Der kanadische Explorationskonzern Rocky Shore Gold Ltd. (CSE: RSG, OTCQB: RSGLF) hat nach Abschluss seines ersten Bohrprogramms auf dem Gold-Anchor-Projekt in Zentral-Neufundland die Entdeckung der Goldzone Lucky 13 bekannt gegeben. Parallel dazu begann das Unternehmen ein zweites Bohrprogramm auf einem neu interpretierten Zielhorizont beim Mosquito-Goldvorkommen. Die Mitteilung datiert vom 20. August 2026.
Grundlage der Meldung ist die erste Bohrkampagne auf dem sogenannten Lane Pond Gold Target, das sich über eine Länge von rund elf Kilometern erstreckt. Insgesamt wurden dort 25 Bohrlöcher mit zusammen 8.086 Metern niedergebracht, von denen bislang 15 Löcher mit Analyseergebnissen vorliegen. Sieben Bohrungen lieferten laut Unternehmensangaben keine nennenswerten Gehalte, für zehn weitere stehen die Laborergebnisse noch aus. Ein Bohrloch musste wegen Nachfalls im Gestein aufgegeben werden und erreichte das geplante Ziel nicht.
Bester Abschnitt in Bohrung LP-26-13
Das nach Firmenangaben markanteste Einzelergebnis stammt aus Bohrloch LP-26-13. Dort wurden 15,02 Meter mit 2,04 Gramm Gold je Tonne ab 275,98 Metern Tiefe durchteuft, darunter ein Teilabschnitt von 5,00 Metern mit 3,85 g/t und ein Meterintervall mit 5,70 g/t. Die Gramm-pro-Tonne-Angabe beschreibt den Goldgehalt im Gestein; die Längenangaben entsprechen nach Unternehmensangaben näherungsweise der wahren Mächtigkeit.
Weitere gemeldete Abschnitte liegen deutlich darunter. So ergab Bohrung LP-26-07 über 17,02 Meter einen Gehalt von 0,65 g/t, LP-26-19 über 14,40 Meter 0,59 g/t und LP-26-02 über 8,11 Meter 0,84 g/t. Insgesamt bewegen sich die mineralisierten Kernlängen zwischen 6,38 und 17,02 Metern. Die Vererzung wurde über eine Streichlänge von rund 1.800 Metern und eine Teufenerstreckung von über 500 Metern nachgewiesen und ist nach Darstellung des Unternehmens in alle Richtungen offen. In größerer Tiefe beobachteten die Geologen eine stärkere Verkieselung, ausgeprägtere Quarzstockwerke und höhere Goldgehalte.
Lane Pond liegt im Appleton Fault Corridor, einer Störungszone, die sich nach der aktuellen geologischen Interpretation des Unternehmens über mehr als 60 Kilometer durch das Gold-Anchor-Projekt zieht.
Neue Zielzone bei Mosquito
Der zweite Teil der Meldung betrifft das Mosquito-Goldvorkommen. Dort wertete Rocky Shore historische geophysikalische Daten mit modernen dreidimensionalen Widerstandsinversionen neu aus. Das Ergebnis: mehr als 60 Prozent des interpretierten intrusiven Footprints liegen außerhalb der bislang bebohrten Vorkommensgrenzen, also außerhalb jenes Bereichs, der der bestehenden Mineralressourcenschätzung zugrunde liegt.
Aus der Neuinterpretation leitete das Unternehmen den sogenannten Mosquito Target Horizon ab – eine Zone mit starkem Widerstandsgradienten entlang des östlichen Kontakts, die sich nach Süden über mehr als 600 Meter über die bisherigen Grenzen des Vorkommens hinaus fortsetzt. Historische Bohrabschnitte mit höheren Gehalten fallen laut Rocky Shore räumlich mit diesem östlichen Kontakt zusammen. Um die Bedeutung dieser Struktur zu prüfen, hat das Unternehmen ein vollständig finanziertes Bohrprogramm über 5.000 Meter begonnen.
„Unsere erste Kampagne bei Lane Pond hat gezeigt, dass wir ein weitflächiges, fertiles orogenes Hydrothermalsystem vor uns haben, das weitere Golddiscoveries wie Lucky 13 hervorbringen kann“, erklärte Ken Lapierre, Präsident und CEO von Rocky Shore Gold.
Lapierre zufolge wird das Projekt nun auf zwei Schienen vorangetrieben: neue Entdeckungen bei Lane Pond einerseits, die Ausweitung der bekannten Ressourcen bei Mosquito andererseits.
Weiteres Vorgehen und Rahmendaten
Für Lane Pond kündigte das Unternehmen an, die noch ausstehenden Analysen nach Eingang zu veröffentlichen, um Geometrie und Ausdehnung der Zone Lucky 13 genauer einzugrenzen. Die Bohrungen bei Mosquito sollen die wirtschaftliche Relevanz des neuen Zielhorizonts sowie den weiteren intrusiven Bereich prüfen.
Die Proben werden nach Unternehmensangaben bei Eastern Analytical Ltd. in Springdale, Neufundland, analysiert, einem nach ISO 17025 zertifizierten und von Rocky Shore unabhängigen Labor. Je 18 Proben werden eine Blindprobe und ein zertifiziertes Referenzmaterial eingeschleust. Die Goldbestimmung erfolgt über Brandprobe mit anschließender Atomabsorptionsspektrometrie. Verantwortlicher Qualified Person nach dem kanadischen Standard NI 43-101 ist CEO Ken Lapierre.
Das zu 100 Prozent gehaltene Gold-Anchor-Projekt umfasst nach Firmenangaben mehr als 1.200 Quadratkilometer und ist damit die zweitgrößte Liegenschaft im zentralneufundländischen Goldgürtel. Neben den Vorkommen Mosquito und Reid, die mit der Dog-Bay-Line-Störung verbunden sind, zählt nun auch Lucky 13 zu den Zielen. Für 2025 erhielt das Unternehmen 150.000 Dollar aus dem Junior Exploration Assistance Programm der Regierung von Neufundland und Labrador; die Förderung für 2026 wurde bewilligt.
An der Frankfurter Börse wurde die Aktie am 20. August 2026 um 08:05 Uhr mit 0,078 Euro und einem Plus von 13,04 Prozent notiert.
Quelle: FinanzNachrichten.de: News
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

