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Am zweiten Weihnachtsfeiertag kletterte der Silberpreis um 10 Prozent auf gut 79 US-Dollar, zu Beginn der laufenden Woche ging es in der Spitze dann sogar bis auf ein neues Rekordhoch bei über 84 US-Dollar hinauf. Mögliche Gründe für diesen Anstieg: Eine höhere Nachfrage von Investoren aus China, positive Kommentare des US-Milliardärs Elon Musk und vor allem wohl erhöhte Margin-Anforderungen für Silber Futures, die auch das Verhalten derjenigen Anleger beeinflussen, die per Short-Positionen auf eine Korrektur setzen. Der schnelle Rückfall auf unter 71 Dollar im weiteren Tagesverlauf stützt die These, dass der massive Anstieg zuvor wohl darauf zurückzuführen sein dürfte.
Heute Morgen geht es bei Silber mit aktuell rund 75 Dollar wieder „leicht“ aufwärts. Das freut auch viele wikifolio Trader. Bastian Müller reitet schon eine ganze Weile auf der Erfolgswelle des Edelmetalls. In seinem wikifolio Dynamic Assets setzt er zum einen auf einen klassischen Silver-ETC von iShares (14 Prozent Anteil) und zum anderen auf einen ETF, der Aktien von Unternehmen enthält, die sich mit der Erschließung, dem Abbau und/oder der Verarbeitung von Silber befassen (4 Prozent). Beide Produkte bescheren ihm Buchgewinne von um die 100 Prozent.
Schon vor knapp drei Wochen hatte der Trader gepostet, dass die Entwicklung bei Silber aus seiner Sicht „viel zu wenig Beachtung findet“. Kurz vor Weihnachten begründete er seine positive Haltung gegenüber dem „eigentlichen Star“ unter den Edelmetallen wie folgt: „Die Nachfrage kommt nicht nur aus dem Sicherheitsgedanken, sondern ganz konkret aus der Industrie, während das Angebot strukturell knapp bleibt. Diese Mischung ist explosiv. Wer das nur als Übertreibung abtut, unterschätzt den Markt gewaltig. Silber ist noch längst nicht fertig.“ Gestern nun freute er sich, dass wenigstens ein Asset über die Feiertage mal richtig Dynamik zeige. „Genau solche Bewegungen will man sehen. Das ist Stärke, kein Zufall, und das Ende der Fahnenstange ist hier ganz sicher noch nicht erreicht.“
Die Zusammensetzung seines aktuell aus Aktien und Edelmetall-ETCs bestehenden Portfolios basiert auf einem individuell programmierten Handelstool, bei dem spezielle charttechnische Methoden in einer integrierten Analyseplattform kombiniert werden. Dadurch sollen potenzielle Bewegungen auf den Weltmärkten identifiziert werden. Müller orientiert sich dabei an „übergeordneten Trends“. Nach gut 3 ½ Jahren konnte er so ein Performance von 727 Prozent (81 Prozent p.a.) generieren. Das erst im Februar dieses Jahres und damit kurz vor dem „Zoll-Crash“ emittierte wikifolio Zertifikat liegt nach einem anfänglichen Drawdown von über 30 Prozent aktuell mit 17 Prozent im Plus.
Frank Hinze spekuliert in seinem wikifolio Perlen der Woche mit Hebel vor allem mit Hilfe eines 10-fach gehebelten Faktor-Optionsscheins auf steigende Silber-Notierungen. Und fährt damit sehr gut. Trotz des Rückschlags zu Wochenbeginn liegt er bei dem vor drei Wochen gekauften Schein aktuell mit 154 Prozent im Plus. Und der Trader sieht weiteres Potenzial: „Da Silber ein benötigtes knappes Gut wird, steht eine Neubewertung an. Wir werden noch deutlich höhere Preise sehen.“ Ein bisschen ärgern wird sich Hinze wohl trotzdem, weil er den Großteil der Position vor Weihnachten wegen des „stark steigenden Rückschlagrisikos“ mit kleineren Gewinnen verkauft hatte. Bei einem überwiegend kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont kommt das erst Ende Juli eröffnete Musterdepot trotzdem bereits auf einen Wertzuwachs von 180 Prozent, das vor zwei Monaten emittierte wikifolio Zertifikat auf ein Plus von 48 Prozent. Bei 55 Prozent Cash-Bestand verteilt sich der Rest aktuell auf fünf Aktien und sieben Hebelprodukte, darunter mehrere Inline-Optionsscheine (mit Knock-out-Marke oben und unten).
Disclaimer: Jedes Investment in Wertpapiere und andere Anlageformen ist mit diversen Risiken behaftet. Es wird ausdrücklich auf die Risikofaktoren in den prospektrechtlichen Dokumenten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft (Endgültige Bedingungen, Basisprospekt nebst Nachträgen bzw. den Vereinfachten Prospekten) auf wikifolio.com, ls-tc.de und ls-d.ch hingewiesen. Du solltest den Prospekt lesen, bevor du eine Anlageentscheidung triffst, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Die Performance der wikifolios sowie der jeweiligen wikifolio-Zertifikate bezieht sich auf eine vergangene Wertentwicklung. Von dieser kann nicht auf die künftige Wertentwicklung geschlossen werden. Der Inhalt dieser Seite stellt keine Anlageberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
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22 Kommentare
Es ist erstaunlich, dass Silber trotz der Konkurrenz durch andere Edelmetalle wie Gold so eine starke Dynamik zeigt. Wird diese Entwicklung anhalten oder ist es nur eine vorübergehende Blase?
