Amazon.com Inc. NASDAQ: AMZN

Claudio Bono, Gründer und CEO der Organisation GiveaRoof.org und nach eigenen Angaben seit 36 Jahren in der Hotelbranche tätig, hat am 20. August 2026 mitgeteilt, dass sein Buch "The Homelessness Fix" erneut Platz 1 der Amazon-Kindle-Charts erreicht hat. Die Mitteilung wurde über den Verteiler Newsfile Corp. aus Cupertino, Kalifornien, verbreitet.

Konkret führt der Titel nach Darstellung des Autors die Kategorien Social Policy, Philanthropy & Charity sowie Social Work an, jeweils in der Amazon-Kindle-Liste "Top 100 Free", also unter den kostenlos erhältlichen Titeln. Eine Platzierung in dieser Rubrik bildet Downloadzahlen ab, nicht Verkaufserlöse. Bereits im Dezember 2025 hatte das Buch erstmals Platz 1 belegt.

Worum es in dem Buch geht

Der vollständige Titel lautet "The Homelessness Fix: How to Save the World While Everyone Else Argues About It". Bono beschreibt darin nach eigener Darstellung eine auf drei Jahre angelegte Blaupause zur Beendigung von Straßenobdachlosigkeit in den Vereinigten Staaten. Der Ansatz setzt nicht auf staatliche Programme, sondern auf bereits vorhandene Mittel der Privatwirtschaft.

Kern des Vorschlags ist die Umlenkung nicht eingelöster Treuepunkte von Fluggesellschaften und Hotelkonzernen an qualifizierte gemeinnützige Organisationen. Flankierend fordert Bono eine Klarstellung im US-Steuerrecht: Nach seiner Argumentation genügt eine Präzisierung von Abschnitt 170 des US-amerikanischen Steuergesetzbuchs (IRS Code), jener Regelung, die den steuerlichen Abzug von Spenden an gemeinnützige Einrichtungen regelt. Der Autor betont, dass sein Modell ohne neue Bundesmittel und ohne zusätzliche Steuergelder auskommen soll.

Die Zahlenbasis: Verbindlichkeiten aus Bonusprogrammen

Bono stützt seine Argumentation auf Angaben aus Einreichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC sowie auf Branchenanalysen. Treueprogramme schlagen sich in den Bilanzen von Airlines und Hotelgesellschaften als Verbindlichkeiten nieder: Solange Kunden ihre Punkte nicht eingelöst haben, steht dem Unternehmen eine künftige Leistungspflicht gegenüber.

Die vom Autor angeführten Größenordnungen im Überblick:

  • Große US-Hotelketten weisen nach den zitierten Angaben derzeit rund 11,6 Milliarden US-Dollar an Verbindlichkeiten aus nicht eingelösten Punkten aus.
  • Die vier größten US-Fluggesellschaften kommen zusammen auf Verbindlichkeiten aus Vielfliegerprogrammen von annähernd 32 Milliarden US-Dollar.
  • In Summe halten Airlines und Hotelkonzerne in den USA damit deutlich mehr als 40 Milliarden US-Dollar an nicht eingelösten Punkten und Meilen in ihren Büchern.
  • Branchenschätzungen zufolge verfallen oder bleiben jährlich rund 25 Milliarden US-Dollar an Meilen, Hotelpunkten und Kreditkartenprämien ungenutzt.

Aus dieser Diskrepanz zwischen bilanzierten Ansprüchen und tatsächlicher Einlösung leitet Bono ab, dass ein erheblicher privatwirtschaftlicher Ressourcenpool existiert, der bislang weitgehend brachliegt und für soziale Zwecke nutzbar gemacht werden könnte.

Einordnung

Die Angaben stammen aus einer Pressemitteilung des Autors und wurden in dieser Form nicht unabhängig überprüft. Auch die Chart-Platzierungen beziehen sich auf eine Momentaufnahme der Amazon-Kindle-Ranglisten; solche Rankings ändern sich fortlaufend und beruhen im Bereich der kostenlosen Titel auf Downloadzahlen.

Offen bleibt in der Mitteilung, wie die praktische Umsetzung im Detail aussehen soll – etwa wie Punkte technisch übertragen, bewertet und in Unterkünfte umgewandelt werden könnten und welche Rolle die Unternehmen dabei einnehmen müssten. Zusagen einzelner Airlines oder Hotelkonzerne werden in der Mitteilung nicht genannt. Ebenso wenig ist ein laufendes Gesetzgebungsverfahren zur angesprochenen Steuerklarstellung erwähnt.

Für die Reise- und Hotelbranche sind Treueprogramme seit Jahren ein bilanziell relevanter Posten. Fluggesellschaften haben Vielfliegerprogramme in der Vergangenheit als eigenständige Ertragsquelle ausgebaut, unter anderem durch den Verkauf von Meilen an Kreditkartenpartner. Nicht eingelöste Punkte wirken sich dabei buchhalterisch anders aus als eingelöste, weshalb eine Umlenkung an Dritte für die Unternehmen auch bilanzielle Fragen aufwerfen würde. Dazu enthält die Mitteilung keine Ausführungen.

Bono verbindet mit der erneuten Chart-Platzierung nach eigener Darstellung ein wachsendes Interesse an seinem privatwirtschaftlichen Lösungsansatz. GiveaRoof.org, die von ihm geführte Organisation, verfolgt das Ziel, Obdachlosen Unterkünfte zu vermitteln. Weitere Angaben zu Umfang, Finanzierung oder bisherigen Ergebnissen der Organisation enthält die Mitteilung nicht.

Quelle: Nachrichten Ticker - Kategorie: Pressemitteilungen - www.wallstreet-online.de

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