Die kanadische Regierung hat am 23. September 2026 zusätzliche Sanktionen gegen iranische Einzelpersonen und Organisationen angekündigt. Die neue Maßnahme baut auf einem Regelwerk auf, das Ottawa seit 2022 schrittweise ausgeweitet hat.

Im Oktober 2022 änderte Kanada die Special Economic Measures (Iran) Regulations, um Sanktionen gegen Personen und Einrichtungen zu ermöglichen, die für schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind. Als Anlass nannte die Regierung damals die Repression gegen Frauen und Mädchen im Iran sowie das gewaltsame Vorgehen gegen die Woman-Life-Freedom-Proteste.

Im März 2025 weitete Kanada die Regelungen erneut aus. Seither können auch aktuelle und ehemalige hochrangige Regierungsvertreter Irans mit Sanktionen belegt werden, nicht mehr nur hochrangige Funktionäre der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC).

Mit den jüngsten Ergänzungen sind nach Angaben der kanadischen Regierung nun 237 iranische Einzelpersonen und 265 iranische Entitäten gelistet. Die Listung verteilt sich auf vier unterschiedliche Rechtsgrundlagen: die Special Economic Measures (Iran) Regulations, die Special Economic Measures (Hamas Terrorist Attacks) Regulations, die Special Economic Measures (Russia) Regulations sowie den Justice for Victims of Corrupt Foreign Officials Act.

Damit greifen für iranische Staatsangehörige und Organisationen inzwischen mehrere separate Sanktionsregime gleichzeitig, je nachdem, welchem Sachverhalt eine Listung zugeordnet wird. Die Regierung Kanadas hat in ihrer Mitteilung keine weiteren Einzelheiten zu den zugrunde liegenden Kriterien der aktuellen Ergänzung genannt.

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