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Elon Musks Raumfahrtkonzern SpaceX gilt als heißester Börsenkandidat des Jahres. Direkt kaufen können Anleger die Aktie noch nicht, aber es gibt einen überraschend einfachen Umweg.

Elon Musk hat einen Börsengang von SpaceX lange auf die ferne Zukunft vertagt. Seit Ende 2025 mehren sich jedoch Berichte, wonach ein IPO wieder konkreter geprüft wird. 

In der Finanzwelt wird immer intensiver darüber spekuliert, dass zumindest die Satellitensparte Starlink des Raumfahrtkonzerns frühestens 2026 an die Börse gehen könnte. Einen offiziellen Zeitplan hat SpaceX bislang nicht bestätigt. 

Die Erwartungen sind gigantisch: In Medienberichten kursieren Zielbewertungen bis in den Billionenbereich. Das würde SpaceX in die Spitzengruppe der wertvollsten Konzerne der Welt rücken.

Für Privatanleger gibt es ein Problem: Wer heute investieren will, stößt schnell auf komplizierte Private-Equity-Angebote. Die sind häufig komplex strukturiert, mit hohen Kosten verbunden und für Privatanleger nur eingeschränkt handelbar. Doch es gibt eine legale, vergleichsweise einfache Alternative.

Eine Aktie als Türöffner zu SpaceX, OpenAI & Co.

Was viele nicht wissen: Mehrere der wertvollsten privaten Tech-Unternehmen der Welt stecken bereits in einem börsennotierten Vehikel. Dazu zählen neben SpaceX auch die TikTok-Mutter ByteDance, die Neobank Revolut und der Zahlungsdienstleister Stripe. Der sogenannte Scottish Mortgage Investment Trust investiert zudem gezielt in junge KI-Unternehmen.

Bündelhalter dieser Beteiligungen ist der Scottish Mortgage Investment Trust. Die Investmentgesellschaft existiert seit über einem Jahrhundert, ihre Aktie wird an der Londoner Börse gehandelt und ist auch für deutsche Privatanleger problemlos kaufbar.

Der Trust investiert nicht nur in bekannte Tech-Aktien, sondern seit Jahren gezielt in Unternehmen vor dem Börsengang. Damit ermöglicht er indirekten Zugang zu Wachstumsfirmen, die für Privatanleger sonst oft nur schwer oder gar nicht zugänglich sind.

Warum dieser Trust bei Tech-Investoren Kultstatus hat

Hinter dem Scottish Mortgage Investment Trust steht der schottische Vermögensverwalter Baillie Gifford. Die Investmentfirma gilt als einer der bekanntesten langfristig orientierten Wachstumsinvestoren. Baillie Gifford war in der Vergangenheit früh an mehreren späteren Tech-Giganten beteiligt. Nicht zuletzt, weil sie früh bei späteren Giganten wie Amazon, Tesla, Nvidia oder Meta investiert war.

Das Besondere: Baillie Gifford ist selbst nicht börsennotiert und arbeitet als unabhängige Partnerschaft. Kurzfristige Renditeziele spielen eine geringere Rolle als langfristige Überzeugungen. Entsprechend lang ist der Atem – und hoch die Risikobereitschaft bei Zukunftstechnologien.

Für Anleger wichtig: Der Trust ist transparent, veröffentlicht seine Beteiligungen regelmäßig und kostet mit laufenden Gebühren von rund 0,3 Prozent pro Jahr kaum mehr als ein ETF.

Warum das für SpaceX-Fans interessant ist (und riskant bleibt)

Sollte SpaceX tatsächlich an die Börse gehen und die hohen Erwartungen erfüllen, könnten frühe Beteiligungen stark an Wert gewinnen. Genau darauf setzen Investoren, die den Umweg über den Trust wählen: Sie sind bereits investiert, bevor der IPO-Hype einsetzt.

