Listen to the article
Kernaussagen
🌐 Translate Article
📖 Read Along
💬 AI Assistant
In enger Abstimmung mit den zuständigen deutschen Behörden würden bestimmte Chargen zurückgerufen, die in Deutschland verkauft worden seien, teilte der Konzern in Frankfurt mit. „Die Sicherheit und das Wohlbefinden von Säuglingen haben für uns absolute Priorität.“ Kritik kam unterdessen von der Verbraucherorganisation Foodwatch, die volle Transparenz forderte.
boerse.de-Aktien-Ausblick:
Wie es an den Börsen jetzt weitergeht!
Hier gratis anfordern …
Cereulid kann zu Durchfall und Erbrechen führen
Welche Auswirkungen sind möglich? „Cereulid kann innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden Erbrechen, Durchfall und ungewöhnliche Müdigkeit auslösen“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Zeige das Kind keine dieser Symptome, bestehe kein Grund zur Sorge hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen.
„Es ist uns wichtig zu betonen, dass bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr der betroffenen Produkte bestätigt worden sind“, hieß es in einer Mitteilung.
Eltern sollen betroffene Produkte nicht verwenden
Und: „Eltern, die eines oder mehrere der betroffenen Produkte mit den entsprechenden Chargennummern/Mindesthaltbarkeitsdaten gekauft haben, werden gebeten, ihre Kinder hiermit nicht mehr zu füttern, sondern die Produkte dort zurückzugeben, wo diese gekauft wurden.“ Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.
Sollten Eltern Bedenken hinsichtlich der Gesundheit ihres Kindes haben, wird ihnen geraten, mit einem Kinderarzt zu sprechen.
„Wir verstehen, dass diese Nachricht bei Eltern Besorgnis auslösen kann“, erklärte der Konzern. So wolle man klare und transparente Informationen sowie Unterstützung anbieten.
Bei Fragen stehe der Nestlé Verbraucherservice zur Verfügung. Dieser sei unter der Telefonnummer +49 (0) 800 2344 944 erreichbar – montags bis samstags von 8.00 bis 20.00 Uhr sowie sonntags von 8.00 bis 18.00 Uhr.
Foodwatch fordert mehr Transparenz
Die Verbraucherorganisation Foodwatch zeigte sich hingegen nicht zufrieden. Sie forderte den Konzern und die zuständige Lebensmittelbehörde auf, alle Informationen zu veröffentlichen. Es seien noch viele Fragen offen, hieß es. Zum Beispiel, seit wann Nestlé und die Behörden von dem Problem wussten, und welche Maßnahmen ergriffen wurden.
„Nestlé behauptet, dass bisher keine Symptome oder Erkrankungen aufgetreten sind, dabei ist das zum jetzigen Zeitpunkt nicht überprüfbar – denn der Rückruf kam erst heute Vormittag“, sagte Alina Nitsche von foodwatch.
Um mehr Details zu dem aktuellen Fall zu erhalten, hat die Verbraucherorganisation nach eigenen Angaben einen Fragenkatalog sowohl an Nestlé als auch an die zuständigen Behörden in Hessen geschickt.
Foodwatch forderte zudem erneut eine Reform des Unternehmensstrafrechts. Bei schwerwiegenden Verstößen müsse es Sanktionen und Geldstrafen für Unternehmen geben, die wirklich finanziell abschrecken. Bisher kämen Lebensmittelfirmen allzu oft ungestraft oder mit geringfügigen Verwarnungen und relativ kleinen Geldstrafen davon./jto/DP/jha
Quelle: dpa-AFX
Den vollständigen Artikel hier lesen


19 Kommentare
Es ist gut zu wissen, dass man den Kaufpreis ohne Kassenbon zurückerhält. Das nimmt zumindest einen Teil des Stresses bei den Eltern.
Die Information, dass Cereulid Erbrechen, Durchfall und Müdigkeit auslösen kann, ist beängstigend, besonders wenn man bedenkt, dass es sich um Babynahrung handelt. Ich hoffe, die betroffenen Chargen werden schnellstmöglich aus dem Handel genommen.
