Listen to the article
Kernaussagen
🌐 Translate Article
📖 Read Along
💬 AI Assistant
Das Papier verlor nach Handelsbeginn 1,8 Prozent auf 45,68 Euro. In den vergangenen Tagen hatte der Kurs mit einem guten Lauf eine Schwäche vom Ende der Vorwoche ausgebügelt. Analyst Chetan Udeshi von der US-Großbank JPMorgan geht von weiteren materiellen Einschnitten bei den Marktschätzungen für BASF aus.
boerse.de-Aktien-Ausblick:
Wie es an den Börsen jetzt weitergeht!
Hier gratis anfordern …
Der Konzern hat im abgelaufenen Jahr nämlich weniger verdient als von ihm selbst und von Experten erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen habe 2025 bei 6,6 Milliarden Euro gelegen, hieß es vom Unternehmen. Die von BASF prognostizierte Bandbreite lag bei 6,7 bis 7,1 Milliarden. Zuletzt hatte der Konzern noch ein Ergebnis am unteren Ende der Spanne in Aussicht gestellt. Experten waren von 6,7 Milliarden ausgegangen. 2024 hatte der operative Gewinn noch bei 7,2 Milliarden gelegen. Den Rückgang begründete BASF mit niedrigeren Margen und negativen Währungseffekten.
Der Umsatz sank 2025 von 61,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf 59,7 Milliarden. Dies lag in etwa im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn voraussichtlich von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro. Zwar hatte BASF höhere Umbaukosten als ein Jahr zuvor zu schultern. Dafür gab es aber einen deutlich höheren Ergebnisbeitrag der Beteiligung am Ölkonzern Wintershall Dea und einen Sonderertrag aus dem Verkauf des Bautenanstrichmittelgeschäfts an den US-Konzern Sherwin-Williams .
Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) lag bei 1,3 Milliarden Euro und damit über dem Vorjahreswert von 700 Millionen sowie den Konzern- und Expertenerwartungen. Im Vergleich zum Vorjahr sei der freie Mittelzufluss durch niedrigere Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gestützt worden.
Ende Oktober hatte Konzernchef Markus Kamieth eine massive Drosselung der Investitionen angekündigt. Betroffen war auch der Wachstumsmarkt China. Die Investitionen in den neuen Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang würden bei 8,7 Milliarden Euro liegen, hieß es. Das sind 1,3 Milliarden weniger als ursprünglich kalkuliert./men/he/jsl/jha/
Quelle: dpa-AFX
Den vollständigen Artikel hier lesen


17 Kommentare
Der Anstieg des Gewinns pro Aktie von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro klingt positiv, aber wird das die Enttäuschung über den geringeren EBITDA-Wert wirklich ausgleichen können?
Ich frage mich, ob die leichte Steigerung der verkauften Mengen wirklich ein Erfolg ist, wenn gleichzeitig die Verkaufspreise sinken. Das deutet auf einen zunehmenden Wettbewerbsdruck hin.
Der Kursverlust von 1,8 Prozent auf 45,68 Euro ist verständlich, aber könnte sich die Situation noch weiter verschärfen, wenn die Analysten ihre Prognosen tatsächlich nach unten korrigieren?
Die Reduzierung der Investitionen in Zhanjiang um 1,3 Milliarden Euro auf 8,7 Milliarden Euro deutet auf eine vorsichtigere Strategie in China hin. Ist das eine Reaktion auf die dortige Konjunkturabschwächung?
Die negativen Währungseffekte, die BASF belasten, sind ein globales Problem. Wie stark sind diese Effekte im Vergleich zu den niedrigeren Verkaufspreisen?
Die Ankündigung von Markus Kamieth, die Investitionen massiv zu drosseln, zeigt, dass BASF die aktuelle Situation sehr ernst nimmt. Welche konkreten Projekte sind davon betroffen?
Es ist interessant zu sehen, wie BASF versucht, durch den Verkauf von Geschäftsbereichen und Beteiligungen kurzfristige Gewinne zu erzielen. Ist das ein Zeichen für strategische Flexibilität oder eher für finanzielle Engpässe?
Die Tatsache, dass JPMorgan weitere Einschnitte bei den Marktschätzungen erwartet, ist kein gutes Zeichen. Haben sie spezifische Gründe dafür genannt, die über den Gewinnrückgang hinausgehen?
Mich wundert, dass der Umsatzrückgang auf 59,7 Milliarden Euro als ‚in etwa im Rahmen der Erwartungen‘ bezeichnet wird, obwohl das immer noch ein Minus von 1,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr ist. Ist das wirklich unbedeutend?
Ich bin etwas skeptisch, ob die Drosselung der Investitionen tatsächlich ausreicht, um die Margen zu stabilisieren, insbesondere wenn die Verkaufspreise weiterhin unter Druck stehen.
Die Erhöhung des Gewinns pro Aktie trotz des operativen Rückgangs ist ein interessanter Punkt. Könnte das auf eine effizientere Kapitalstruktur hindeuten?
Das ist eine gute Frage. Es könnte auch an Aktienrückkäufen liegen, die den Gewinn pro Aktie künstlich erhöhen.
Der Rückgang des operativen Gewinns auf 6,6 Milliarden Euro im Jahr 2025, verglichen mit den erwarteten 6,7 bis 7,1 Milliarden, ist doch deutlicher als erwartet, oder? Das könnte die Aktie noch stärker belasten.
Ich bin gespannt, wie BASF langfristig mit dem sinkenden Umsatz und dem geringeren Gewinn umgehen wird. Werden sie neue Wachstumsmärkte erschließen oder sich auf Kosteneinsparungen konzentrieren?
Der Vergleich des EBITDA von 2024 (7,2 Milliarden Euro) mit dem von 2025 (6,6 Milliarden Euro) macht den Rückgang sehr deutlich. Das ist ein signifikanter Unterschied.
Ein freier Mittelzufluss von 1,3 Milliarden Euro ist zwar besser als im Vorjahr, aber reicht das wirklich aus, um die angekündigten Umbaukosten und die reduzierten Investitionen zu finanzieren?
Der höhere Ergebnisbeitrag von Wintershall Dea und der Sonderertrag aus dem Verkauf des Bautenanstrichmittelgeschäfts an Sherwin-Williams scheinen den negativen Trend etwas abzumildern. Wie nachhaltig sind diese Effekte?