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TEHERAN (dpa-AFX) – Der Iran hat wegen einer neuen Welle regierungskritischer Proteste das Internet eingeschränkt. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Samstag zeitweise einen Einbruch des Web-Traffics um etwa ein Drittel. Am heutigen Sonntagmorgen war das Volumen knapp 15 Prozent niedriger als üblicherweise zu erwarten. In sozialen Medien berichteten viele Iraner von massiven Internet-Störungen.

Der Iran hatte das Internet auch bei vergangenen Massenprotesten – etwa 2009, 2019 und 2022 – sowie während der Angriffe des israelischen Militärs im Juni vergangenen Jahres teils stark eingeschränkt. Zeitweise wurde es komplett abgeschaltet – zugänglich blieben nur ausgewählte iranische Webseiten.

Laut Beobachtern verfolgt die Führung der Islamischen Republik mit der Einschränkung des Internets zwei Ziele. Zum einen soll es Demonstranten erschweren, Proteste zu organisieren. Zum anderen soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Unruhen unterdrückt werden.

Die vor allem von einer Wirtschaftskrise und sehr hoher Inflation ausgelösten landesweiten Proteste dauern inzwischen seit gut einer Woche an./pey/str/DP/zb

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Die Onvista Media GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Köln. Von 2007 bis 2017 gehörte es zu Boursorama. Während dieser Zeit wurde die Onvista Bank gegründet. 2017 übernahm die Comdirect Bank sowohl Onvista Media als auch die Onvista Bank. Seit der Verschmelzung der Comdirect Bank auf die Commerzbank im November 2020 ist Onvista Media eine Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Die Onvista Bank ist eine Marke der Commerzbank, die bis Ende des Jahres 2025 eingestellt werden soll.

27 Kommentare

  1. Anna G. Becker am

    Inwieweit können die Iraner diese Zensur umgehen, beispielsweise durch VPNs oder andere Technologien? Ist ein vollständiger Shutdown des Internets überhaupt technisch möglich?

  2. Es ist traurig zu sehen, dass die iranische Bevölkerung erneut mit solchen Repressionen konfrontiert ist. Der Zugang zu Informationen sollte ein Grundrecht sein.

  3. Die Tatsache, dass der Iran das Internet bereits 2009, 2019 und 2022 während Protesten einschränkte, zeigt ein wiederkehrendes Muster zur Unterdrückung von Meinungsfreiheit.

  4. Die wiederholte Anwendung von Internet-Einschränkungen seit 2009 zeigt eine klare Strategie zur Kontrolle der Bevölkerung bei Protesten. Das ist keine Lösung für die Probleme des Landes.

  5. Die Kombination aus Wirtschaftskrise, hoher Inflation und nun auch Internetzensur ist eine explosive Mischung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt.

  6. Emma Schneider am

    Wird die Einschränkung des Internets nur die Proteste unterdrücken, oder wird sie auch zu einem wirtschaftlichen Nachteil für den Iran führen, da viele Geschäfte und Dienstleistungen online abgewickelt werden?

  7. Laura Hoffmann am

    Ein Einbruch des Web-Traffics um ein Drittel ist eine deutliche Warnung. Wie lange kann die iranische Wirtschaft unter solchen Bedingungen noch funktionieren?

  8. Laura C. Müller am

    Die Tatsache, dass das Internet zeitweise komplett abgeschaltet wurde, ist besonders besorgniserregend. Das zeigt die Grenzen der Geduld der Regierung.

  9. Die Wiederholung dieser Internet-Einschränkungen in den Jahren 2009, 2019, 2022 und im Juni letzten Jahres deutet auf eine bewusste Strategie der Regierung hin, nicht auf spontane Reaktionen.

  10. Ich finde es schockierend, dass die Regierung versucht, die Veröffentlichung von Fotos und Videos über die Unruhen zu unterdrücken. Das deutet darauf hin, dass sie etwas zu verbergen hat.

  11. Die Wirtschaftskrise und die hohe Inflation werden als Auslöser der aktuellen Proteste genannt. Könnte die Internetzensur diese Situation noch verschärfen, indem sie den Zugang zu Informationen und wirtschaftlichen Möglichkeiten weiter einschränkt?

  12. Der Artikel erwähnt die Beobachtung, dass die Einschränkung des Internets zwei Ziele verfolgt. Ich frage mich, ob es noch weitere, nicht genannte Motive gibt?

  13. Anna B. Schmidt am

    Es ist beunruhigend zu hören, dass während der Angriffe des israelischen Militärs im Juni letzten Jahres ebenfalls das Internet gedrosselt wurde – das zeigt, wie breit gefächert der Zensurbereich ist.

    • Ja, es geht offenbar nicht nur um inländische Proteste. Die Kontrolle über die Informationsflüsse scheint oberste Priorität zu haben.

  14. Hans Schneider am

    Ein Rückgang des Web-Traffics um ein Drittel, wie Cloudflare gemessen hat, ist ein dramatischer Eingriff – das deutet auf eine massive Zensur seitens der Regierung hin.

  15. Knapp 15 Prozent weniger Web-Volumen als üblich sind zwar weniger als ein Drittel, aber immer noch ein signifikanter Wert, der die Auswirkungen der Einschränkungen verdeutlicht. Man muss sich fragen, welche langfristigen Folgen das für die iranische Gesellschaft hat.

  16. Peter Schneider am

    Die Behauptung, dass nur ausgewählte iranische Webseiten zugänglich bleiben, klingt nach einer totalen Kontrolle über die narratives – eine digitale Echokammer sozusagen.

  17. Ich bin gespannt, ob internationale Organisationen oder Regierungen Maßnahmen ergreifen werden, um den Iran zur Aufgabe der Internetzensur zu zwingen.

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