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KfW-Fördervolumen im ersten Halbjahr 2024: Normalisierung des

Fördergeschäfts – Folgen der Krisenjahre sind vorbei

Frankfurt am Main (ots) –

– KfW fördert im In- und Ausland mit 34,7 Mrd. EUR auf Niveau der Vorkrisenjahre

– Großes Interesse bei privaten Kunden an Finanzierungen für Energieeffizienz

und erneuerbare Energien

– Neue Heizungsförderung per 31. Juli bereits mit 77.600 Zusagen im Volumen von

1,1 Mrd. EUR

– Sehr erfreuliches Ergebnis vor Steuern von 1,1 Mrd. EUR zur Jahresmitte

– Weiterhin sehr robuste Kernkapitalquote in Höhe von 29,9 %

Die KfW Bankengruppe hat im ersten Halbjahr 2024 ein Fördervolumen bzw.

Neugeschäft von 34,7 Mrd. EUR verzeichnet (1. Hj. 2023: 58,7 Mrd. EUR). Dies

entspricht dem Niveau der Vorkrisenjahre (1. Hj. 2019: 33,6 Mrd. EUR). Damit

setzte sich die Normalisierung des originären Fördergeschäfts nach der Corona-

und Energiehilfe in den Jahren 2020 bis 2023 fort, die Folgen der Krisenjahre

sind vorbei.

Der Effekt der Normalisierung zeigte sich insbesondere in der inländischen

Förderung (1. Hj. 2024: 20,6 Mrd. EUR; 1. Hj. 2023: 42,8 Mrd. EUR; 1. Hj. 2019:

20,8 Mrd. EUR). Der Rückgang resultierte maßgeblich aus dem Auslaufen von

Sonderprogrammen wie der Soforthilfe, der Preisbremse Gas und Wärme (1. Hj.

2023: 7,0 Mrd. EUR) sowie dem Wegfall von Sonderfinanzierungen im Energiesektor

(1. Hj. 2023: 11,5 Mrd. EUR).

Auch die Nachfrage nach Unternehmensfinanzierungen war unter anderem wegen der

EU-Beihilferegelungen stark rückläufig. Ausschlaggebend hierfür ist der hohe

EU-Referenzzinssatz, welcher in der besten Preisklasse bei aktuell 5,11 % liegt.

Die beihilferechtlichen Vorgaben der EU verpflichten die KfW dazu, ihre

Zinskonditionen in den bankdurchgeleiteten Programmen ohne Beihilfe nicht unter

dem EU-Referenzzinssatz anzubieten. Die Programme für Energieeffizienz und

erneuerbare Energien für private Kunden erfuhren dagegen eine gesteigerte

Nachfrage.

„Die gute Nachfrage bei den privaten Kunden für den klimafreundlichen Neubau und

in der Heizungsförderung ist besonders erfreulich. Unser Konzernergebnis

entwickelt sich sehr positiv. Dies ist wichtig angesichts der großen

Herausforderungen in der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere

starke Finanzkraft ist Voraussetzung für verlässliches Handeln als Bank aus

Verantwortung,“ sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW, am Mittwoch

in Frankfurt am Main.

In der Export- und Projektfinanzierung hat die KfW IPEX-Bank ihren sehr guten

Jahresstart fortgesetzt. Sie erreichte mit 12,3 Mrd. EUR annähernd das sehr hohe

Zusagevolumen des Vorjahres (1. Hj. 2023: 14,4 Mrd. EUR; 1. Hj. 2019: 10,0 Mrd.

EUR).

Die Zusagen in der KfW Entwicklungsbank lagen mit 1,4 Mrd. EUR etwa auf

Vorjahresniveau (1. Hj. 2023: 1,5 Mrd. EUR; 1. Hj. 2019: 1,7 Mrd. EUR). Die DEG

sagte wie im Vorjahr rund 0,6 Mrd. EUR an Finanzierungen zu (1. Hj. 2023: 0,6

Mrd. EUR; 1. Hj. 2019: 0,4 Mrd. EUR).

Der KfW- Konzern schloss das erste Halbjahr 2024 mit einem erfreulichen Gewinn

nach Steuern in Höhe von 932 Mio. EUR ab und übertraf damit die Erwartungen und

das Vorjahr (1. Hj. 2023: 885 Mio. EUR). Das Ergebnis basierte auf einem sehr

starken operativen Ergebnis (965 Mio. EUR) und profitierte zusätzlich von einem

positiven Bewertungsergebnis (286 Mio. EUR). Förder- und Steueraufwand

belasteten das Halbjahresergebnis mit insgesamt 320 Mio. EUR.

Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderaufwand) übertraf mit 965 Mio.

EUR (1. Hj. 2023: 829 Mio. EUR) das Vorjahr deutlich und konnte von einem stark

ansteigenden Zinsergebnis profitieren. Zur positiven Entwicklung des

Zinsüberschusses trugen höhere Erträge aus der Eigenmittelverzinsung und aus dem

Kreditgeschäft im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung bei. Der

Zinsüberschuss (vor Förderaufwand) stellt mit 1.438 Mio. EUR (1. Hj. 2023: 1.256

Mio. EUR) unverändert die wesentliche Ertragsquelle des Konzerns dar. Das

Provisionsergebnis (vor Förderaufwand) lag mit 314 Mio. EUR über dem

Vorjahreswert von 294 Mio. EUR und resultiert insbesondere aus der Vergütung von

Förderaktivitäten im Auftrag des Bundes. Der Verwaltungsaufwand (vor

Förderaufwand) stieg vor allem inflationsbedingt sowie durch die Umsetzung neuer

Förderprogramme mit 786 Mio. EUR über das Niveau des Vorjahres (1. Hj. 2023: 721

Mio. EUR).

Der Förderaufwand im Inlandsgeschäft – im Wesentlichen Zinsverbilligungen des

Neugeschäfts – belief sich auf 181 Mio. EUR. Er übertraf damit das Vorjahr

deutlich (1. Hj. 2023: 141 Mio. EUR). Im Umfeld steigender Zinsen sind weiterhin

in höherem Maße Zinsverbilligungen möglich. Allerdings schränkt das hohe Niveau

der EU-Referenzzinssätze den Spielraum in einigen gewerblichen Förderprogrammen

aktuell stark ein.

Das positive Risikovorsorgeergebnis im Kreditgeschäft in Höhe von insgesamt 155

Mio. EUR (1. Hj. 2023: 109 Mio. EUR) resultierte insbesondere aus Auflösungen

der Kreditrisikovorsorge – im Wesentlichen aufgrund methodischer

Weiterentwicklungen in den Risikomodellen sowie bei leistungsgestörten Krediten

durch die weiterhin sehr gute Risikosituation im Kreditbuch des KfW-Konzerns.

Das Bewertungsergebnis aus dem Beteiligungsportfolio in Höhe von 118 Mio. EUR

(1. Hj. 2023: -30 Mio. EUR) ist durch die Geschäftsfelder DEG und KfW Capital

geprägt. Das Portfolioergebnis der KfW Capital profitiert von positiven

Wertentwicklungen im deutschen und europäischen Venture-Capital-Markt

insbesondere in der Life-Science-Branche. Bei der DEG trugen vor allem positive

Effekte aus der Umrechnung der Fremdwährungsengagements aufgrund des starken USD

zum positiven Beteiligungsergebnis bei. Ebenfalls positiv entwickelte sich das

Beteiligungsportfolio der KfW Entwicklungsbank.

Der Ertragsteueraufwand in Höhe von 139 Mio. EUR (1. Hj. 2023: 83 Mio. EUR)

betrifft mit 70 Mio. EUR den laufenden Steueraufwand dank der guten

Ertragsentwicklung bei den steuerpflichtigen Tochtergesellschaften sowie mit 69

Mio. EUR den latenten Steueraufwand.

Die Bilanzsumme lag mit 558,8 Mrd. EUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahresendes

(560,7 Mrd. EUR).

Mit einer Gesamtkapitalquote sowie (harten) Kernkapitalquote von 29,9 %

(31.03.2024: 28,6 % bzw. 28,5 %) liegen die aufsichtsrechtlichen

Eigenkapitalquoten weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Der Anstieg der

Eigenkapitalquoten ist vor allem auf Ratingverbesserungen von Geschäftspartnern

im Durchleitgeschäft sowie Anpassungen an den Risikomessverfahren

zurückzuführen.

Die Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

1. Mittelstandsbank und Private Kunden

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden belief sich das

Fördervolumen zum 30.06.2024 auf 16,2 Mrd. EUR (1. Hj. 2023: 18,0 Mrd. EUR).

