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George Soros gehört zu den erfolgreichsten Investoren weltweit: Auch bekannt als „the man who broke the Bank of England“ erwirtschaftete der Selfmade-Milliardär mit seinem eigenen Hedgefonds in kürzester Zeit große Summen. Über zwei Drittel seines Vermögens hat die Investorenlegende bereits an verschiedene Stiftungen gespendet.

• George Soros ist einer der wenigen Selfmade-Multimilliardäre

• Aufgebaut hat er sein Vermögen mit einem eigenen Hedgefonds

• Soros hat gut zwei Drittel seines Vermögens für soziale Zwecke gespendet


Mitte 2024 ist George Soros bei Forbes mit einem Vermögen in Höhe von 6,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet und hält Platz 427 der Forbes-Liste der reichsten Menschen weltweit – und das, obwohl er bereits über zwei Drittel seines gesamten Vermögens an eigene und fremde Hilfsorganisationen gespendet hat. Wie wurde der mittlerweile über 90-Jährige so erfolgreich?

Während dem Studium arbeitete Soros als Kellner und Gepäckträger


Geboren wurde George Soros 1930 in Budapest. Aufgrund seines jüdischen Glaubens musste er schon als Kind mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten fliehen – Soros überlebte den Holocaust und lebte nach 1945 in Paris, von wo er wenig später für ein Philosophiestudium nach London zog. Seinen Drang, anderen Menschen zu helfen, so Soros auf seiner Website, habe man ihm in die Wiege gelegt: Sein Vater habe während des Krieges vielen anderen verfolgten Familien bei der Flucht geholfen. Soros‘ Familie war nach dem Krieg nicht sehr wohlhabend, er arbeitete während des Studiums als Kellner und als Gepäckträger bei der Eisenbahn. Eigentlich war sein Plan, Professor zu werden, weil aber seine Noten dafür nicht gut genug waren, nahm Soros nach seinem Abschluss eine Stelle bei einer Investmentfirma an. Nach seinem Umzug in die USA folgten einige Jobwechsel: Zunächst bekam er über einen Freund eine Stelle bei einer Handelsbank, dann arbeitete er drei Jahre lang bei F.M. Mayer und weitere vier Jahre als Analyst für europäische Wertpapiere bei Wertheim & Co.

Die Gründung von Soros Fund Management


1963 schließlich kam der große Karrieresprung. Soros wurde stellvertretender Vorsitzender bei Arnold & S. Bleichroeder. In diesem Job baute er 1969 mit Investorengeldern in Höhe von rund vier Millionen US-Dollar einen Hedgefonds auf, in den er intuitiv auch selbst 250.000 US-Dollar investierte. Nur vier Jahre später war der Wert des Fonds auf zwölf Millionen US-Dollar gestiegen. Dies nahm Soros als Anlass, noch im selben Jahr (1973) seine Stelle zu kündigen und einen eigenen Hedgefonds zu gründen: Soros Fund Management. Mit zwölf Millionen US-Dollar Startkapital gründeten Soros und Jim Rogers gemeinsam The Quantum Group of Funds – die Investition und die darauffolgenden Handelsaktivitäten waren erfolgreich. Bereits 1998 hielt The Quantum Group of Funds 22 Millionen US-Dollar, womit sie bei einem Jahreswachstum von ganzen 30 Prozent zum größten Hedgefonds der Welt wurde. In dieser Zeit wurde Soros auch als „man who broke the bank of England“ bekannt, nachdem er und andere Großinvestoren das Pfund in ihren Analysen als deutlich überbewertet eingestuft und mit von der Bank of England geliehenem Geld D-Mark und Francs gekauft hatten, um nach einem Wertrückgang des Pfunds deutlich weniger D-Mark und Francs für die Begleichung der Schulden aufwenden zu müssen. Das Resultat: Die Bank of England musste aus dem Europäischen Wechselkursmechanismus (ERM) aussteigen.

Soros Fund Management wird zum Familienunternehmen


2011 schließlich entschied der damals 81-Jährige, genug Geld verdient zu haben. Er zahlte mit rund einer Milliarde US-Dollar seine Investoren aus und verwandelte Soros Fund Management in ein Familienunternehmen, das nach Angaben der Informationsplattform The Richest Berichten zufolge über 28 Milliarden US-Dollar verwaltet. Dieser Geldwert setze sich aus Soros’ persönlichem Vermögen und den Geldern von sechs Hilfsorganisationen zusammen: Open Society Fund, Soros Economic Development, Open Society Institute, Soros Fund Charitable Foundation, Foundation for an Open Society und Fund for Policy Reform. The Richest berichtet weiter, dass Soros mittlerweile über mehr als 64 Prozent seines Gesamtvermögens an Organisationen überall auf der Welt gespendet habe, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. 32 Milliarden US-Dollar soll er an die Open Society Foundation und offenbar ganze 125 Millionen US-Dollar allein 2022 bei den US-Zwischenwahlen für den Wahlkampf der demokratischen Partei gespendet haben.

