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Hamborner REIT will sich stärker auf den Bereich Einzelhandel fokussieren. Das macht Vorstand Niclas Karoff in einem Videocall von mwb research erneut sehr deutlich. Der Bereich Büro soll auf 10 Prozent bis 20 Prozent des Portfolios reduziert werden. Derzeit macht er rund 43 Prozent des Portfolios aus. Die Portfolio-Rotation soll schonend erfolgen, man will sich dafür mehrere Jahre Zeit lassen.
Ob bei den Verkäufen der Buchwert oder sogar mehr erzielt werden können, lässt sich derzeit nicht sagen. Somit können auch mögliche Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Dies erzeugt gewisse Unsicherheiten. Karoff will aber die richtigen Immobilien zur richtigen Zeit auf den Markt bringen. Dies sei ein wichtiger Teil der Hausaufgaben. Der Manager will dynamisch auf Marktveränderungen reagieren, um den bestmöglichen Preis zu realisieren.
Die durch Verkäufe im Büro-Bereich erzielten Erlöse sollen in das Segment Einzelhandel reinvestiert werden. Hier will man sich künftig auch stärker auf die Provinz fokussieren. Bisher ist Hamborner REIT eher in größeren Städten vertreten.
Bei der Mieterstruktur will man stärker diversifizieren und nicht nur auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel setzen. So will man Risiken verringern. Auch bei der Akquisitionsstrategie zeigt sich eine Veränderung: Bisher lag ein interessantes Objekt für Hamborner REIT bei mindestens rund 10 Millionen Euro. Künftig will man auch Assets erwerben, die nur 3 Millionen Euro kosten.
Bei den Krediten setzt Hamborner REIT ausschließlich auf Bankfinanzierungen. Rund 20 Prozent der Verschuldung, die insgesamt bei 640 Millionen Euro liegt, muss im kommenden Jahr refinanziert werden. Karoff glaubt, dass man mit den Finanzierungspartnern dafür gute Lösungen finden wird.
NAV geht 2025 zurück
Bei den Finanzkennzahlen hat es 2025 leichte Rückgänge gegeben. Die Mieteinnahmen gehen um rund 3 Prozent auf 90,3 Millionen Euro zurück. Der FFO sinkt um 5,7 Prozent auf 48,6 Millionen Euro. Das entspricht 0,60 Euro (Vorjahr: 0,63 Euro) je Hamborner REIT Aktie. Der NAV verringert sich von 9,79 Euro auf 9,07 Euro. Karoff spricht aufgrund der Marktbedingungen von einem sehr guten Ergebnis für 2025. Die durchschnittlichen Finanzierungskosten liegen derzeit bei 2,1 Prozent. Neue Kredite dürften mit rund 4 Prozent verzinst werden.
Für 2025 soll es eine Dividende von 0,39 Euro je Hamborner REIT Aktie geben. Darüber muss die Hauptversammlung letztlich entscheiden. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 65 Prozent zum FFO. Geplant ist bei Hamborner künftig eine Ausschüttungsquote von 60 Prozent bis 70 Prozent. Karoff bezeichnet die Dividende als sehr attraktiv. Die Rendite liegt bei rund 8,4 Prozent.
2026 soll es einen FFO von 38 Millionen Euro bis 42 Millionen Euro geben. Die Mieteinnahmen werden bei 87,5 Millionen Euro bis 89,0 Millionen Euro gesehen. Effekte aus Transaktionstätigkeiten sind darin nicht berücksichtigt. Die Unsicherheiten, ob und wann Verkäufe stattfinden, sind zu hoch. Der im Vergleich zu 2025 vermutlich sinkende FFO könnte auch bedeuten, dass die Dividende für 2026 niedriger ausfallen könnte. Das wird in dem Investorengespräch mit Karoff deutlich.
Die Aktien von Hamborner REIT (WKN: A3H233, ISIN: DE000A3H2333, Chart, News) verlieren 0,5 Prozent auf 4,63 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie rund 21 Prozent abgegeben.
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6 Kommentare
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