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wird nach einem schwachen Auftakt seine Jahresziele voraussichtlich nicht erreichen. Diese sollen nun überprüft werden, da das Resultat der ersten drei Monate deutlich unter dem Vorjahr liege, teilte das Jenaer Unternehmen am Donnerstag überraschend mit. An der Börse reagierten die Anleger geschockt, die Aktie brach auf die Nachrichten ein.

Vor allem der chinesische Markt macht dem Konzern weiter zu schaffen. Der Vorstand wolle „schnellstmöglich“ ein präzisiertes Jahresziel vorstellen, spätestens aber im Rahmen der Halbjahresergebnisse am 12. Mai, hieß es weiter. Zudem solle es ein Update zu Umbau- und Sparmaßnahmen geben.

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Das im Mittelwerteindex MDax notierte Papier verlor zeitweise mehr als 14 Prozent und erreichte nahe der 30-Euro-Marke das niedrigste Niveau seit Juni 2016. Nach einem Rekordhoch in der Coronapandemie bei 202 Euro im September 2021 war die Aktie bisher stetig in einem Abwärtstrend gefangen, belastet etwa durch eine schwächelnde Ergebnisentwicklung, Probleme in China und Managementwechsel.

Die Gewinnwarnung signalisiere sinkende Konsensprognosen, wobei das Ausmaß unklar sei, schrieb Jack Reynolds-Clark von der kanadischen Bank RBC in einer ersten Reaktion. Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan gab bereits eine konkretere Einschätzung ab: Angesichts des unerwartet schwachen ersten Quartals müssten die Schätzungen für das operative Jahresergebnis nun um rund zehn Prozent sinken, glaubt er.

Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) sank vorläufigen Berechnungen des Unternehmens zufolge der Umsatz auf 467 Millionen Euro, nach 490 Millionen ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) sackte von 35 auf 8 Millionen Euro.

Für die verhaltene Entwicklung machte der Hersteller von Intraokularlinsen, Operationsmikroskopen und Diagnosegeräten für die Augenheilkunde erhebliche negative Währungseffekte verantwortlich. Obendrein sei das Vorquartal durch außergewöhnlich starke Auslieferungen von Geräten geprägt gewesen.

Belastend hinzu kamen den Angaben zufolge Umsatzeinbußen bei einer bifokalen Intraokularlinse in China und zeitliche Verschiebungen der Nachfrage nach refraktiven Augenbehandlungen rund um das chinesische Neujahrsfest. Auch verwies der Konzern auf ein zunehmend schwächeres Investitionsumfeld in der Region Americas aufgrund zunehmender geopolitischer Unsicherheiten. Den endgültigen Quartalsbericht will das Unternehmen am 12. Februar präsentieren.

Für das Gesamtjahr 2025/26 hatte das Management zuletzt im Dezember einen Umsatzanstieg auf Basis damaliger Wechselkurse im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert – entsprechend einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro. Auch die operativen Kennziffern Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) und Ebita sollten weiter ansteigen: Für die Ebita-Marge waren 12,5 Prozent eingeplant, nach 11,6 Prozent ein Jahr zuvor. Im Auftaktquartal lag der Wert rechnerisch aber gerade einmal bei 1,7 Prozent.

China gilt mit rund einem Viertel des Gesamtumsatzes als einer der wichtigsten Märkte für Zeiss Meditec, doch die Probleme dort bestehen schon länger. Peking hat für wichtige Gesundheitsbereiche ein volumenbasiertes Beschaffungssystem eingeführt, wodurch es zu zunehmendem Preisdruck im Markt kommt. Das hat auch deutliche Auswirkungen auf das ostdeutsche MDax-Unternehmen. Auch bei der letzten Zahlenvorlage im Dezember hatte das Management auf verschärfte Bedingungen in China und in den USA hingewiesen. In der Volksrepublik werde die Zulassung neuer Produkte durch staatliche Vorgaben immer schwieriger, hatte etwa Finanzvorstand Justus Felix Wehmer seinerzeit erklärt.

Mit Blick auf die Überprüfung der Prognose erläuterte der Konzern nun, dass noch einige wichtige Ergebnisse aus China fehlten, etwa bei einer neu zugelassenen Linse. Zudem sei unter anderem noch nicht klar, wie der Konzern bei dem landesweiten Tenderverfahren abgeschnitten habe.