Allerdings gilt auch das Gegenteil. Die Bewertungen privater Tech-Firmen sind ambitioniert, Gewinne oft noch weit entfernt. Kommt es nach dem Börsengang zur Ernüchterung, kann das ebenfalls auf den Trust durchschlagen.

Hinzu kommt: SpaceX ist nur eine Position unter vielen. Wer investiert, setzt nicht allein auf Musk, Raketen und Starlink, sondern auf ein ganzes Bündel an Zukunftswetten aus KI, Fintech und Plattformökonomie.

Alternative zu gehypten Private-Deals

In Deutschland werden derzeit verstärkt außerbörsliche Beteiligungen an Start-ups beworben. Oft mit dem Versprechen, „endlich auch Kleinanlegern Zugang zu Unicorns“ zu verschaffen. Kritiker warnen jedoch vor hohen Kosten, geringer Handelbarkeit und schwer nachvollziehbaren Bewertungen.

Der börsennotierte Trust unterscheidet sich deutlich: Er ist börsentäglich handelbar, vergleichsweise günstig und blickt auf eine über hundertjährige Historie zurück – mit teils starken, aber auch schwankungsanfälligen Phasen. Das macht ihn für viele Anleger zur nüchternen Alternative zum Hype.

Wer auf den großen SpaceX-Börsengang setzt, braucht Geduld oder einen Umweg. Der Scottish Mortgage Investment Trust bietet genau das: keinen direkten Einstieg, aber eine Beteiligung an der Wachstumsstory, bevor sie an der Börse ankommt.

Ob daraus am Ende eine Kursrakete wird, hängt nicht nur von Elon Musk ab, sondern davon, ob ambitionierte Visionen langfristig in tragfähige Gewinne übersetzt werden.

Hannah Petersohn

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Über Finanzen100 Finanzen100 wurde 2009 gegründet und ist eines der führenden Finanzportale Deutschlands. Als Marke von BurdaForward hat sich die Plattform darauf spezialisiert, komplexe Börsennachrichten für Privatanleger und Entscheider verständlich aufzubereiten. Finanzen100 bietet Echtzeitkurse für über 2 Millionen Wertpapiere, fundierte Marktanalysen und personalisierte Portfolio-Tools.

24 Kommentare

  1. Die Möglichkeit, über den Trust indirekt in SpaceX zu investieren, ist verlockend, aber man sollte bedenken, dass SpaceX nur ein Teil des Portfolios ist. Die Diversifizierung ist wichtig.

  2. Lea Y. Fischer am

    Es ist gut zu wissen, dass es eine legale Alternative zu den komplizierten Private-Equity-Angeboten gibt. Der Scottish Mortgage Investment Trust scheint eine zugänglichere Möglichkeit zu sein, indirekt an SpaceX zu partizipieren.

  3. Die langfristige Ausrichtung von Baillie Gifford gefällt mir. Es ist erfrischend zu sehen, dass nicht nur kurzfristige Renditen im Fokus stehen, sondern auch das Potenzial von Zukunftstechnologien.

  4. Laura Schäfer am

    Die Erwähnung von Zielbewertungen bis in den Billionenbereich für SpaceX klingt extrem optimistisch. Wie realistisch sind solche Schätzungen wirklich, wenn man bedenkt, dass selbst etablierte Tech-Giganten oft hinter den Erwartungen zurückbleiben?

  5. Die Tatsache, dass der Trust seit über einem Jahrhundert existiert, spricht für seine Stabilität und Erfahrung. Das gibt mir als Anleger ein gewisses Vertrauen.

  6. Die Tatsache, dass der Trust seine Beteiligungen transparent veröffentlicht, ist ein großer Pluspunkt. So können Anleger genau sehen, in welche Unternehmen sie indirekt investieren.

  7. Ich habe den Artikel gelesen und bin nun neugierig auf die zukünftige Entwicklung von SpaceX und dem Scottish Mortgage Investment Trust. Werde ich investieren? Noch bin ich unentschlossen.

