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WARSCHAU (dpa-AFX) – Polen reagiert auf die steigenden Ölpreise und senkt die Steuerabgaben auf Benzin und Diesel. Außerdem soll künftig ein maximaler Kraftstoff-Einzelhandelspreis gelten, der täglich von der Regierung festgelegt wird. Präsident Karol Nawrocki unterzeichnete am Abend zwei entsprechende Gesetzesnovellen der Mitte-Links-Regierung von Donald Tusk, die zuvor vom Parlament gebilligt worden waren. Dies teilte Nawrockis Sprecher auf X mit.

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Quelle: – pixabay.com:

Die Gesetze sehen eine Senkung der Mehrwertsteuer für Treibstoffe von bislang 23 Prozent auf 8 Prozent vor. Außerdem erhält der Energieminister die Möglichkeit, bis Ende Juni die Höhe der Energiesteuer auf Treibstoff zu reduzieren. Die Regierung hat bereits eine Senkung auf das nach EU-Recht zulässige Minimum von umgerechnet knapp sieben Cent pro Liter Benzin und Diesel angekündigt.

Preissenkung schon vor Ostern geplant

Überdies soll künftig ein maximaler Kraftstoff-Einzelhandelspreis gelten, der täglich vom Energieminister auf der Grundlage der durchschnittlichen Großhandelspreise und der Betriebskosten der größten Lieferanten festgelegt wird. Verstöße können mit Geldbußen von umgerechnet bis zu 230.000 Euro geahnt werden.

Regierungschef Donald Tusk sagte, er rechne eher mit einer Eskalation der Situation im Nahen Osten als mit einer Beruhigung. Daher gehe man auch nicht davon aus, dass sich die Lage auf dem Treibstoffmarkt bald verbessere.

Die niedrigeren Treibstoffpreise sollen nach Plänen der Regierung bereits vor Karfreitag greifen. Man habe das Spritpreispaket schnell verabschiedet, da mit den Ostertagen auch höhere Reiseaktivität bevorstehe, was für viele Familien höhere Kosten bedeute, sagte Tusk.

Polens Regierung will ein Auge auf Tanktourismus haben

In Polen ist Treibstoff grundsätzlich sehr viel billiger als in Deutschland. Dies hatte kurz nach Beginn des Kriegs im Nahen Osten für erheblichen Tanktourismus in den Grenzregionen gesorgt. Doch auch in Deutschlands Nachbarland sind die Preise in den letzten Wochen sehr stark gestiegen. Dies geht aus den Daten der EU-Kommission hervor, die einmal pro Woche Durchschnittspreise für die Länder veröffentlicht.

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