prozentpunkte nach oben. Die Untergrenze der neuen Prognose entspricht damit der bisherigen Obergrenze. Die im zweiten Quartal erreichten 14 Prozent Core-EPS-Wachstum liegen innerhalb des neuen Zielkorridors.
Fresenius gliedert sein Geschäft unter anderem in die Bereiche Fresenius Kabi, der Arzneimittel und Produkte für die Infusions- und Ernährungstherapie umfasst, und Fresenius Helios mit Kliniken. Beide Segmente wurden in der Mitteilung ausdrücklich als Treiber der verbesserten Ergebnisentwicklung benannt; detaillierte Segmentzahlen enthielt die Ad-hoc-Meldung nicht.
Die Veröffentlichung erfolgte nach Handelsschluss am 4. August 2026 um 22:01 Uhr MESZ. Ad-hoc-Mitteilungen dienen der unverzüglichen Bekanntgabe von Insiderinformationen; für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich.
Quelle: Nachrichten Ticker – Kategorie: Ad-hocs – www.wallstreet-online.de
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