Der Speicherhersteller setzt dafür auf langfristige Abnahmeverträge mit Großkunden, eine kontrollierte Ausweitung der Produktion und neue Flash-Technologien für KI-Rechenzentren. Die Ziele sind ausgesprochen ambitioniert: Von 2028 bis 2030 sollen Umsatz und ausgelieferte Speichermenge jährlich im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich wachsen, während die bereinigte Bruttomarge bei rund 80 % liegen soll.

Die Ausgangslage ist dabei extrem stark. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte SanDisk den Umsatz um 175 % auf 20 Mrd. USD. Die bereinigte Bruttomarge sprang von 30,3 % auf 71,6 % und erreichte im Schlussquartal 84,6 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich von 0,29 auf 39,25 USD. Der Free Cashflow belief sich ohne Kundenvorauszahlungen auf 8,7 Mrd. USD.

Diese Zahlen spiegeln allerdings nicht nur strukturelle Fortschritte wider, sondern auch ein ungewöhnlich günstiges Preisumfeld. Gerade deshalb will SanDisk verhindern, dass auf den Boom erneut ein Einbruch wie 2023 folgt. Damals führte zu viel Angebot zu einem massiven Preisverfall. Das Management räumt selbst ein, dass eine jährliche Produktivitätssteigerung von 27 % je Wafer den Markt überfordern könnte, wenn neue Fertigungsgenerationen zu schnell hochgefahren werden.

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