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Im vierten Quartal erreichte der Raumfahrtanbieter mit 180 Mio. USD einen neuen Quartalsrekord, 36 % mehr als ein Jahr zuvor. Besonders auffällig ist die Profitabilität im operativen Geschäft: Die Bruttomarge lag im Schlussquartal bei 38 % nach GAAP und 44 % auf Non-GAAP-Basis. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand auf 1,85 Mrd. USD, ein Plus von 73 % gegenüber Ende 2024. Gründer und CEO Peter Beck sprach von „durchweg grünen Leuchten“ und machte die Leistung an einem Begriff fest: Ausführung.

Die Zahlen zeigen, wie stark Rocket Lab inzwischen auf zwei Säulen steht. Launch Services steuerten im vierten Quartal 75,9 Mio. USD bei, ein Plus von 85 % gegenüber dem Vorquartal, ausgelöst durch den Sprung von vier auf sieben Starts, darunter eine HASTE Mission. Space Systems brachte 103,8 Mio. USD ein, sequenziell ein Rückgang von 9,1 %, den CFO Adam Spice mit der typischen Programmnichtlinearität bei Umsatzrealisierung nach ASC 606 erklärte. Der Diversifikationseffekt wirkt dennoch: Wenn einzelne Produktlinien schwanken, stabilisiert die Kombination aus Startgeschäft, Satellitenplattformen und Komponenten den Gesamtkurs.

In der Kostenstruktur bleibt Neutron der zentrale Treiber. Die operativen Aufwendungen lagen im Schlussquartal mit 119,3 Mio. USD (GAAP) unter der eigenen Prognose. Dennoch kletterte der Mittelabfluss: Der operative Cashflow war mit minus 64,5 Mio. USD deutlich negativer als im Vorquartal, unter anderem wegen zeitlicher Effekte bei Steuerzahlungen im Zusammenhang mit Mitarbeiteraktienprogrammen. Rocket Lab setzt dabei bewusst auf Liquidität als strategische Waffe: Zum Quartalsende lagen rund 1,0 Mrd. USD an Cash und Wertpapieren in der Kasse. Dieses Polster wuchs vor allem durch 280,6 Mio. USD aus dem laufenden Aktienprogramm. Das Unternehmen gibt also neue Aktien aus und verwässert so bestehende Aktionäre.

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