  8. Es ist interessant zu sehen, dass der Scottish Mortgage Investment Trust nicht nur in Tech-Aktien investiert, sondern auch in andere vielversprechende Unternehmen. Das sorgt für eine breitere Diversifizierung.

  9. Ich habe gehört, dass der Scottish Mortgage Investment Trust in der Vergangenheit sehr gut abgeschnitten hat. Aber wie sieht die Performance im Vergleich zu anderen Tech-ETFs aus?

  10. Die Investition in junge KI-Unternehmen durch den Trust ist ein interessanter Aspekt. Könnte das ein Hinweis darauf sein, dass Baillie Gifford auch in andere vielversprechende, aber noch nicht börsennotierte Tech-Firmen investiert?

  11. Die Berichte über Zielbewertungen im Billionenbereich für SpaceX sind wirklich beeindruckend. Wenn das eintrifft, wäre das eine historische Entwicklung.

  12. Ich bin etwas skeptisch, ob Starlink tatsächlich schon 2026 an die Börse gehen könnte. Die Entwicklung der Satelliteninfrastruktur ist komplex und könnte sich verzögern.

  13. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich auf die Spekulationen über einen Börsengang von Starlink verlassen würde. Es ist immer besser, auf konkrete Fakten zu warten.

  14. Die Tatsache, dass Baillie Gifford als unabhängige Partnerschaft arbeitet, könnte ein Vorteil sein, da sie nicht dem Druck von kurzfristigen Renditeerwartungen unterliegen.

  15. Ich frage mich, ob die Investition in SpaceX durch den Trust nicht zu einer Blase führen könnte, wenn die Erwartungen zu hoch sind und der tatsächliche Börsenwert hinterherhinkt. Eine vorsichtige Herangehensweise ist hier sicherlich ratsam.

  16. Anna Schneider am

    Ich finde es faszinierend, dass der Scottish Mortgage Investment Trust bereits in Unternehmen wie ByteDance und Revolut investiert ist, bevor diese an die Börse gehen. Das zeigt eine sehr vorausschauende Anlagestrategie von Baillie Gifford.

  17. Die Tatsache, dass SpaceX einen Börsengang erst nach 2025 prüft, macht eine direkte Investition im Moment schwierig. Der Umweg über den Scottish Mortgage Investment Trust scheint eine interessante Alternative zu sein, aber man sollte sich der Risiken bewusst sein.

  18. Ich finde es gut, dass der Artikel auch die Risiken aufzeigt. Es ist wichtig, sich nicht von der Euphorie um SpaceX blenden zu lassen und die potenziellen Nachteile zu berücksichtigen.

  19. Die Investition in Unternehmen vor dem Börsengang ist generell risikoreicher als in etablierte Aktien. Man sollte sich gut überlegen, ob man bereit ist, dieses Risiko einzugehen.

  20. Jonas Schneider am

    0,3 Prozent Gebühren pro Jahr für den Trust sind im Vergleich zu vielen ETFs wirklich gering. Das macht ihn für langfristige Anleger attraktiver, die von Wachstumstechnologien profitieren möchten.

  21. Es ist bemerkenswert, dass Baillie Gifford schon früh bei Amazon, Tesla und Nvidia investiert war. Das spricht für ihre Expertise im Bereich Technologieaktien und könnte ein gutes Zeichen für zukünftige Investitionen sein.

  22. Die hohe Risikobereitschaft von Baillie Gifford bei Zukunftstechnologien ist zwar bewundernswert, aber auch nicht jedermanns Sache. Anleger sollten sich bewusst sein, dass sie auch Geld verlieren können.

  23. Mia Q. Müller am

    Es wäre hilfreich, wenn SpaceX einen offiziellen Zeitplan für den Börsengang veröffentlichen würde. Die Unsicherheit macht es Anlegern schwer, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

  24. Die Tatsache, dass der Trust an der Londoner Börse gehandelt wird, könnte für deutsche Anleger mit zusätzlichen Kosten durch Währungsumrechnung und Gebühren verbunden sein. Das sollte man bei der Entscheidung berücksichtigen.

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