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Fahrer von selbstfahrenden Autos sollen künftig weniger Versicherung zahlen. Das zumindest verspricht US-Versicherer Lemonade. Ein Pilotprojekt soll im Januar ausrollen.
Der New Yorker Versicherer Lemonade will billiger werden – zumindest für Autofahrer, die selbstfahrende Autos fahren. In einem Pilotprojekt mit dem US-Autobauer Tesla zeigt das Unternehmen, wie das im Detail aussieht. Auslöser für das alles ist der technologische Fortschritt.
Billigere Versicherung für Tesla-Fahrer – Lemonade belohnt autonomes Fahren
Am 21. Januar kündigte das digitale Versicherungsunternehmen Lemonade ein neues Produkt an, das für Fahrer autonom fahrender Autos drastische Abschläge vorsieht. Konkret zahlen Autofahrer bis zu 50 Prozent weniger für ihre Versicherung, wenn sie sogenannte „Full Self Driving“-Autos (FSD) von Tesla fahren. Neue Daten, die Tesla mit Lemonade geteilt habe, sollen ergeben haben, dass die Risiken für Autounfälle während der selbstfahrenden Phasen der Autos „signifikant“ niedriger gewesen seien.
Lemonade glaubt daran, dass das Risiko noch weiter sinkt, je mehr Updates Tesla für seine FSD-Software veröffentlicht. Im Laufe der Zeit sollen die Autos immer sicherer werden – und die Versicherungstarife somit immer billiger.
Tesla soll dabei lediglich der Anfang sein. „Traditionelle Versicherer behandeln Tesla wie jedes andere Auto, und künstliche Intelligenz wie jeden anderen Fahrer“, sagt Shai Wininger, Mitbegründer und Präsident von Lemonade, in einer Unternehmensmeldung dazu. „Aber ein Auto, das 360-Grad-Sicht hat, nie müde wird und innerhalb von Millisekunden reagiert, kann nicht mit einem Menschen verglichen werden.“
Weniger Risiko mit selbstfahrenden Autos – sagt Tesla
Dabei stellen sich zwei Fragen: Wie sicher sind vollautonom fahrende Autos wirklich und ist so etwas auch in Deutschland denkbar?
Tesla selbst ist voll von seinem FSD überzeugt. Selbstfahrende Autos haben siebenmal weniger leichte Kollisionen, siebenmal weniger schwere Kollisionen und fünfmal weniger Kollisionen abseits der Highways, teilt der Autohersteller auf seine Homepage mit. Eine Studie von US-Forschern für das Magazin „Nature Communications“ war zu einem ähnlichen Schluss gekommen: Autonome Fahrzeuge sollen in den meisten Situationen risikoärmer unterwegs sein als regulär von Menschen gesteuerte Autos.
Trotzdem bleiben Risiken, denn die Technologie dahinter ist noch vergleichsweise neu. Das heißt auch, dass es noch zu wenige belastbare Daten zum Unfallvorkommen bei FSDs gibt. Es gab bereits Unfälle mit FSD-Autos, bei denen die Technik versagt und der Fahrer zu sehr auf sie vertraut und im Auto geschlafen hat. Der ADAC sagte dazu, dass Autofahrer in Deutschland stets in der Lage sein müssen, das Steuer nach Aufforderung unverzüglich wieder zu übernehmen. Sie dürfen den Fahrersitz weder verlassen noch schlafen.
Lemonade-Tesla-Kooperation rollt Ende Januar aus
Wer ein Auto mit FSD-Funktion fährt, muss klar damit vertraut sein, welche Grenzen die Technik hat. Im besten Fall eliminiert die Technik den Faktor menschliche Flüchtigkeitsfehler und sorgt tatsächlich für sichereres Fahren.
Wie geht es mit Lemonade weiter? Das neue Produkt soll im US-Bundesstaat am 26. Januar ausrollen und einen Monat später in Oregon.
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24 Kommentare
Die Kooperation zwischen Lemonade und Tesla ist ein interessanter Schritt, um die Vorteile selbstfahrender Autos in der Versicherungsbranche zu nutzen.
Die Pilotphase mit Tesla ab dem 21. Januar wird zeigen, ob die Risikobewertung von Lemonade tatsächlich stimmt und ob sich die versprochenen Einsparungen realisieren lassen.
Wenn Lemonade wirklich davon ausgeht, dass das Risiko mit jedem FSD-Update sinkt, dann ist das ein dynamisches Versicherungsmodell, das sich an den tatsächlichen Sicherheitsfortschritten orientiert.