Ein 10-fach gehebelter Faktor-Optionsschein, wie er von Frank Hinze genutzt wird, birgt natürlich ein hohes Risiko. Wie bewertet er das Risiko angesichts des aktuellen Marktumfelds und wie passt er seine Positionen an?
Es ist interessant zu sehen, wie verschiedene Trader Silber angehen: Müller mit ETCs und ETFs, Hinze mit hochgehebelten Optionen. Welche Risikobereitschaft steckt hinter diesen unterschiedlichen Ansätzen?
Die Kombination aus charttechnischen Methoden und einem individuell programmierten Handelstool klingt vielversprechend. Gibt es Informationen darüber, welche Art von Daten in diese Analyseplattform einfließen?
Solche Plattformen nutzen oft historische Kursdaten, Handelsvolumen, Nachrichten-Sentiment und makroökonomische Indikatoren.
Ich bin etwas skeptisch, ob ein Performance von 81 Prozent pro Jahr (p.a.) nachhaltig ist. Welche Faktoren müssten sich ändern, damit diese Rendite weiterhin erreichbar ist?
Müller spricht von ‚übergeordneten Trends‘. Welche Trends meint er konkret, die ihn zu Silber geführt haben, und wie unterscheidet sich seine Analyse von kurzfristigen Spekulationen?
Das die wikifolio Trader sich über die Dynamik bei Silber freuen ist verständlich. Aber wie sieht es mit Kleinanlegern aus, die nicht Zugang zu solchen Plattformen haben? Ist Silber auch für sie eine sinnvolle Investition?
Die Aussage, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist, ist ermutigend. Aber welche Faktoren könnten den Silberpreis in Zukunft bremsen oder sogar fallen lassen?
Die 100-prozentigen Buchgewinne bei Müllers Investments sind beeindruckend. Wie hoch sind die Kosten für diese Produkte (ETCs und ETFs) und wie beeinflussen sie die Gesamtrendite?
Die Kosten für Silver-ETCs und ETFs variieren, liegen aber üblicherweise zwischen 0,2% und 0,5% pro Jahr – ein nicht zu vernachlässigender Faktor für langfristige Investitionen.
Die Kombination aus steigender Nachfrage und begrenztem Angebot ist klassisch für eine Preisrallye. Gibt es neue Silberminenprojekte, die diese Angebotsknappheit in den nächsten Jahren beheben könnten?
Bastian Müllers Performance von 727 Prozent über 3,5 Jahre ist beeindruckend, besonders nachdem das Zertifikat einen Drawdown von über 30 Prozent hatte. Wie hat er diese Erholung geschafft und welche charttechnischen Methoden spielen dabei eine Rolle?
Ich finde es spannend, dass Elon Musk’s Kommentare den Anstieg beeinflusst haben. Welche konkreten Aussagen von ihm haben zu dieser Reaktion geführt und wie nachhaltig ist dieser Effekt?
Die Erwähnung von China als Quelle der erhöhten Nachfrage ist wichtig. Könnte man die genauen Daten zu den Silberimporten Chinas einsehen, um das Ausmaß dieser Nachfrage besser zu verstehen?
Der Anstieg auf über 84 US-Dollar klingt extrem volatil. Kann man davon ausgehen, dass diese Schwankungen auch im Dezember 2025 noch so stark sein werden, oder war das eine einmalige Reaktion auf die erhöhten Margin-Anforderungen?
Die Erwähnung des ‚Zoll-Crash‘ im Februar in Bezug auf Müllers wikifolio Zertifikat ist wichtig. Könnte man mehr Details zu diesem Crash erfahren und wie er Müllers Strategie beeinflusst hat?
Der „Zoll-Crash“ war vermutlich auf die Erwartungshaltung bezüglich Zölle auf bestimmte Rohstoffe zurückzuführen – ein verfrühtes Ausverkaufen, das sich dann abmilderte.
Der schnelle Anstieg um 10 Prozent am zweiten Weihnachtsfeiertag wirft Fragen auf. War dies vielleicht auch auf kurzfristige Zockpositionen zurückzuführen und nicht nur auf fundamentale Faktoren?
Die schnelle Korrektur unter 71 Dollar, die im Artikel erwähnt wird, zeigt die Volatilität. Ist das typisch für Silber und welche Strategien empfiehlt Müller, um mit solchen Schwankungen umzugehen?
Die Knappheit des Angebots bei Silber, im Gegensatz zur steigenden Nachfrage, scheint ein zentraler Faktor zu sein. Gibt es konkrete Daten, die diese strukturelle Knappheit belegen, beispielsweise zu den Fördermengen oder Lagerbeständen?
Die Aussage, dass die Silbernachfrage sowohl aus Sicherheitsbedenken als auch aus der Industrie kommt, ist entscheidend. Wäre es möglich, eine Aufschlüsselung dieser Nachfragekomponenten zu erhalten, um besser zu verstehen, wo das Wachstum herkommt?