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  • Hermes International S.C.A. – WKN: 886670 – ISIN: FR0000052292 – Kurs: 1.592,000 € (XETRA)

Der Umsatz lag bei 4,07 Milliarden EUR und damit unter den Erwartungen von 4,15 Milliarden EUR. Auf berichteter Basis entsprach das einem Rückgang von 1,4 %, bei konstanten Wechselkursen stand noch ein Plus von 5,6 %. Auch das lag unter den Erwartungen von 7,44 %. Hermès wächst im Vergleich zu LVMH weiter, aber das Wachstum verlangsamt sich sichtbar und liegt unter dem Niveau, das der Markt gewohnt ist.

Der wichtigste Belastungsfaktor lag regional in Asien ex Japan. Dort setzte Hermès 1,88 Milliarden EUR um, nach 1,97 Milliarden EUR im Vorjahr. Auf berichteter Basis entspricht das einem Rückgang von 4,6 %, währungsbereinigt blieb nur noch ein Plus von 2,2 %. Auch das lag klar unter den Erwartungen von 5,84 %. Hermès betont zwar, dass Greater China weiter leicht gewachsen sein soll und Korea solide blieb, aber das Gesamtbild in der Region war eben deutlich softer als erhofft.

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Mit dem Update wird das Angebot in drei spezialisierte Depots aufgeteilt. Neu hinzu kommt ein zweites Depot von mir, damit kurzfristige Einzelaktien-Trades künftig getrennt von meinen langfristigen Investments umgesetzt werden können. In der derzeitigen Marktlage läuft das kurzfristige Trading hervorragend. Seit Juni 2025 sind es 187 % – das kann ich nun endlich auch abbilden. Im Gegenzug wird das bisherige Gemeinschaftsdepot „360 Top Picks“ eingestellt.

Künftig gibt es damit mein kurzfristiges Depot für taktische Aktien-Trades, mein langfristiges Depot mit fundamentalem Fokus und monatlicher Einzahlung von 1.000 Euro sowie Roccos Depot mit klarem Fokus auf chartbasierte Trades.

Zusätzlich führt das Update eine neue Empfehlungsliste ein. Setups, die noch nicht im Depot liegen, werden nun zentral an einem Ort gesammelt. Auch die Analysen werden neu gegliedert. Unter „Beiträge“ gibt es ab sofort getrennte Reiter für Chartanalysen und Fundamentalanalysen. Die ersten Trades im neuen Depot wurden bereits getätigt.

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Die letzten Trades?

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Auch hier: Gegenwind aus dem Nahen Osten

Auch Hermès spricht von einem komplexen geopolitischen Umfeld und verweist darauf, dass sich der Tourismus im Zuge der Situation im Nahen Osten abgeschwächt hat. Besonders betroffen war das Einzelhandel-Geschäft, vor allem bei Concession Stores im Nahen Osten und an Flughäfen. Die Region „Other“, zu der primär der Nahe Osten zählt, fiel im ersten Quartal auf berichteter Basis um 13,4 % und bei konstanten Wechselkursen um 5,9 %. Bereits in meiner LVMH-Analyse verwies ich auf den Nahost-Konflikt, DER auch dort der Bremsfaktor war. Bei Hermès zeigt sich jetzt, dass selbst der qualitativ stärkste Name im Sektor von dieser Störung nicht immun ist.

✅ LVMH – So belastet der Nahost-Konflikt Luxus-Konzerne. Hermès, Ferrari & Co. dürften selbiges melden (Q1 2026)

Segmente

Auch Leather Goods ist bei Hermès der zentrale Stabilitätsanker, aber auch hier lag die Dynamik unter den sehr hohen Erwartungen. Das Segment setzte 1,85 Milliarden EUR um, nach 1,81 Milliarden EUR im Vorjahr. Auf berichteter Basis ergibt sich ein Plus von 2 %, währungsbereinigt ein Wachstum von 9,4 %. Das ist im Vergleich zu LVMH weiter sehr stark, lag aber unter den Erwartungen von 10,8 %. Die Marke wächst weiter über kontrollierten Kapazitätsausbau, nicht über aggressive Distribution.

Abseits von Leather Goods war das Bild gemischt. Ready-to-wear and Accessories lag währungsbereinigt nur bei plus 0,4 %, Perfume and Beauty ebenfalls nur bei plus 0,2 %. Silk and Textiles wuchs dagegen um 7,8 %. Schwach blieb Watches mit minus 3,7 % auf vergleichbarer Basis.

Hermès (sehr fokussiert) kann sich im Gegensatz zu LVMH (breit aufgestellter Konzern) nicht auf mehrere große Sparten stützen, die Schwäche in einem Kernbereich direkt ausgleichen. Bei LVMH halfen zuletzt Watches & Jewelry und Sephora, während Fashion & Leather Goods schwächer war. Hermès lebt viel stärker von der Konstanz seiner Kernkategorien und der Wahrnehmung operativer Überlegenheit. Wenn dann Asien weicher läuft und Leather Goods nicht ganz an die hohen Erwartungen heranreicht, reagiert die Aktie entsprechend empfindlich.

Regional gab es allerdings auch klare Lichtblicke

Americas wuchsen währungsbereinigt um 17,2 % auf 739 Millionen EUR. Japan wuchs um 9,6 %, Europa ohne Frankreich um 9,7 %. Frankreich selbst fiel um 2,8 %, ebenfalls belastet durch schwächeren Tourismu, besonders im März. Das Problem bei Hermès lag nicht in einer breiten operativen Schwäche, sondern in einer Kombination aus hoher Messlatte, Asien-Verlangsamung und geopolitisch bedingten Effekten. Das haut halt rein, wenn man die Konstanz gewohnt ist und die Aktie dementsprechend bewertet ist.

Muss man sich um Hermès Sorgen machen oder ist der „Crash“ eine Gelegenheit?

Interessant ist auch der Kommentar zum Start ins zweite Quartal. Der Traffic im Nahen Osten soll zu Beginn von Q2 weiter rückläufig gewesen sein, die Verkäufe verbesserten sich aber bereits. Kein Freifahrtschein für schnelle Entwarnung, zeigt aber, dass Hermès die aktuelle Störung eher als regionale und zeitliche Belastung beschreibt und nicht als strukturelles Nachfrageproblem der Kernkundschaft.

Eine Guidance gibt es wie bei LVMH nicht im klassischen Sinn. Man bestätigt aber sein mittelfristiges Ziel eines ambitionierten Umsatzwachstums bei konstanten Wechselkursen, trotz wirtschaftlicher, geopolitischer und monetärer Unsicherheiten.

Unter dem Strich wirkt die 15 % Reaktion vor allem wie eine überzogene Reaktion auf den Perfektionsanspruch. Hermès hat kein schlechtes Quartal gemeldet. Das Unternehmen wächst weiter, Leather Goods bleibt stark, die USA, Japan und Europa ex Frankreich liefen zweistellig, und die Marke investiert weiter diszipliniert in Kapazität. Aber für einen Titel, der im Luxussegment seit Jahren als Qualitätsmaßstab und Bewertungsprämie gehandelt wird, reichen 5,6 % organisches Wachstum, 2,2 % in Asien ex Japan und ein leichtes Verfehlen bei Leather Goods eben nicht aus.

Charttechnische Einordnung von Rocco Gräfe

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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Hermes International S.C.A. (long)

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6 Kommentare

  1. Laura F. Schäfer am

    Interesting update on HERMÈS – Jetzt trifft es auch den Birkin-Bag-Konzern! Ist der 15%-Crash eine Chance?. Looking forward to seeing how this develops.

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