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  • Samsung Electronics (GDR) – WKN: 896360 – ISIN: US7960508882 – Kurs: 2.040,000 € (L&S)

Damit würde der weltweit größte Speicherchip-Hersteller nicht nur die durchschnittlichen Analystenschätzungen von etwa 18 Billionen Won übertreffen, sondern auch den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2018 klar hinter sich lassen. Der Umsatz soll zugleich um 23 % auf 93 Billionen Won steigen und damit ebenfalls ein neues Allzeithoch erreichen.

Speicherpreise treiben Ergebnis nach oben

Der Gewinnsprung ist vor allem auf den anhaltenden Preisanstieg bei Speicherchips zurückzuführen. Der weltweite Ausbau von KI-Rechenzentren hat die Nachfrage nach DRAM- und NAND-Speichern massiv erhöht, während das Angebot knapp bleibt. Nach Daten des Marktforschers TrendForce haben sich die Preise für DDR5-Speicherchips im Jahresvergleich mehr als vervierfacht. Für das laufende Quartal erwarten Branchenexperten weitere Aufschläge von 55 bis 60 %. Insbesondere Hyperscaler und Cloudanbieter sind bereit, deutliche Preisprämien zu zahlen, um ihre KI-Infrastruktur auszubauen.

Samsung profitiert dabei von seiner starken Position im klassischen DRAM-Geschäft ebenso wie von der wachsenden Nachfrage nach High-End-Speichern. Vor allem KI-Anwendungen sorgen für eine strukturell höhere Auslastung der Fabriken. Analysten gehen davon aus, dass die Knappheit im Markt mindestens bis 2026 anhalten dürfte.

Kehrseite der Entwicklung sind steigende Kosten in der Smartphone-Sparte, dem zweitwichtigsten Geschäftsfeld des Konzerns. Höhere Speicherpreise belasten die Margen, was den Spielraum für aggressive Preisstrategien einschränkt. Co-Chef TM Roh räumte gegenüber Reuters ein, dass steigende Bauteilkosten „unvermeidliche Auswirkungen“ hätten und schloss Preiserhöhungen für Endgeräte nicht aus. Damit steigt das Risiko, dass die Nachfrage nach Smartphones und PCs mittelfristig gedämpft wird.

HBM-Markt bleibt Baustelle

Besonders umkämpft ist der Markt für Hochleistungs-Speicherchips vom Typ High-Bandwidth Memory, die für KI-Beschleuniger unverzichtbar sind. Hier liegt Samsung bislang hinter dem heimischen Rivalen SK Hynix sowie dem US-Konkurrenten Micron Technology zurück. Nach Schätzungen von Counterpoint Research hielt SK Hynix zuletzt 53 % des weltweiten HBM-Marktes, Samsung kam auf 35 %, Micron auf rund 11 %. Hoffnung macht, dass Samsung bereits erste Muster seines neuen HBM4-Speichers an NVIDIA ausgeliefert hat. Eine erfolgreiche Qualifizierung könnte dem Konzern ab der zweiten Jahreshälfte helfen, den Rückstand aufzuholen.

Fazit: Die Zahlen unterstreichen, wie stark der KI-Boom die Halbleiterbranche verändert. Samsung profitiert derzeit in außergewöhnlichem Maße von steigenden Speicherpreisen und einer hohen Nachfrage. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von einem zyklischen Markt, dessen Dynamik auch von Investitionsentscheidungen der großen Cloudanbieter abhängt. Die Samsung-Aktie ist optisch nicht zu teuer, dürfte die kommenden Monate aber sehr volatil bleiben.

Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.

Jahr 2025e* 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. USD 229,52 284,47 312,12
Ergebnis je Aktie in USD 4,40 9,00 10,00
KGV 22 11 10
Dividende je Aktie in USD 2,30 2,43 2,51
Dividendenrendite 2,37% 2,50% 2,58%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Samsung Electronics Co. Ltd.-Aktie

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Samsung Electronics (GDR) (long)

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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18 Kommentare

  1. Die Volatilität der Samsung-Aktie, die im Artikel erwähnt wird, ist verständlich angesichts der Unsicherheiten im Markt, aber die Bewertung scheint aktuell nicht übertrieben.

  2. Die Aussage von TM Roh gegenüber Reuters, dass Preiserhöhungen für Endgeräte nicht ausgeschlossen sind, lässt befürchten, dass die steigenden Speicherpreise letztendlich vom Konsumenten getragen werden müssen.

  3. Ich frage mich, ob die Abhängigkeit von den Investitionsentscheidungen der großen Cloudanbieter Samsung anfällig für plötzliche Marktschwankungen macht, trotz der aktuellen starken Zahlen.

  4. Die Prognose, dass die Knappheit bis 2026 anhalten könnte, ist ein langer Zeitraum. Welche Maßnahmen plant Samsung, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten?

  5. Die steigenden Kosten in der Smartphone-Sparte sind ein Warnsignal; Samsung muss hier kreative Lösungen finden, um die Margen zu stabilisieren.

  6. Es ist faszinierend, dass sich die Preise für DDR5-Speicherchips im Jahresvergleich mehr als vervierfacht haben; das zeigt die enorme Nachfrage, die durch den KI-Boom entstanden ist.

  7. Die Erwähnung eines Umsatzanstiegs von 23% auf 93 Billionen Won ist beeindruckend, aber wie nachhaltig ist dieser Boom wirklich, wenn die Smartphone-Margen bereits unter Druck stehen?

  8. Die Daten von TrendForce, die eine Vervierfachung der DDR5-Preise zeigen, unterstreichen die Dringlichkeit für andere Hersteller, in die Produktion zu investieren.

  9. Karl X. Schneider am

    Ich bin etwas skeptisch, ob Samsung den Rückstand im HBM-Markt so schnell aufholen kann, wie es sich erhofft, angesichts der etablierten Position von SK Hynix und Micron.

  10. Peter P. Schneider am

    Ich bin gespannt, wie sich die Situation im HBM-Markt entwickelt, da dies ein Schlüsselbereich für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Samsung ist.

  11. Peter M. Schäfer am

    Die Prognose einer Knappheit im Speicherchipmarkt bis mindestens 2026 deutet darauf hin, dass Samsung in den nächsten Jahren weiterhin von hohen Preisen profitieren kann, aber birgt auch Risiken für andere Branchen.

  12. Die Auslieferung erster HBM4-Muster an NVIDIA ist ein Hoffnungsschimmer für Samsung, aber die Qualifizierung ist entscheidend, um wirklich aufzuholen.

  13. Die Tatsache, dass die Fabriken aufgrund von KI-Anwendungen eine strukturell höhere Auslastung haben, ist ein starkes Indiz dafür, dass dies kein kurzfristiger Trend ist.

  14. Mich wundert, dass SK Hynix mit 53% den HBM-Markt dominiert, während Samsung nur auf 35% kommt – das ist ein deutlicher Rückstand in einem so wichtigen Bereich für KI-Anwendungen.

  15. Die Tatsache, dass Hyperscaler und Cloudanbieter bereit sind, Preisprämien zu zahlen, zeigt, wie wichtig Speicherchips für ihre KI-Infrastruktur sind.

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