Ich finde es bemerkenswert, dass Lemonade traditionelle Versicherer kritisiert, weil sie KI nicht ausreichend berücksichtigen. Das könnte ein echter Wettbewerbsvorteil sein.
Ich frage mich, wie Lemonade die Haftungsfrage klärt, wenn ein Unfall durch einen Fehler in der FSD-Software verursacht wird. Liegt die Verantwortung dann beim Autobauer oder beim Versicherer?
Die Tatsache, dass es noch zu wenige belastbare Daten zum Unfallvorkommen bei FSDs gibt, macht die Einführung dieses neuen Versicherungsprodukts zu einem gewissen Risiko für Lemonade.
Ich bin skeptisch, ob die 50% Reduktion der Versicherungsprämie für alle Tesla-Fahrer mit FSD gilt oder ob es bestimmte Bedingungen und Einschränkungen gibt.
Die Ankündigung, dass Tesla nur der Anfang ist, deutet darauf hin, dass Lemonade plant, diese Art von Versicherungstarifen auch für andere Hersteller von selbstfahrenden Autos anzubieten.
Die Reduzierung von Unfällen auf Autobahnen um das Fünffache durch FSD, wie von Tesla angegeben, ist ein starkes Argument für die Sicherheit dieser Technologie.
Die Tatsache, dass traditionelle Versicherer Tesla wie jedes andere Auto behandeln, zeigt, dass sie möglicherweise hinterherhinken, wenn es darum geht, die Vorteile neuer Technologien zu nutzen.
Ich finde es gut, dass Lemonade versucht, ein gerechteres Versicherungsmodell zu schaffen, das die tatsächlichen Sicherheitsmerkmale von Fahrzeugen berücksichtigt.
Es ist wichtig, dass Fahrer von FSD-Autos sich der Grenzen der Technologie bewusst sind und nicht einfach schlafen oder den Fahrersitz verlassen, wie bereits in einigen Fällen passiert ist.
Lemonade argumentiert, dass selbstfahrende Autos aufgrund ihrer 360-Grad-Sicht und Reaktionsschnelligkeit sicherer sind als menschliche Fahrer – das ist ein interessanter Ansatz, der traditionelle Versicherungsmodelle in Frage stellt.
Es wäre hilfreich zu wissen, wie Lemonade die Daten von Tesla validiert und sicherstellt, dass sie zuverlässig und repräsentativ sind.
Die Aussage des Lemonade-Präsidenten, dass ein Auto mit 360-Grad-Sicht nicht mit einem Menschen verglichen werden kann, ist zwar logisch, aber die menschliche Intuition und Entscheidungsfindung spielen im Straßenverkehr auch eine Rolle.
Die Idee, dass Versicherungsprämien sinken, je sicherer selbstfahrende Autos werden, ist ein Anreiz für die Weiterentwicklung dieser Technologie und könnte die Akzeptanz erhöhen.
Die Abhängigkeit von Tesla-Updates zur weiteren Risikoreduktion ist ein interessanter Aspekt. Was passiert, wenn Tesla die Entwicklung von FSD verlangsamt oder einbricht?
Die Aussage, dass Tesla-Fahrer mit „Full Self Driving“ bis zu 50% weniger Versicherung zahlen könnten, klingt vielversprechend, aber ich frage mich, wie Lemonade das Risiko bei potenziellen Softwarefehlern bewertet, die zu Unfällen führen könnten.
Es ist gut zu hören, dass Tesla-Daten zeigen, dass es siebenmal weniger leichte Kollisionen mit FSD gibt, aber die Tatsache, dass es auch Unfälle gab, bei denen Fahrer zu viel Vertrauen in die Technologie hatten, ist besorgniserregend.
Ich bin neugierig, wie sich diese Entwicklung auf die Versicherungsbranche insgesamt auswirken wird und ob andere Versicherer ähnliche Modelle einführen werden.
Die Pilotphase ab Ende Januar wird entscheidend sein, um zu beurteilen, ob das Konzept von Lemonade tatsächlich funktioniert und ob es sich lohnt, es auf andere Fahrzeuge auszuweiten.
Die Studie in „Nature Communications“, die die geringeren Risiken autonomer Fahrzeuge bestätigt, stärkt die Argumentation von Lemonade, aber die begrenzte Datenmenge bei FSDs bleibt ein Problem.
Lemonade scheint hier eine Nische zu besetzen, indem sie sich auf die spezifischen Vorteile autonomer Fahrtechnologie konzentriert und diese in ihren Tarifen widerspiegelt.
Ich bin gespannt, ob und wann diese Art von Versicherungstarifen auch in Deutschland angeboten wird, besonders im Hinblick auf die strengen ADAC-Richtlinien zur Übernahme des Steuer.