Kanadas Außenministerin Anita Anand hat am 23. September 2026 zusätzliche Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Betroffen sind fünf Einzelpersonen und fünf Organisationen, die unter die Sondermaßnahmen-Verordnung (Iran) fallen.
Nach Angaben des Ministeriums richten sich die Maßnahmen gegen hochrangige iranische Sicherheits- und Regierungsvertreter sowie gegen staatlich gesteuerte Einrichtungen, die an digitaler Repression und weiteren systematischen Menschenrechtsverletzungen beteiligt seien. Anand begründete den Schritt mit der Rolle der betroffenen Personen und Organisationen bei der, so ihre Formulierung, brutalen Repression der iranischen Bevölkerung durch das Regime.
Bilanz seit 2022
Mit der heutigen Ankündigung hat Kanada seit Oktober 2022 insgesamt 24 Sanktionsrunden gegen den Iran verhängt. Nach Angaben der Regierung sind damit inzwischen 237 iranische Einzelpersonen und 265 iranische Organisationen von kanadischen Sanktionen betroffen.
Die rechtliche Grundlage der bisherigen 24 Runden bilden mehrere Regelwerke: die Sondermaßnahmen-Verordnung (Iran), die Sondermaßnahmen-Verordnung (Hamas-Terrorangriffe), die Sondermaßnahmen-Verordnung (Russland) sowie der Justice for Victims of Corrupt Foreign Officials Act. Die Mitteilung nennt diese vier Instrumente gemeinsam als Basis für die Gesamtzahl der sanktionierten Personen und Organisationen, ohne die neuen zehn Fälle einem einzelnen Regelwerk zuzuordnen, das über die Iran-Verordnung hinausgeht.
Was offenbleibt
Welche konkreten Vermögenswerte, Bankverbindungen oder Geschäftsbeziehungen von der neuen Runde erfasst werden, benennt die Mitteilung nicht. Auch die Namen der fünf Einzelpersonen und fünf Organisationen werden in der vorliegenden Ankündigung nicht aufgeführt. Ebenso fehlt eine Angabe dazu, ob die betroffenen Entitäten außerhalb Irans über Vermögenswerte verfügen, die von kanadischen Behörden eingefroren werden könnten.
Die Mitteilung beschreibt die Sanktionen als Reaktion auf digitale Repression und systematische Menschenrechtsverletzungen, ohne einzelne Vorfälle oder Zeiträume zu benennen, auf die sich diese Vorwürfe konkret beziehen.

