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  • Schaeffler AG – WKN: SHA010 – ISIN: DE000SHA0100 – Kurs: 8,150 € (XETRA)

Nach Angaben von Investor-Relations-Chef Heiko Eber dürfte der Umsatz im ersten Quartal leicht unter dem Vorjahreswert liegen, währungsbereinigt aber leicht wachsen. Das bereinigte EBIT soll leicht über dem Niveau des ersten Quartals 2025 ausfallen und damit innerhalb der Jahreszielspanne von 3,5 % bis 5,5 % liegen. Beim Free Cashflow rechnet Schaeffler saisonal bedingt mit einem negativen Wert, der auch unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte. An der Prognose eines positiven Free Cashflows zwischen 100 Mio. und 300 Mio. EUR für das Gesamtjahr hält das Unternehmen dennoch fest.


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Stabile Abrufe, begrenzte Auswirkungen aus Nahost

Die jüngste Eskalation im Nahen Osten hat Schaeffler bislang nicht materiell belastet. Der Konzern habe eine Taskforce eingerichtet und beobachte die Lage täglich. Die Präsenz in der Region sei minimal, die Energieversorgung gesichert und Preisschwankungen durch Absicherungen weitgehend abgefedert. Auch die Lieferketten laufen stabil.

Größer bleibt das strukturelle Problem der Branche: die geringe Planungssicherheit. Die Abrufmuster der Kunden sind zwar stabil, doch die Visibilität reicht oft nur vier bis sechs Wochen. Für einen global aufgestellten Industriekonzern bleibt das eine operative Herausforderung, auch wenn Schaeffler betont, die internen Prozesse zunehmend darauf ausgerichtet zu haben.



Im Bereich E-Mobility konnte Schaeffler im ersten Quartal zulegen. Währungsbereinigt erwartet das Unternehmen ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, getragen von Europa und Asien. Neue Serienanläufe beginnen zu wirken, während in Nordamerika eine Verschiebung hin zu Hybridmodellen zu beobachten ist.

Die Profitabilität verbessert sich schrittweise, bleibt aber noch unter der Zielspanne für das Gesamtjahr. Größere Einmaleffekte oder Kompensationen von Kunden gab es im ersten Quartal nicht, entsprechende Verhandlungen laufen weiter.

Im klassischen Geschäft mit Powertrain & Chassis zeigt sich erneut, wie wichtig dieses Segment für die Ergebnisstabilität ist. Trotz rückläufiger Volumina erwartet Schaeffler eine EBIT-Marge in der oberen Hälfte der Zielspanne von 10 % bis 12 %. Das unterstreicht die Rolle des Verbrennergeschäfts als finanzielles Rückgrat im Transformationsprozess.

Aftermarket glänzt, Industrie bleibt selektiv stark

Besonders robust zeigt sich erneut das Ersatzteilgeschäft. Vehicle Lifetime Solutions profitiert von einem alternden Fahrzeugbestand und liefert stabile Umsätze sowie hohe Margen. Ein struktureller Trend hin zu mehr Reparaturen statt Neukäufen lässt sich laut Management allerdings noch nicht klar erkennen.

Im Industriegeschäft bleibt die Lage gemischt. Während eine breite Erholung ausbleibt, sorgen einzelne Sektoren, insbesondere in China sowie die Luftfahrt, für Impulse. Die Margen sollen sich am oberen Ende der Zielspanne bewegen, trotz leicht rückläufiger Umsätze.

Schaeffler arbeitet weiter intensiv an neuen Wachstumsfeldern jenseits des klassischen Automotive-Geschäfts, darunter Anwendungen in der Robotik und Automatisierung. Konkrete Details wollte das Management noch nicht nennen, verwies jedoch auf bevorstehende Ankündigungen, im Umfeld der Hannover Messe.

Die Stoßrichtung ist klar: Der Konzern nutzt seine Kompetenz in Präzisionskomponenten, Antriebstechnik und Sensorik, um stärker in industrielle Zukunftsmärkte vorzudringen. Robotik gilt dabei als logische Erweiterung, sowohl in der Industrieautomation als auch in neuen Anwendungen etwa im Bereich humanoider Systeme.

Diese Aktivitäten sind aktuell noch kein wesentlicher Ergebnistreiber. Sie befinden sich teilweise in der Aufbauphase und werden entsprechend im Segment „Others“ geführt, das weiterhin Verluste schreibt, allerdings auf rückläufigem Niveau. Strategisch jedoch könnten genau diese Felder mittelfristig an Bedeutung gewinnen, wenn sich die Automobilmärkte strukturell verändern.

Die Botschaft: Stabilisierung heute, Optionen für morgen

Schaeffler sendet mit dem Jahresauftakt ein zweigeteiltes Signal. Kurzfristig steht operative Stabilität im Vordergrund: solide Margen, kontrollierte Kosten und Fortschritte bei Restrukturierung und Integration. Langfristig arbeitet der Konzern an neuen Wachstumssäulen, in denen auch Robotik eine Rolle spielen dürfte.

Fazit: Operativ auf Kurs, aber weiter im Umbau. Schaeffler stabilisiert das Kerngeschäft und tastet sich in neue Technologiefelder vor. Die Schaeffler-Aktie erscheint mir derzeit recht fair bewertet zu sein.

Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.

Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 23,49 23,77 25,06
Ergebnis je Aktie in EUR 0,16 0,31 0,69
KGV 52 27 12
Dividende je Aktie in EUR 0,30 0,30 0,37
Dividendenrendite 3,64% 3,64% 4,49%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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6 Kommentare

  1. Interesting update on SCHAEFFLER startet robust ins neue Jahr – Robotik bleibt ein Thema. Looking forward to seeing how this develops.

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