Mittelstandsbank

In der Mittelstandsbank wurden zum 30.06.2024 Neuzusagen über 5,7 Mrd. EUR

getätigt (1. Hj. 2023: 10,1 Mrd. EUR). Der Rückgang gegenüber dem

Vergleichszeitraum des Vorjahres resultiert vor allem aus einer allgemein

geringeren Nachfrage nach Gründungs- und Unternehmensfinanzierungen mit

Neuzusagen in Höhe von 2,9 Mrd. EUR (1. Hj. 2023: 4,0 Mrd. EUR) sowie

niedrigeren Zusagen im Bereich Klimawandel und Umwelt im Volumen von 2,2 Mrd.

EUR (1. Hj. 2023: 5,2 Mrd. EUR). Grund für den deutlichen Nachfragerückgang ist

zum einen die Investitionszurückhaltung aufgrund der aktuellen konjunkturellen

Wirtschaftslage, die sich hauptsächlich in den Programmen Klimaschutzoffensive

für Unternehmen und ERP-Förderkredit KMU niederschlägt. Daneben wirkte sich der

hohe EU-Referenzzinssatz nachfragemindernd insbesondere in dem Programm

Erneuerbare Energien Standard aus.

Private Kunden

Im Segment Private Kunden lag das Neuzusagevolumen per Ende Juni mit 10,5 Mrd.

EUR über dem Vorjahresniveau (1. Hj. 2023: 8,0 Mrd. EUR). Das Ergebnis wurde

dabei von höheren Zusagen (1. Hj. 2024: 6,8 Mrd. EUR) im Förderschwerpunkt

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien getrieben (1. Hj. 2023: 5,3 Mrd. EUR).

Hierbei entfiel mit Neuzusagen über 3,6 Mrd. EUR ein wesentlicher Anteil auf das

Programm Klimafreundlicher Neubau (1. Hj. 2023: 1,9 Mrd. EUR). Positiv

hervorzuheben ist auch die am 27. Februar 2024 neu gestartete Heizungsförderung.

Dabei gab es per 31. Juli 2024 bereits Zusagen für rund 77.600 Zuschussanträge

mit einem Volumen von rund 1,1 Mrd. EUR. Die Nachfrage hat sich im zweiten

Quartal mit rund 5.000 Zusagen pro Woche sehr positiv entwickelt.

Daneben wurde im Bereich Wohnen und Leben das Vorjahresniveau mit Neuzusagen

über 2,8 Mrd. EUR deutlich übertroffen (1. Hj. 2023: 1,7 Mrd. EUR).

2. Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden

Mit 3,7 Mrd. EUR hat sich das Gesamt-Neuzusagevolumen im Geschäftsfeld

Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden gegenüber dem außergewöhnlichen

Vorjahr (1. Hj. 2023: 23,4 Mrd. EUR), das von Energiezuweisungsgeschäften und

Auszahlungen der Preisbremse Gas und Wärme dominiert wurde, normalisiert.

Individualfinanzierung Unternehmen

Im Segment Individualfinanzierung Unternehmen konnte zum Ende des ersten

Halbjahres ein Zusagevolumen in Höhe von rund 181 Mio. EUR verzeichnet werden,

nachdem der Vorjahreszeitraum mit 11,7 Mrd. EUR noch sehr stark durch die

genannten Sonderfinanzierungen im Energiesektor geprägt war.

Kommunale und soziale Infrastruktur

Das Geschäftsvolumen für kommunale und soziale Infrastruktur lag mit Neuzusagen

von knapp 2,2 Mrd. EUR sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau (1. Hj. 2023: 9,5

Mrd. EUR). Diese Entwicklung ist vornehmlich Folge von erwartungsgemäß stark

rückläufigen Auszahlungen aus der Soforthilfe/ Preisbremse Gas und Wärme des

Bundes. Zudem erschwert die aktuelle EU-Referenzzinsproblematik das

Fördergeschäft in den beihilfefreien Förderprogrammen, wie z. B. im

Investitionskredit Kommunale Unternehmen.

Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute

Die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute blieb mit einem

Geschäftsvolumen von 1,3 Mrd. EUR ebenfalls hinter dem anteiligen Vorjahreswert

von fast 2,2 Mrd. EUR zurück. Maßgeblich hierfür ist vor allem eine dem

ungünstigen Zinsumfeld geschuldete Zurückhaltung der Landesförderinstitute bei

der Inanspruchnahme der Allgemeinen Refinanzierung durch die KfW.

