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- WisdomTree Japan Equity UCITS ETF – USD Hedged – WKN: A14SCB – ISIN: IE00BVXC4854 – Kurs: 35,505 € (L&S)
Nach dem überraschenden Wahlsieg von Sanae Takaichi in der parteiinternen Abstimmung der regierenden LDP verzeichnete der japanische Aktienmarkt am Montag einen historischen Kurssprung: Der Nikkei 225 legte um knapp 5 % zu und überwand erstmals die Marke von 47.000 Punkten. Gleichzeitig geriet der Yen unter starken Abwertungsdruck, während langlaufende Staatsanleihen deutlich verloren. Mit Sanae Takaichi dürfte erstmals eine Frau als Premierministerin an der Spitze der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt stehen. Takaichi steht für eine lockere Geld- und Fiskalpolitik sowie wirtschaftliche Reformen, was am Aktienmarkt sehr gut ankommt.
Dieser ETF ermöglicht eine Outperformance gegenüber dem Nikkei
Mit dem WisdomTree Japan Equity UCITS ETF – USD Hedged (ISIN: IE00BVXC4854) erhalten Anleger ein breit gestreutes Investment in den japanischen Aktienmarkt – kombiniert mit einer Währungsabsicherung gegenüber dem US-Dollar und einem Fokus auf dividendenstarke Unternehmen mit einem klaren Exportfokus.
Gerade die Währungsabsicherung hat sich oft als entscheidender Vorteil erwiesen: In der Vergangenheit gingen Kursgewinne am japanischen Aktienmarkt häufig mit einer Abwertung des Yens gegenüber dem Dollar einher, sodass Anleger in Europa oder Nordamerika, die ohne Währungsabsicherung in den japanischen Aktienmarkt investierten, eine Unterperformance gegenüber dem Nikkei verbuchen mussten. Nicht so beim WisdomTree-ETF, der gegenüber einem Wertverlust des Yens abgesichert ist.
Dass die Währungsabsicherung und der Fokus auf dividenden- und exportstarke Unternehmen eine Outperformance ermöglichen, beweist der folgende Chart. Auf Sicht von fünf Jahren hat der ETF nicht nur den Nikkei 225 sondern auch den größten europäischen Japan-ETF performancetechnisch deutlich hinter sich gelassen.
Der ETF fokussiert sich bei der Aktienauswahl auf dividendenstarke Unternehmen mit einem hohen Exportanteil. Anleger setzen nicht auf rein binnenwirtschaftlich geprägte Geschäftsmodelle, sondern auf international tätige Konzerne, die häufig die Lokomotive der wirtschaftlichen Entwicklung in Japan darstellten. Der zugrundeliegende WisdomTree Japan Hedged Equity UCITS Index berücksichtigt außerdem nur Unternehmen, die die ESG-Kriterien von WisdomTree erfüllen. Ein zusätzliches Screening auf Qualität und Momentum entfernt zudem potenziell risikoreiche Titel. Das Ergebnis ist ein konzentriertes Portfolio hochwertiger, exportstarker japanischer Unternehmen mit attraktiven Dividendenprofilen.
Im neuen politischen Umfeld, das maßgeblich von Sanae Takaichi bestimmt werden dürfte, wird der ETF seine Vorteile wohl wieder voll ausspielen können: Takaichis politisches Profil steht für eine Fortsetzung der „Abenomics“, der Wirtschaftspolitik des verstorbenen ehemaligen japanischen Premierministers Shinzo Abe, mit einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik sowie Strukturreformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhöhen. Vor allem die expansive Fiskal- und Geldpolitik dürfte gleichzeitig zu einem schwächeren Yen und steigenden Aktienkursen führen, ganz besonders bei exportstarken Unternehmen, die vom schwächeren Yen profitieren.
Fazit: Mit dem WisdomTree Japan Equity UCITS ETF – USD Hedged (ISIN: IE00BVXC4854) investieren Anleger gezielt in qualitativ hochwertige, exportstarke japanische Unternehmen – und profitieren gleichzeitig von einer Währungsabsicherung, die sich in volatilen Marktphasen besonders auszahlt. Angesichts der politischen Weichenstellungen in Japan stehen die Chancen nicht schlecht, dass der WisdomTree-ETF auch in den kommenden Jahren gewöhnliche Japan-ETFs outperformen kann.
