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  • Microsoft Corp. – WKN: 870747 – ISIN: US5949181045 – Kurs: 413,866 $ (Nasdaq)

Genau hier sieht TD-Cowen-Analyst Derrick Wood weiterhin erhebliches Potenzial: Er bestätigte seine Kaufempfehlung für die Microsoft-Aktie und beließ das Kursziel bei 540 USD.

Woods Einschätzung basiert auf Gesprächen mit Microsofts Investor-Relations-Vertreterin Mary Grekstas, die vor allem eines zeigten: Der Konzern arbeitet nicht nur an mehr Rechenleistung für KI, sondern auch daran, vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen.

Azure bleibt der zentrale Wachstumstreiber

Besonders im Fokus steht Azure, Microsofts Cloud-Plattform. Zwar rechnet das Management damit, bei der verfügbaren Kapazität mindestens bis Ende 2026 eingeschränkt zu bleiben. Doch der Konzern versucht, diese Engpässe durch technische Effizienzgewinne abzufedern. Höherer Token-Durchsatz, weniger ungenutzte Stromkapazität und schnellere Kernel-Starts sollen zusätzliche Rechenleistung freisetzen.



Diese freiwerdenden Kapazitäten will Microsoft stärker für Azure-Arbeitslasten einsetzen. Das könnte nach Einschätzung von TD Cowen in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 2026 zu einer Beschleunigung des Wachstums beitragen. Hinzu kommt der Ausbau der sogenannten Fairwater-Kapazitäten mit einem Volumen von 2 Gigawatt. Auch dieser Ausbau läuft offenbar schneller als zuvor erwartet.

Ein weiterer Treiber könnte Anthropic werden. Microsoft hatte im November 2025 eine Verpflichtung über 30 Mrd. USD unterzeichnet. Der Aufbau der dafür nötigen Infrastruktur wird zwar Zeit benötigen, eröffnet Microsoft aber eine zusätzliche KI-Arbeitslast jenseits der bestehenden Partnerschaft mit OpenAI. Das ist strategisch bedeutsam, weil der Konzern seine KI-Abhängigkeit breiter aufstellt und zugleich mehr Nachfrage in die eigene Cloud zieht.

Copilot gewinnt an Dynamik

Auch bei Copilot sieht Microsoft nach Darstellung von TD Cowen eine spürbare Belebung. Die stärkere Nutzung im vergangenen Quartal sei vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: eine schnellere Produktentwicklung mit messbaren Qualitätsverbesserungen und eine schärfere Vertriebsstrategie gegenüber Unternehmenskunden.

Microsoft erwartet, dass sich diese Dynamik fortsetzt. Im Juni-Quartal sollen mehr Netto-Abonnenten hinzukommen als im März-Quartal, als rund 5 Mio. neue Nutzer gewonnen wurden. Für den Konzern ist das wichtig, weil Copilot nicht nur ein neues Produkt ist, sondern ein Hebel, um die bestehenden Microsoft-365-Kundenbeziehungen auszuweiten.

Zusätzliche Impulse sollen neue Angebote liefern. Das Paket E7 ist seit rund zwei Wochen allgemein verfügbar und richtet sich an Unternehmen, die beim Einsatz von KI-Agenten besonders weit gehen wollen. Es bündelt unter anderem Agent 365, eine Steuerungsebene für eigene und externe KI-Agenten, Identität sowie Beobachtbarkeit. Noch nicht allgemein verfügbar ist Copilot Cowork, das komplexeres paralleles Arbeiten unterstützen und stärker auf die Datenintelligenz des Microsoft-365-Graphen zugreifen soll.

Auch GitHub Copilot entwickelt sich zu einem wichtigen Baustein der KI-Strategie. Microsoft ordnet die Umsätze daraus Azure zu. Das neue Preismodell, das nutzerbasierte Gebühren mit verbrauchsabhängigen Komponenten kombiniert, soll den adressierbaren Markt vergrößern. Vor allem die wachsende Nutzung sogenannter agentischer Funktionen könnte Microsoft helfen, mehr Wert aus der starken Nachfrage abzuschöpfen.

Etwas differenzierter fällt der Blick auf Dynamics 365 aus. Das Management verwies darauf, dass sich das Kaufverhalten der Kunden verändert. Unternehmen kaufen nicht mehr nur klassische Nutzerlizenzen, sondern kombinieren Sitze zunehmend mit KI-Agenten. Das verändert Verkaufszyklen und kann kurzfristig zu Schwankungen bei den Buchungen führen.

Hinzu kommt, dass Umsätze aus Dynamics-365-Nutzung je nach Produktlogik auch in Microsoft 365 oder Azure sichtbar werden können. Für das Juni-Quartal kommt zudem ein anspruchsvoller Vergleichswert hinzu. Die schwächere Wachstumsdynamik ist damit nicht zwingend ein Warnsignal, sondern Ausdruck eines Geschäftsmodells, das sich durch KI stärker in Richtung Verbrauch und Automatisierung verschiebt.

Perspektiven intakt

Die Einschätzung von TD Cowen macht deutlich, warum Microsoft trotz hoher Bewertung für viele Analysten weiter zu den attraktivsten KI-Gewinnern zählt. Der Konzern verfügt über die Kundenbasis, die Cloud-Infrastruktur, die Entwicklerplattform und die Produktintegration, um künstliche Intelligenz als Produktbündel zu verkaufen.

Gleichzeitig bleibt der Engpass bei Rechenkapazitäten ein zentrales Risiko. Microsoft muss Milliarden investieren, um die Nachfrage bedienen zu können, und die Rendite dieser Investitionen wird erst mit Verzögerung sichtbar. Doch die Botschaft aus den Investorengesprächen ist eindeutig: Azure dürfte von Effizienzgewinnen und neuen KI-Verträgen profitieren, Copilot gewinnt an Akzeptanz, und GitHub sowie Dynamics zeigen, wie breit Microsoft die KI-Monetarisierung anlegt.

Fazit: Die Microsoft-Aktie befindet sich in einer Art Bewährung. Investoren wollen weiterhin ein hohes Wachstum im Cloudbereich sehen, gleichzeitig dürfen aber die klassischen Cash Cows nicht enttäuschen. Im Laufe des Jahres dürfte der Wandel deutlicher werden. Wenn das Vertrauen in die Entwicklung steigt, dann kann auch die Microsoft-Aktie wieder stärker zum Darling der Investoren werden. Das laufende Quartal dürfte aber wohl nocht nicht den großen Durchbruch bringen. Mit einem KGV von 21 ist die Bewertung angesichts des Wachstums optisch nicht mehr zu teuer. Aber auch die freien Cashflows müssen in den kommenden Jahren wieder mitziehen.

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Jahr 2025/26* 2026/27e* 2027/28e*
Umsatz in Mrd. USD 329,46 383,92 452,94
Ergebnis je Aktie in USD 16,85 19,35 22,53
KGV 24 21 18
Dividende je Aktie in USD 3,69 4,04 4,37
Dividendenrendite 0,90% 0,99% 1,07%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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