3. KfW Capital

Die Zusagen des Geschäftsfelds KfW Capital beliefen sich im ersten Halbjahr 2024

auf 679 Mio. EUR (1. Hj. 2023: 1,4 Mrd. EUR). Das hohe Volumen im

Vorjahreszeitraum resultierte u.a. aus der Einmal-Zusage an „ETCI“, European

Tech Champions Initiative (Baustein des Zukunftsfonds), in Höhe von 800 Mio. EUR

sowie der Zusage für den Deep Tech and Climate Fund (Baustein des Zukunftsfonds)

in Höhe von 215 Mio. EUR. Über das Programm ERP (European Recovery

Program)-Venture-Capital-Fondsinvestments sagte KfW Capital im ersten Halbjahr

2024 rd. 47 Mio. EUR (1. Hj. 2023: 107 Mio. EUR) zu. Über die Bausteine des

Zukunftsfonds GFF/EIF-Wachstumsfazilität (German Future Fund/Europäische

Investitionsfonds-Wachstumsfazilität), deren Mittel KfW/KfW Capital

treuhänderisch ausreicht, und die Green Transition Facility wurden

Investmentzusagen in Höhe von 131,2 Mio. EUR bis zum 30.6.2024 gegeben. Zudem

hat KfW Capital – ebenfalls treuhänderisch für den Bund – dem im Juni neu

eingeführten „HTGF-Opportunity-Fonds“ (High-Tech Gründerfonds-Opportunity Fonds)

im Juni 2024 einmalig 500 Mio. EUR aus Mitteln des Zukunftsfonds bereitgestellt.

Die Investment-Pipeline von KfW Capital ist gut gefüllt.

KfW Capital ist zudem als Anlageberater für den mit 1 Mrd. EUR zu den größten

Venture-Capital-Dachfonds in Europa gehörenden „Wachstumsfonds Deutschland“

tätig. Für den Fonds, der im November 2023 sein Final Closing erreicht hatte,

konnte substanziell privates Kapital gewonnen werden. Im ersten Halbjahr 2024

hat sich der Dachfonds bereits mit 82 Mio. EUR (insgesamt bereits 371 Mio. EUR)

an Venture-Capital-Fonds beteiligt.

4. KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank, die das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung

verantwortet und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer

Unternehmen auf den globalen Märkten bereitstellt, hat ihren sehr guten

Jahresstart fortgesetzt: Ihre Neuzusagen lagen zum Ende des Halbjahres mit 12,3

Mrd. EUR nur leicht unter dem außergewöhnlich hohen Niveau des

Vorjahreszeitraums (1. Hj. 2023: 14,4 Mrd. EUR). Zum Neugeschäft haben alle

Geschäftssparten beigetragen. Hervorzuheben ist der Bereich „Mobility“, in dem

die Sparten Schienenverkehr, Maritime Industrie und Luftfahrt zusammengefasst

sind, und auf den mit 4,9 Mrd. EUR mehr als 40 % der Gesamtzusagen entfallen.

Bereitgestellt wurden im zweiten Quartal beispielsweise Finanzierungen für die

Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Großbritannien und Deutschland, zur

Produktion von kohlenstoffarmen Hochleistungsbatterien für die E-Mobilität in

Frankreich sowie für Hochgeschwindigkeits-Elektrotriebzüge für nachhaltiges

Reisen in Europa mit denen die KfW IPEX-Bank den Transformationsprozess

begleitet.

5. Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer

KfW Entwicklungsbank

Das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank hat im ersten Halbjahr 2024 für Vorhaben

in Entwicklungs- und Schwellenländern 1,4 Mrd. EUR (1. Hj. 2023: 1,5 Mrd. EUR)

zugesagt. Auf Vorhaben im Bereich Klima und Energie entfielen etwa 65 % der

Zusagen in Höhe von 937 Mio. EUR. Die Ukraine-Wiederaufbau-Konferenz im Juni

dieses Jahres in Berlin hat ein klares Signal der Solidarität mit der Ukraine

ausgesendet. Die KfW Entwicklungsbank schloss im Auftrag der Bundesregierung und

der EU Verträge im Wert von insgesamt rund 185 Mio. EUR in den Bereichen

Energie, Berufsbildung und kommunale Infrastruktur ab.