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19 Kommentare
Die WKN A14SCB ist nützlich, um den ETF direkt zu finden. Aber ist dieser ETF auch für Kleinanleger geeignet oder gibt es eine Mindesteinlage?
Ich bin in Japan-Aktien investiert, habe aber keine Währungsabsicherung. Dieser ETF könnte eine Option sein, um meine Risiken besser zu streuen und die Volatilität zu reduzieren.
Könnte die Abwertung des Yens auch negative Auswirkungen auf importabhängige japanische Unternehmen haben, trotz des Fokus auf Exporte?
Es stimmt, dass eine starke Abwertung des Yens auch Nachteile haben kann. Der ETF-Fokus auf Dividendenstrategie könnte diese Risiken jedoch abmildern.
Mir ist aufgefallen, dass der Artikel die historische Bedeutung des Wahlsiegs hervorhebt – eine Frau an der Spitze der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt. Das ist wirklich eine Zäsur.
Mich wundert, dass der Artikel die Währungsabsicherung so hervorhebt; in der Vergangenheit hat die Yen-Abwertung ja oft die Gewinne europäischer Investoren geschmälert, wie hier beschrieben.
Die Erwähnung von Shinzo Abe ist wichtig, um den Kontext zu verstehen. Wird Takaichi seine Politik einfach fortsetzen, oder gibt es doch wesentliche Unterschiede?
Ich frage mich, wie die japanische Zentralbank auf die Politik Takaichis reagieren wird. Eine lockere Geldpolitik könnte den Yen weiter schwächen, richtig?
Das ist ein guter Punkt. Die Reaktion der Zentralbank wird entscheidend sein, um zu sehen, ob die erwarteten positiven Effekte eintreten.
Ich habe gehört, dass Takaichi eine starke Befürworterin der Atomkraft ist. Wird das auch einen Einfluss auf die Aktienmärkte haben, oder ist das irrelevant für diesen ETF?
Es ist interessant, dass der ETF nicht nur den Nikkei 225, sondern auch den größten europäischen Japan-ETF in den letzten fünf Jahren übertroffen hat. Könnte das ein Hinweis auf die Überlegenheit des USD-Hedging sein?
Es ist gut, dass der ETF die Währungsrisiken reduziert, aber wie hoch sind die Kosten für diese Absicherung genau? Da sollte man als Anleger immer genau hinschauen.
Der Chart, der die Outperformance des ETFs zeigt, ist wirklich überzeugend. Zeigt er auch eine Erklärung dafür, warum die Qualität und Momentum Filterung im Index sinnvoll ist?
Die Betonung auf ‚wirtschaftliche Reformen‘ durch Takaichi ist entscheidend. Können im Artikel vielleicht genauere Aussagen zu den geplanten Reformschwerpunkten gefunden werden?
Die ESG-Kriterien von WisdomTree im zugrunde liegenden Index sind ein wichtiger Aspekt. Es ist beruhigend zu wissen, dass auch Nachhaltigkeit bei der Titelauswahl berücksichtigt wird.
Die Fokussierung auf dividendenstarke und exportorientierte Unternehmen klingt nach einer soliden Strategie, besonders wenn man bedenkt, dass diese Konzerne oft die japanische Wirtschaft antreiben.
Der Nikkei 225 hat ja tatsächlich erstmals die 47.000 Punkte geknackt, nachdem Sanae Takaichi gewonnen hat – das ist ein bemerkenswerter Sprung, der zeigt, wie stark der Markt auf ihre Politik reagiert.
Ich bin etwas skeptisch, ob sich die „Abenomics“ unter Takaichi tatsächlich so positiv auswirken werden, wie der Artikel suggeriert. Die langfristigen Folgen sind ja noch unklar, oder?
Die Tatsache, dass der ETF sich auf Unternehmen mit hohem Exportanteil konzentriert, erscheint logisch angesichts der erwarteten schwachen Yen-Entwicklung. Aber ist das nicht auch ein Risiko, wenn die Weltwirtschaft abkühlt?