Die Information, dass Cereulid durch das Bakterium Bacillus cereus entsteht, ist hilfreich, um die Ursache des Problems besser zu verstehen. Aber wie konnte dieses Bakterium in die Babynahrung gelangen?
Foodwatch’s Forderung nach Transparenz ist absolut nachvollziehbar. Es ist wichtig zu wissen, seit wann Nestlé von dem Problem wusste und welche Schritte unternommen wurden, um die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten.
Ich frage mich, ob die zuständigen deutschen Behörden schnell genug reagiert haben, nachdem Nestlé das Problem entdeckt hat. Eine zeitnahe Reaktion ist bei Babynahrung besonders wichtig.
Ich finde es gut, dass Nestlé klar und transparent informieren möchte, aber ich erwarte, dass sie auch die Ursache der Kontamination offenlegen und Maßnahmen zur Verbesserung der Qualitätssicherung ergreifen.
Die Tatsache, dass der Nestlé Verbraucherservice auch am Wochenende erreichbar ist, ist ein positiver Aspekt. Eltern haben dann die Möglichkeit, ihre Fragen und Bedenken direkt zu klären.
Es ist beruhigend zu lesen, dass der Kaufpreis auch ohne Kassenbon erstattet wird, das zeigt zumindest ein gewisses Maß an Kundenorientierung in dieser schwierigen Situation. Dennoch hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, welche genauen Chargen betroffen sind.
Die Tatsache, dass das Toxin Cereulid möglicherweise in der Babynahrung vorhanden ist, ist sehr beunruhigend, da es ja innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Wie umfassend waren die Kontrollen bei dem Zulieferer, bevor dieses Problem entdeckt wurde?
Ich finde es gut, dass Nestlé vorsorglich handelt und die Produkte zurückruft, aber die Aussage, dass bisher keine Erkrankungen bekannt sind, klingt angesichts des Rückrufs etwas unglaubwürdig. Wie kann man das so sicher sagen, wenn die Auswirkungen ja erst Stunden nach dem Verzehr auftreten?
Es ist gut, dass Nestlé die Sicherheit und das Wohlbefinden von Säuglingen als absolute Priorität nennt, aber Taten sagen mehr als Worte. Ich hoffe, der Rückruf wird gründlich durchgeführt und zukünftige Probleme vermieden.
Die Angabe der Erreichbarkeit des Verbraucherservice von 8:00 bis 20:00 Uhr an Werktagen und 8:00 bis 18:00 Uhr am Sonntag ist sehr hilfreich für betroffene Eltern. Das ist ein guter Service.
Es ist wichtig, dass Eltern bei Bedenken einen Kinderarzt konsultieren. Die Symptome von Cereulid-Vergiftung können auch auf andere Ursachen hindeuten, daher ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
Die Erwähnung von „Beba“ und „Alfamino“ als betroffene Marken ist wichtig, damit Eltern schnell überprüfen können, ob sie diese Produkte gekauft haben. Ich hoffe, die Rückrufaktion wird gut kommuniziert, damit möglichst viele betroffen sind.
Ich finde es gut, dass Nestlé betont, dass bislang keine Erkrankungen bestätigt wurden, aber das beruhigt mich nicht vollständig. Es ist möglich, dass Symptome noch nicht erkannt oder gemeldet wurden.
Die Tatsache, dass Foodwatch die Überprüfbarkeit der Aussage über fehlende Symptome anzweifelt, ist berechtigt. Ein Rückruf deutet immer auf ein potenzielles Risiko hin.
Die schnelle Reaktion von Nestlé auf das Problem ist positiv, aber es stellt sich die Frage, wie solche Kontaminationen in Zukunft verhindert werden können. Sind die Kontrollmechanismen ausreichend?
Ich bin besorgt darüber, dass die betroffenen Produkte in verschiedenen Formen verkauft wurden – Pulver, Flüssigkeiten, Dosen, Schachteln und Flaschen. Das macht die Rückrufaktion umso komplizierter.
Ich bin froh, dass der Rückruf in enger Abstimmung mit den deutschen Behörden erfolgt. Das zeigt, dass die Sicherheit der Produkte ernst genommen wird.