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Der Goldpreis hat am heutigen Donnerstag massiv Federn gelassen. Nachdem das Edelmetall zuvor auf ein neues Rekordhoch von über 5.500 Dollar je Unze geklettert war, löste ein erstarkender US-Dollar eine Verkaufswelle aus. Es ist der schwerste Rückgang seit Oktober.

In der Spitze verlor Gold 5,7 Prozent an Wert – der größte Intraday-Verlust seit dem 21. Oktober. Auch Silber geriet unter massiven Druck und sackte zeitweise um 8,4 Prozent ab. Der Grund: Ein Rebound des US-Dollars verteuerte das Edelmetall für internationale Investoren. Der Dollar-Index stieg um 0,3 Prozent und drehte damit seine anfänglichen Verluste ins Plus.

„Gipfel der Euphorie“ erreicht

Der Abverkauf wurde durch Schwächen am Aktienmarkt verstärkt. Viele Anleger liquidierten Positionen bei Edel- und Industriemetallen, um Verluste in anderen Bereichen auszugleichen. „Es sieht so aus, als hätten wir den Gipfel der Euphorie erreicht“, kommentiert Phil Streible, Chef-Strategist bei Blue Line Futures.

Dabei war die Dynamik zuvor enorm: Allein in diesem Monat kletterte Gold um mehr als 20 Prozent. Geopolitische Spannungen und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed stützten die Wette auf eine Entwertung von Papierwährungen. Doch die Rallye war technisch überhitzt.

Gold
(ISIN: XC0009655157)

Technische Warnsignale ignoriert

Experten hatten bereits vor der Korrektur gewarnt. Carsten Menke von der Bank Julius Bär betont: „Angesichts der Gold-Euphorie braucht es nicht viel für einen Rücksetzer.“ Entsprechend reagierten die Märkte auf die charttechnischen Warnsignale.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) für Gold war auf einen Extremwert von über 90 gestiegen, bei Silber lag er bei 84. In der Chartanalyse gelten Werte über 70 als deutliches Zeichen dafür, dass ein Asset „überkauft“ ist. Eine Korrektur oder zumindest eine Seitwärtsbewegung gilt in einem solchen Umfeld als überfällig. Nun hat der Markt das Ventil geöffnet.

Nach einer solchen Rally ist ein Rücksetzer eine ganz natürliche Verschnaufpause. Wer breit gestreut auf den Sektor setzen möchte, liegt mit dem Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR richtig.

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