Listen to the article
Kernaussagen
🌐 Translate Article
📖 Read Along
💬 AI Assistant
CARACAS (dpa-AFX) – Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde.
Rodríguez, die laut Verfassung bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen soll, nannte Maduro den „einzigen Präsidenten“ von Venezuela und den US-Angriff einen „schrecklichen Fleck“ in den bilateralen Beziehungen. „Wir werden nie wieder Sklaven sein“, sagte sie und bezeichnete den Angriff einen Verstoß gegen die UN-Charta.
US-Präsident Trump: Führen Gespräche mit der Vizepräsidentin
Laut US-Präsident Donald Trump will die US-Regierung nach der Entmachtung von Venezuelas Staatschef mit der Vizepräsidentin Rodríguez zusammenarbeiten. „Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach“, hatte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida gesagt.
In der Nacht zum Samstag hatten die USA bei einem militärischen Angriff Maduro sowie seine Frau Cilia Flores gefangen genommen und außer Landes gebracht. Sie sollen in New York vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“. Laut Trump befinden sich beide auf dem Kriegsschiff „Iwo Jima“ auf dem Weg nach New York./aso/DP/he
Den vollständigen Artikel hier lesen


16 Kommentare
Die US-Regierung scheint mit der Festnahme Maduros und der Bereitschaft zur Kooperation von Rodríguez eine neue Strategie zu verfolgen, aber die langfristigen Folgen sind unvorhersehbar.
Absolut! Die schnelle Abwicklung und die Kommunikation Trumps wecken den Eindruck einer geplanten Operation, bei der die mögliche Zusammenarbeit der Vizepräsidentin von vornherein einkalkuliert wurde.
Der Vorwurf des „Drogenterrorismus“ gegen Maduro und seine Frau erscheint extrem schwerwiegend; welche konkreten Beweise werden den Angaben zufolge in New York vorgelegt?
Die Formulierung „Entmachtung“ in Bezug auf Maduro ist problematisch, da dies impliziert, dass die USA das Recht haben, die Staatsführung eines souveränen Landes zu bestimmen.
Die Tatsache, dass die Sitzung des Verteidigungsrates live im Fernsehen übertragen wurde, lässt vermuten, dass Rodríguez eine klare Botschaft an die Bevölkerung und die internationale Gemeinschaft senden wollte.
Es ist interessant, dass Trump von „Venezuela wieder groß zu machen“ spricht, als ob es sich um ein Projekt handelt, das von außen gesteuert werden kann. Wie realistisch ist dieser Ansatz?
Die Aussage, dass die USA Maduro und seine Frau „gefangen genommen und außer Landes gebracht“ haben, wirft ernsthafte Fragen nach dem Völkerrecht auf – war dies ein legaler Akt?
Wenn Rodríguez tatsächlich die Regierungsgeschäfte übernehmen soll, bis Neuwahlen stattfinden, welche konkreten Schritte plant sie, um die politische und wirtschaftliche Krise in Venezuela anzugehen?
Die Ankündigung, Maduro und Flores auf der „Iwo Jima“ nach New York zu transportieren, deutet auf eine schnelle und möglicherweise voreilige Rechtsprechung hin. Ist ein fairer Prozess unter diesen Bedingungen gewährleistet?
Die Behauptung Trumps, Rodríguez sei „im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten“, klingt sehr einseitig und bedürfte einer unabhängigen Bestätigung – was genau wurde in diesem Gespräch besprochen?
Ich frage mich, wie die venezolanische Bevölkerung auf die Festnahme ihres Präsidenten reagiert, insbesondere angesichts von Rodríguez‘ Appell, „nie wieder Sklaven zu sein“. Gibt es bereits Berichte über Proteste oder Unruhen?
Rodríguez‘ Bezeichnung des US-Angriffs als „schrecklichen Fleck“ in den bilateralen Beziehungen ist eine diplomatisch zurückhaltende Formulierung angesichts der Schwere des Eingriffs.
Angesichts des Vorwurfs des ‚Drogenterrorismus‘ stellt sich die Frage der Beweislage und der politischen Motivation hinter dieser Anklage. Ist dies ein Vorwand für eine Intervention?
Das ist ein sehr wichtiger Punkt! Die Anklage wirkt plötzlich und bedarf einer transparenten und nachvollziehbaren Begründung, um nicht als politisch motiviert zu erscheinen.
Es ist bemerkenswert, dass Rodríguez sich selbst als designierte Nachfolgerin Maduros positioniert, da die Verfassung dies vorsieht, aber die Umstände seiner „Entmachtung“ sind alles andere als klar.
Die Berufung auf die UN-Charta durch Rodríguez ist verständlich, aber angesichts der komplexen politischen Lage in Venezuela und der US-Interessen ist die Bewertung des Völkerrechts nicht einfach.