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Berlin, 23. Juni 2026 – Solarenergie ist in Deutschland zu einer der wichtigsten Stromquellen geworden. Im vergangenen Jahr generierten die mittlerweile rund sechs Millionen Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 120 Gigawattpeak (GWp) rund 19 Prozent der gesamten deutschen Nettostromerzeugung. Bei der heimischen Stromerzeugung überholte die Photovoltaik im vergangenen Jahr die Braunkohle (rd. 14 Prozent) und das Erdgas (rd. 17 Prozent). Nach der Windenergie (rd. 27 Prozent) zählt Solarenergie damit zu den zwei wichtigsten Stromerzeugungsquellen in Deutschland. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft auf Basis von Daten des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme mit.
Auch international zählt Deutschland weiter zu den größten Solarmärkten. Mit einem Zubau von über 17 Gigawattpeak (GWp) neu installierter Photovoltaikleistung rückte Deutschland 2025 weltweit von Rang fünf auf Rang vier vor – hinter China mit 382 GWp, Indien mit 46 GWp und den USA mit 43 GWp. Dies geht aus dem zu Wochenbeginn veröffentlichten „Global-Solar-Market-Outlook“ des Verbandes SolarPower Europe hervor.
Für das laufende Jahr zeichnet sich bislang ein Zubau etwa auf Vorjahresniveau ab. Nach aktuellen Auswertungen des BSW-Solar auf Grundlage des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur wurden in den ersten fünf Monaten 2026 mehr als sechs GWp neue Photovoltaikleistung in Betrieb genommen.
Dynamischer als der Photovoltaikmarkt entwickelte sich der Markt für Batteriespeicher. In den ersten fünf Monaten 2026 wurden nach bisherigem Datenstand rund 225.000 neue Speicher mit einer Gesamtkapazität von etwa 3,4 Gigawattstunden (GWh) in Betrieb genommen, rund 70 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Zum Erreichen der gesetzlich verankerten Ziele müsse der Ausbau der Photovoltaik und Speicher jedoch weiter beschleunigt werden, mahnt deren Branchenverband. Gesetzesvorhaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium hätten Investoren und Branche zuletzt verunsichert. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, erklärte: „Wer die Energiewende zum Erfolg führen will, darf jetzt nicht auf die Bremse treten. Für den Ausbau von Photovoltaik und Speichern brauchen wir freie Fahrt statt Hürdenlauf. Verlässliche Investitionsbedingungen und der Abbau von Marktbarrieren sind der Schlüssel, um die Klima- und Energieziele rechtzeitig zu erreichen.“ Neben einer verlässlichen Förderkulisse brauche es bei Netzausbau und Netzanschlussprozessen mehr Tempo und Effizienz, der Speicher-Turbo dürfe nicht regulatorisch ausgebremst werden und die Digitalisierung des Energiesystems müsse massiv beschleunigt werden, so Körnig.
Weitere aktuelle Marktdaten der Photovoltaik- und BESS-Branche:
Die Solar- und Batteriespeicherbranche verzeichnete im letzten Jahr mit ihren rund 120.000 Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von rund 30 Milliarden Euro.
Innerhalb des Solarmarktes kam es zuletzt zu Verschiebungen zwischen den Marktsegmenten. Wachstumstreiber sind derzeit vor allem ebenerdig errichtete Solarparks. Von Januar bis Mai 2026 gingen nach bisherigem Datenstand PV-Freiflächenanlagen mit einer Leistung von rund 3,4 GWp neu ans Netz. Das entspricht einem Plus von rund 36 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
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6 Kommentare
Great insights on Rohstoffe-News. Thanks for sharing!
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Good point. Watching closely.
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.
Interesting update on Solarstrom überholt Braunkohle und Erdgas – Batteriespeicher-Markt zieht kräftig an. Looking forward to seeing how this develops.
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.