Die Probleme treffen Carl Zeiss Meditec ausgerechnet in einer Zeit des personellen Übergangs: Seit Jahresbeginn hat Aufsichtsratschef Andreas Pecher übergangsweise die Führung übernommen, nachdem der bisherige Vorstandschef Maximilian Foerst nach nur wenigen Monaten im Amt ausgeschieden war. Der Manager hatte einen Verstoß gegen den internen Verhaltenskodex der Zeiss-Gruppe eingeräumt. Foerst hatte den Chefposten erst im Juni 2025 übernommen, nachdem sein Vorgänger Markus Weber das Unternehmen überraschend verlassen hat./tav/err/jha/

Quelle: dpa-AFX

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25 Kommentare

  1. Die Analysten von JPMorgan gehen von einem Rückgang des operativen Jahresergebnisses um etwa 10 Prozent aus. Ist das ein realistischer Wert, oder könnte der Rückgang noch größer ausfallen?

  2. Die geplante Ebita-Marge von 12,5 Prozent war ehrgeizt, aber jetzt scheint sie unerreichbar. Wie realistisch ist diese Zielsetzung noch?

  3. Die Erwähnung von ‚erheblichen negativen Währungseffekten‘ klingt nach einem großen Problem. Könnte das Unternehmen diese Risiken nicht besser absichern?

  4. Karl X. Fischer am

    Ein Rückgang des Ebita von 35 Millionen auf 8 Millionen ist ein Schock. Das Unternehmen muss dringend die Kosten kontrollieren und die Effizienz steigern.

  5. Die Kombination aus Währungseffekten, Problemen in China und geopolitischen Unsicherheiten ist eine ungünstige Ausgangslage. Wie will das Unternehmen diese Herausforderungen meistern?

  6. Die Entwicklung in China ist besorgniserregend. Das Unternehmen sollte prüfen, ob es alternative Märkte erschließen kann, um die Abhängigkeit zu verringern.

  7. Die Prognose von rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz für 2025/26 scheint angesichts der aktuellen Entwicklung sehr optimistisch. Eine Überprüfung der Ziele ist absolut notwendig.

  8. Der Rückgang des Umsatzes auf 467 Millionen Euro ist enttäuschend. Ich hoffe, das Unternehmen kann schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

  9. Hans K. Müller am

    Ich frage mich, ob der Managementwechsel ebenfalls eine Rolle bei der aktuellen Schwäche spielt. Neue Führungskräfte brauchen Zeit, um sich einzuarbeiten und eine klare Strategie zu entwickeln.

  10. Die geopolitischen Unsicherheiten in der Region Americas, die zu einem schwächeren Investitionsumfeld führen, sind besorgniserregend. Wie diversifiziert ist das Unternehmen in anderen Regionen?

  11. Ich bin überrascht, dass die Gewinnwarnung erst jetzt veröffentlicht wurde. Hatte das Unternehmen keine früheren Anzeichen für die schwache Entwicklung erkannt?

  12. Lukas Z. Becker am

    Die zeitlichen Verschiebungen der Nachfrage nach refraktiven Augenbehandlungen rund um das chinesische Neujahrsfest sind verständlich, aber wie erklärt das Unternehmen den Großteil des Umsatzrückgangs?

  13. Der Vergleich des Umsatzes von 490 Millionen Euro im Vorjahr zu 467 Millionen Euro im aktuellen Quartal zeigt einen klaren Rückgang. Welche Produkte oder Dienstleistungen sind besonders betroffen?

  14. Die Probleme in China, insbesondere bei der bifokalen Intraokularlinse, scheinen ein wiederkehrendes Thema zu sein. Gibt es eine Strategie, um die Abhängigkeit von diesem Markt zu verringern?

  15. Ein Ebita-Rückgang von 35 Millionen Euro auf 8 Millionen Euro im ersten Quartal ist ein deutliches Warnsignal. Welche konkreten Maßnahmen plant der Vorstand, um diese Entwicklung zu stoppen?

  16. Die Aktie hat seit dem Hoch im September 2021 kontinuierlich an Wert verloren. Ist das ein Zeichen für strukturelle Probleme im Unternehmen?

  17. Die Prognose für ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich wirkt angesichts der aktuellen Zahlen wie ein Wunschdenken. Der Markt erwartet wahrscheinlich eine deutliche Korrektur.

  18. Die Tatsache, dass das Unternehmen den endgültigen Quartalsbericht erst am 12. Februar vorlegen will, deutet darauf hin, dass die Situation noch unübersichtlich ist. Ich hoffe auf transparente Informationen.

  19. Der Einbruch der Aktie um über 14 Prozent auf knapp 30 Euro ist dramatisch, besonders wenn man bedenkt, dass sie im September 2021 noch bei 202 Euro stand. Wie nachhaltig ist dieser Abwärtstrend wirklich?

  20. Die Abhängigkeit von starken Auslieferungen im Vorquartal ist riskant. Wie plant Carl Zeiss Meditec, ein stabileres Umsatzwachstum zu erzielen?

  21. Ich bin gespannt, ob die Umbau- und Sparmaßnahmen tatsächlich greifen werden. Oftmals sind solche Ankündigungen wenig konkret und bringen nur kurzfristige Erleichterung.

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