DEG

Zum Ende des 2. Quartals 2024 erreichten die Neuzusagen der DEG für

Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern 588

Mio. EUR und bewegten sich damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres (1. Hj. 2023:

609 Mio. EUR). Finanzierungszusagen für Unternehmen in Lateinamerika und Afrika

machten jeweils rund ein Drittel aus, gefolgt von Zusagen in Europa/Kaukasus

sowie Asien. Dabei konnte die DEG mit einem Darlehen über 25 Mio. USD ihre erste

Finanzierung für ein Vorhaben zur Produktion von grünem Wasserstoff zusagen.

Neue Finanzierungen gingen unter anderem an Anbieter von

Telekommunikations-Dienstleistungen, um digitale Angebote in Partnerländern

auszubauen und die wirtschaftliche Entwicklung zu stärken. Gut 20 % der im

ersten Halbjahr neu zugesagten Mittel waren für Auslandsinvestitionen deutscher

Unternehmen bestimmt.

6. Finanzmärkte

Im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung ihres Mittelbedarfs zum Ende des ersten

Halbjahres reduzierte die KfW ihr Refinanzierungsziel für das Jahr 2024 von

zuvor 90 bis 95 Mrd. EUR auf nun 80 Mrd. EUR. Gründe dafür sind der geringer als

erwartete Refinanzierungsbedarf aus Zuweisungsgeschäften des Bundes sowie der

Rückgang insbesondere des inländischen Fördergeschäfts – und zwar als Folge der

geringeren Nachfrage nach Unternehmensfinanzierungen, die ohne Beihilfen

angeboten werden müssen.

Im ersten Halbjahr 2024 hat die KfW 55,0 Mrd. EUR an den internationalen

Kapitalmärkten aufgenommen (1. Hj. 2023: 53,7 Mrd. EUR). Damit hat sie rund 69 %

des neuen Refinanzierungsziels erreicht (80 Mrd. EUR). Der Refinanzierungsanteil

in der Heimatwährung Euro lag in den ersten sechs Monaten bei 60 %. Darüber

hinaus machten die strategisch wichtigen US-Dollar-Emissionen 27 % des

Gesamtrefinanzierungsvolumens aus. Neben den beiden Kernwährungen begab die KfW

Anleihen in fünf weiteren Währungen, darunter britische Pfund und australische

Dollar, die mit etwa 8 % bzw. 3 % zum Refinanzierungsmix beitrugen. Der

Green-Bond-Anteil am Gesamtemissionsvolumen belief sich auf 13 % beziehungsweise

7,2 Mrd. EUR.

Erfolgskennzahlen (in Mio. EUR) 01.01.2024 – 30.06.2024 01.01.2023 –

30.06.2023

Betriebsergebnis vor Bewertungen

(vor Förderaufwand) 965 829

Förderaufwand 181 141

Konzerngewinn nach Steuern 932 885

Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus

Sicherungszusammenhängen 897 708

Bilanzkennzahlen (in Mrd. EUR) 30.06.2024

31.12.2023

Bilanzsumme 558,8 560,7

Bilanzielles Eigenkapital 39,0 38,1

Geschäftsvolumen 712,5 724,4

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen (in %) 1) 30.06.2024

31.03.2024

(Harte) Kernkapitalquote 29,9 28,5

Gesamtkapitalquote 29,9 28,6

1) Die angegebenen Kapitalquoten berücksichtigen die gem. Art. 26 (2) CRR

anrechenbaren Zwischenergebnisse, die von den jeweiligen Jahresergebnissen gem.

IFRS abweichen.

Eine tabellarische Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen finden Sie unter:

http://www.kfw.de/geschaeftszahlen

KfW Geschäftsbericht online: www.kfw.de/berichtsportal

(http://kfw.de/berichtsportal)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Sybille Bauernfeind,

Tel. +49 69 7431 2038

E-Mail: mailto:Sybille.Bauernfeind@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/5839490

OTS: KfW



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Finanzen.net ist ein deutsches Finanzportal mit Sitz in Karlsruhe. Es wird von der finanzen.net GmbH betrieben, deren Anteile nach dem Verkauf durch die Axel Springer SE an das britische Private-Equity-Unternehmen Inflexion übergingen.

21 Kommentare

  1. Die 77.600 Zusagen für die neue Heizungsförderung mit einem Volumen von 1,1 Mrd. EUR sind beeindruckend. Zeigt das, dass die Bürger die Energiewende aktiv unterstützen, trotz der hohen Kosten?

