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  • USD/JPY – WKN: 965991 – ISIN: XC0009659910 – Kurs: 155,622 ¥ (FOREX)

Am Freitag gab es Berichte von Insidern aus dem Bankensektor, dass die New York Fed Preisabfragen (Rate Checks) für das Währungspaar Dollar/Yen durchgeführt hat. In der Finanzwelt ist dies die formale Vorstufe zu einer echten Marktintervention. Historisch gesehen folgt auf einen Rate Check fast immer der physische Kauf oder Verkauf der Währung, um den Kurs zu beeinflussen.

Der Yen wertete am Freitag massiv auf (ein Plus von zeitweise über 1,7 %).

Der Kurs des Währungspaares US-Dollar vs Yen (USD/JPY) fiel deutlich in Richtung 155 JPY!

Händler haben Angst , gegen die US-Notenbank FED und die Bank of Japan (BoJ) gleichzeitig zu wetten. Dass dies das „erste Mal in diesem Jahrhundert“ ist, macht die Sache spektakulär. Seit den 1990er Jahren haben die USA Interventionen weitgehend abgelehnt. Es wird vermutet, dass sich das US-Finanzministerium unter Scott Bessent mit der japanischen Regierung abgestimmt hat, um eine Kernschmelze des Yen zu verhindern. Reuters und Bloomberg berichten darüber ebenfalls. Ich hatte die Info bereits vor den Agenturen bei uns im Traderstalk-Chat gepostet. Der TradersTalk ist unser Chat für die Profi-Trader, er ist Teil von Stock3 Ultimate. Dort sind neben all den normalen Privatanlegern auch private richtig große Händler, Hedgefonds-Leute und Händler aus der Finanzbranche Teil der Community. Neben mir posten dort Oliver Baron, Sascha Gebhard, Bastian Galuschka, André Rain, Thomas May, Dirk Siebenhaar, Alexander Paulus! Außerdem ist das täglich laufende DAX-Tradingroom mit Josef Graß, Rene Berteit und André Rain Teil von Stock3 Ultimate.

Ein zu schwacher Yen zwingt Japan, US-Staatsanleihen zu verkaufen. Das würde die US-Zinsen in die Höhe treiben, ein Risiko, das die US-Notenbank unter allen Umständen vermeiden will. Obwohl die Vorbereitungen (die Rate Checks) bestätigt sind, steht eine offizielle Bestätigung der tatsächlich getätigten Volumina (wie viele Milliarden Dollar wirklich verkauft wurden) meist erst mit einer Verzögerung in den offiziellen Berichten der Zentralbanken. Dennoch: Die psychologische Wirkung ist bereits real und hat den Trend des Yen-Verfalls vorerst gebrochen.

(So haltlos war die Andeutung der Deutschen Bank in Bezug auf Europa als einen Top-Holder von US-Staatsanleihen und die Möglichkeit, diese abzustoßen, um auf den Angriff auf Grönland (Europa) zu reagieren, also gar nicht … Der Markt der US-Staatsanleihen scheint eine Achillessehne zu sein. Vielleicht unter anderem auch deshalb der U-Turn Trumps in DAVOS …

Deutsche Bank zum Streit um die Grönlandzölle. Meldung vom 19.01.2026. Europa verfügt über eine starke Verhandlungsposition, da es „Amerikas größter Kreditgeber“ ist. Die Deutsche Bank schätzt, dass Europäer US-Anleihen und -Aktien im Wert von rund 8 Billionen US-Dollar halten, fast doppelt so viel wie der Rest der Welt zusammen. Angesichts des weiterhin hohen US-Dollar-Engagements könnten weitere Repatriierungen/Umschichtungen aus US-Dollar die Renditen von US-Staatsanleihen erhöhen und den Dollar schwächen).