Soros trägt viele Ehrentitel und ist Gründer der Central European University in Budapest


Soros hat fünf Kinder aus drei Ehen und trägt viele Ehrentitel, darunter unter anderem den des Honorary Fellow of the British Academy (2017, HonFBA). Der Philanthrop ist Gründer und größter Geldgeber der Central European University in Budapest und steht politisch klar auf der demokratischen Seite – in den Medien hat sich Soros bereits vor dem Krieg in der Ukraine immer wieder stark Putin-kritisch und skeptisch gegenüber der chinesischen Regierung geäußert.


Redaktion



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16 Kommentare

  1. Die Spende von über zwei Dritteln seines Vermögens an Stiftungen ist ein starkes Zeichen. Bei einem aktuellen Vermögen von 6,7 Milliarden US-Dollar, wie Forbes 2024 ausweist, ist das eine enorme Summe für soziale Zwecke.

  2. Die Gründung von Soros Fund Management mit einem Startkapital von 12 Millionen US-Dollar war ein mutiger Schritt. Hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits eine klare Vorstellung von seiner Anlagestrategie?

  3. Es ist bemerkenswert, dass Soros trotz seiner jüdischen Herkunft und der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nicht nur überlebte, sondern auch ein so erfolgreiches Leben aufbaute. Das ist eine Geschichte von Widerstandsfähigkeit.

  4. Der Titel ‚the man who broke the Bank of England‘ weckt natürlich Neugier. Der Artikel geht leider nicht darauf ein, wie genau er das bewerkstelligte, nur dass er damit große Summen verdiente.

  5. Es ist interessant zu sehen, wie Soros‘ Karriere von verschiedenen Jobwechseln geprägt war, von einer Handelsbank über F.M. Mayer bis hin zu Wertheim & Co. Diese Erfahrungen scheinen ihm geholfen zu haben, sein Wissen zu erweitern.

  6. Die Forbes-Liste von 2024 platziert Soros auf Platz 427 mit 6,7 Milliarden US-Dollar. Angesichts der bereits gespendeten Summen ist das ein beeindruckendes Ergebnis, das seine finanzielle Expertise unterstreicht.

  7. Ich finde es bemerkenswert, dass Soros sein Vermögen nicht nur angehäuft, sondern auch einen Großteil davon für soziale Zwecke eingesetzt hat. Das ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Reichtum.

  8. Die Tatsache, dass er mit nur 250.000 US-Dollar Eigenkapital bei der Gründung seines Hedgefonds angefangen hat und dieser innerhalb von vier Jahren auf 12 Millionen US-Dollar anwuchs, ist wirklich beeindruckend. Wie hat er das geschafft?

  9. Die Tatsache, dass Soros als Gepäckträger bei der Eisenbahn gearbeitet hat, um sein Studium zu finanzieren, zeigt seine frühe Arbeitsmoral und seinen Willen zum Erfolg. Das ist eine bescheidene Herkunft für einen Multimilliardär.

  10. Ein Jahreswachstum von 30 Prozent für The Quantum Group of Funds im Jahr 1998, was zu einem Wert von 22 Millionen US-Dollar führte, ist außergewöhnlich. Das zeigt, wie dominant er damals war.

  11. Es ist bemerkenswert, dass Soros trotz seiner Flucht vor den Nationalsozialisten und dem Überleben des Holocaust ein so erfolgreiches Leben führen konnte. Seine Kindheit muss ihn stark geprägt haben, besonders wenn man bedenkt, dass sein Vater bereits im Krieg anderen half.

  12. Es ist faszinierend, dass Soros, der ursprünglich Professor werden wollte, aufgrund seiner Noten eine andere Richtung einschlug und letztendlich so erfolgreich im Finanzbereich wurde. Ein schönes Beispiel für unerwartete Wendungen im Leben.

  13. Ich frage mich, ob die Erfahrungen, die Soros während seiner Zeit in Paris und London gemacht hat, seine spätere Karriere als Investor beeinflusst haben. Hat er dort bestimmte Finanzkonzepte kennengelernt?

  14. Ich frage mich, welche spezifischen Anlagestrategien Soros in den 1970er Jahren angewendet hat, um mit Soros Fund Management so schnell zu wachsen. Der Artikel erwähnt nur ‚intuitiv‘, das ist etwas vage.

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