  2. Die deutliche Reduzierung des Fördervolumens im Inland auf 20,6 Mrd. EUR im Vergleich zu 42,8 Mrd. EUR im Vorjahr zeigt, wie stark die Sonderprogramme der Krisenjahre das Ergebnis verzerrt haben. Ist das ein nachhaltiger Rückgang oder eine erwartete Anpassung?

  3. Im Vergleich zu 2019 (33,6 Mrd. EUR) ist das aktuelle Fördervolumen von 34,7 Mrd. EUR nur leicht gestiegen. Reicht das aus, um die Klimaziele zu erreichen?

  4. Die Tatsache, dass die KfW trotz der Normalisierung des Fördergeschäfts einen so hohen Gewinn erzielen konnte, spricht für eine effiziente Unternehmensführung.

  5. Der hohe EU-Referenzzinssatz von 5,11 % scheint Unternehmensfinanzierungen stark zu bremsen. Könnte die KfW hier nicht stärker regulierend eingreifen, um die Wirtschaft zu unterstützen?

  6. Die Kernkapitalquote von 29,9 % klingt sehr robust. Bedeutet das, dass die KfW auch zukünftige wirtschaftliche Schocks gut verkraften kann?

  7. Jonas T. Fischer am

    Ich bin gespannt, wie sich die Förderaktivitäten der KfW im Hinblick auf die bevorstehenden Bundestagswahlen entwickeln werden. Könnte es hier zu politischen Einflussnahmen kommen?

  8. Die hohe Kernkapitalquote gibt Sicherheit, aber wie sieht es mit der Diversifizierung des Kreditportfolios aus? Ist die KfW ausreichend gegen Klumpenrisiken abgesichert?

    • Eine wichtige Frage! Diversifizierung ist entscheidend, um die Stabilität der Bank zu gewährleisten und nicht von einzelnen Branchen oder Projekten abhängig zu sein.

  9. Die KfW IPEX-Bank hält mit 12,3 Mrd. EUR Zusagevolumen in der Export- und Projektfinanzierung ein sehr hohes Niveau. In welche Sektoren wurde hier besonders investiert?

  10. Stefan Wintels betont die starke Finanzkraft der KfW als Voraussetzung für verlässliches Handeln. Wie wird diese Finanzkraft konkret genutzt, um die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben?

  11. Die Entwicklung der KfW Entwicklungsbank mit 1,4 Mrd. EUR an Zusagen ist stabil. Welche Projekte wurden hier vorrangig gefördert, um einen positiven sozialen und ökologischen Impact zu erzielen?

  12. Die Normalisierung des Fördergeschäfts nach den Krisenjahren ist verständlich, aber wie stellt die KfW sicher, dass wichtige Investitionen in die Transformation nicht ausbleiben?

  13. Die KfW scheint sich stärker auf die Finanzierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zu konzentrieren. Ist das ein strategischer Wandel, der sich in den kommenden Jahren verstärken wird?

  14. Die DEGsagte rund 0,6 Mrd. EUR an Finanzierungen zu. Könnte man hier nicht noch stärker auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen eingehen?

  15. Es ist gut zu hören, dass die Nachfrage nach Finanzierungen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien bei privaten Kunden gestiegen ist. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

  16. Ich frage mich, ob der Rückgang der Unternehmensfinanzierungen auch mit der allgemeinen Zinsentwicklung zu tun hat, und nicht nur mit dem EU-Referenzzinssatz.

    • Das ist ein guter Punkt. Die allgemeine Zinsentwicklung spielt sicherlich auch eine Rolle, aber die EU-Beihilferegelungen und der Referenzzinssatz sind ein direkter Faktor.

  17. Ein Gewinn nach Steuern von 932 Mio. EUR ist sicherlich erfreulich, aber wie sieht die Entwicklung der Risikovorsorge angesichts der unsicheren Wirtschaftslage aus? Das ist mir wichtiger als der reine Gewinn.

  18. Der Rückgang bei den Sonderprogrammen wie Soforthilfe und Preisbremse Gas und Wärme ist logisch, aber wie wird die KfW Unternehmen unterstützen, die von diesen Auslaufen betroffen sind?

  19. Die Export- und Projektfinanzierung ist weiterhin ein wichtiger Bereich für die KfW. Gibt es hier regionale Schwerpunkte oder bestimmte Technologien, die besonders gefördert werden?

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