Zurück zum japanischen Yen und zur im Raum stehenden Intervention der Notenbanken: Die Situation im japanischen Yen muss man jetzt genau beobachten. Werden die starken Rallys bei USD/JPY und EUR/JPY tatsächlich abgebrochen ? Das lässt sich nach dem einen sehr negativen Tag am Freitag noch nicht bewerten.

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12 Kommentare

  1. Die Beschreibung des US-Anleihenmarktes als „Achillessehne“ ist treffend. Die Abhängigkeit von ausländischen Investoren macht die USA anfällig für geopolitische Erpressung. Wie kann die FED diese Anfälligkeit reduzieren?

    • Eine Reduzierung der Staatsverschuldung wäre ein langfristiger Ansatz, aber politisch schwer umzusetzen. Kurzfristig könnte die Anreizstruktur für inländische Investitionen angepasst werden.

  2. Peter Schneider am

    Die Tatsache, dass die New York Fed „Rate Checks“ für USD/JPY durchgeführt hat, ist wirklich bemerkenswert, da die USA seit den 1990er Jahren Interventionen vermieden haben. Wie wahrscheinlich ist es, dass diese Aktion tatsächlich zu einem nachhaltigen Trendwechsel beim Yen führt?

  3. Die Vermutung, dass das US-Finanzministerium unter Scott Bessent mit Japan zusammengearbeitet hat, um den Yen zu stabilisieren, klingt plausibel. Welche konkreten Anreize hatte die US-Regierung, diese Maßnahme zu ergreifen, abgesehen vom Schutz vor steigenden Zinsen?

  4. Die Abhängigkeit Japans von US-Staatsanleihen und die daraus resultierende Gefahr steigender US-Zinsen, wenn der Yen zu schwach wird, ist ein kritischer Punkt. Welche alternativen Anlagestrategien könnte Japan verfolgen, um diese Abhängigkeit zu verringern?

  5. Es ist bemerkenswert, dass die Rate Checks als „erste Mal in diesem Jahrhundert“ bezeichnet werden. Was hat sich seit den 1990er Jahren geändert, das die USA nun zu Interventionen veranlasst, und warum hat man so lange darauf verzichtet?

  6. Es ist interessant, dass die Angst vor dem Wetten gegen die FED und die BoJ gleichzeitig so groß ist. Zeigt das ein tieferes Misstrauen in die Fähigkeit anderer Akteure, den Markt zu beeinflussen, oder ist es reine Vorsicht?

  7. Der U-Turn Trumps in Davos, möglicherweise aufgrund der Erkenntnis der Verwundbarkeit des US-Anleihenmarktes, ist eine faszinierende Interpretation. Gibt es andere Beobachtungen, die diese Hypothese stützen?

  8. Die Aussage der Deutschen Bank, dass Europa „Amerikas größter Kreditgeber“ ist und US-Anleihen im Wert von 8 Billionen Dollar hält, ist eine gewaltige Zahl. Wie realistisch ist das Szenario, dass Europa diese Anleihen tatsächlich abstößt, um politischen Druck auszuüben, wie in Bezug auf die Grönlandzölle angedeutet?

    • Die 8 Billionen Dollar sind eine enorme Summe, aber eine vollständige Veräußerung wäre ein wirtschaftliches Eigentor für Europa. Wahrscheinlicher ist eine graduellere Umschichtung.

  9. Die Aufwertung des Yen um über 1,7% am Freitag, nachdem die Rate Checks bekannt wurden, deutet auf eine starke psychologische Wirkung hin. Glaubt man, dass die tatsächlichen Volumina der Interventionen, sobald sie veröffentlicht werden, diese Reaktion rechtfertigen werden?

  10. Die Erwähnung des Traderstalk-Chats und der dortigen Community mit Profi-Tradern wie Oliver Baron und André Rain ist ein interessanter Einblick. Wie schnell verbreiten sich solche Informationen typischerweise innerhalb dieser Kreise, bevor sie die breite Öffentlichkeit erreichen?

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