Das kanadische Explorationsunternehmen Goliath Resources (TSX-V: GOT; OTCQX: GOTRF; FSE: B4IF) hat neue Bohrergebnisse von seiner Surebet-Entdeckung vorgelegt. Auf dem zu 100 Prozent eigenen Projekt Golddigger im Golden Triangle der kanadischen Provinz British Columbia durchteufte das Bohrloch GD-26-436 nahe der Oberfläche 35,7 Meter mit 7,38 g/t Goldäquivalent. Innerhalb dieses Abschnitts wurde ein höhergradiger Kern von 8,32 Metern mit 19,51 g/t Goldäquivalent ausgewiesen. Die Mineralisierung der Surebet-Zone ist nach Unternehmensangaben sowohl seitlich als auch in die Tiefe weiterhin offen, also noch nicht durch Bohrungen begrenzt.

Die Angabe Goldäquivalent (AuEq) fasst die Gehalte mehrerer Metalle – neben Gold in diesem Fall unter anderem Silber und Basismetalle – rechnerisch zu einem einzigen Goldwert zusammen. Sie erleichtert den Vergleich verschiedener Abschnitte, hängt aber von den unterstellten Metallpreisen und Ausbringungsraten ab.

Sichtbares Gold in Quarz-Sulfid-Brekzien

Im Kernmaterial des Abschnitts war Gold nach Unternehmensangaben mit bloßem Auge erkennbar. Hinzu kamen gediegenes Silber sowie die Erzminerale Galenit, Sphalerit und Chalkopyrit, eingebettet in Quarz-Sulfid-Brekzien. Das Unternehmen wertet das Ergebnis als Bestätigung der Kontinuität der Mineralisierung im Kernbereich der Zone, in dem zuvor bereits 23 Meter mit 21,08 g/t Goldäquivalent im Bohrloch GD-23-157 gemeldet worden waren.

Weitere ausgewertete Bohrlöcher

Parallel legte Goliath Resources Ergebnisse weiterer Bohrungen vor. Für GD-26-424 bestätigten vollständige Multi-Element-Analysen 6,00 Meter mit 10,90 g/t Goldäquivalent, darunter 1,82 Meter mit 35,65 g/t. Das Bohrloch GD-26-431 in der Eldorado-Zone traf 5,95 Meter mit 5,83 g/t Gold, einschließlich 2,90 Metern mit 11,42 g/t Gold. Bohrloch GD-26-426 lieferte zwei Abschnitte mit 4,50 Metern zu 5,18 g/t Gold sowie 3,00 Metern zu 7,85 g/t Gold; die Goldäquivalent-Analysen für GD-26-426 stehen noch aus.

50.000 Meter mit sieben Bohrgeräten

Das Bohrprogramm des laufenden Jahres ist nach Unternehmensangaben vollständig finanziert und auf rund 50.000 Meter mit sieben Bohrgeräten ausgelegt. Von den 98 geplanten Löchern sind bislang 52 abgeschlossen, was 31.994 gebohrten Metern entspricht. In sämtlichen fertiggestellten Bohrlöchern wurde die für das Projekt typische Quarz-Sulfid-Mineralisierung angetroffen; in 33 von 52 Bohrlöchern wurde sichtbares Gold identifiziert. Nach Darstellung des Unternehmens setzen sich hochgradige Abschnitte auch bei größeren Abständen zwischen den Bohrpunkten über nennenswerte Mächtigkeiten fort.

Zur Kostenkontrolle und zur genaueren Ansteuerung der Gangstrukturen arbeitet Goliath inzwischen mit gerichteten Mehrfachbohrungen: Aus einem sogenannten Mutterloch werden mehrere Abzweigungen gebohrt, sodass der obere Teil des Bohrlochs nicht jedes Mal neu niedergebracht werden muss.

Lage im Eskay Rift

Das Areal Golddigger umfasst 91.518 Hektar im Eskay Rift und liegt unmittelbar an der als „Red Line“ bezeichneten Struktur, einer geologischen Grenze, die im Golden Triangle als Orientierungsmerkmal für Lagerstätten gilt. Die Region gehört zu den bekanntesten Explorationsgebieten Nordamerikas für Gold- und Silbervorkommen.

Frühere metallurgische Testarbeiten am Surebet-Material ergaben laut Unternehmen eine Goldausbeute von 92,2 Prozent. Bemerkenswert ist dabei, dass 48,8 Prozent des Goldes allein über Schwerkraftabscheidung und damit ohne Einsatz von Cyanid gewonnen werden konnten. Für die spätere Wirtschaftlichkeit eines Projekts ist dieser Punkt relevant, weil Schwerkraftverfahren in der Regel geringere Betriebskosten und einen niedrigeren Chemikalieneinsatz erfordern. Eine Ressourcenschätzung oder wirtschaftliche Studie für Surebet wurde in der Mitteilung nicht genannt.

Einordnung

Bohrergebnisse einzelner Löcher geben Aufschluss über Gehalte und Mächtigkeiten an einem bestimmten Punkt, erlauben aber keinen Rückschluss auf die Größe einer Lagerstätte. Erst eine Ressourcenschätzung nach anerkanntem Standard fasst die Daten zu einer belastbaren Mengenangabe zusammen. Goliath Resources befindet sich als Explorationsunternehmen ohne Produktion in einer frühen Projektphase; Umsätze aus dem Bergbau erzielt das Unternehmen nicht.

Zu berücksichtigen ist zudem die Herkunft der Meldung: Die veröffentlichende Stelle weist selbst darauf hin, dass zwischen ihr und dem Unternehmen ein Dienstleistungsverhältnis besteht, dass Aktien des Unternehmens gehalten werden können und dass für die Berichterstattung eine Vergütung fließt. Der Anbieter der Ausgangsmeldung legt einen Interessenkonflikt offen. Die Angaben zu Bohrabschnitten und Gehalten stammen vom Unternehmen und sind nicht unabhängig überprüft.

Quelle: Nachrichten Ticker – Kategorie: Aktien & Indizes – www.wallstreet-online.de

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