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In den vergangenen Monaten begann sich die KI-Euphorie abzuschächen und insbesondere den Software-Sektor unter Druck zu setzen. Wie an der Börse üblich, wurden dabei alle Aktien und Unternehmen über einen Kamm geschoren und so auch die Aktie von Microsoft deutlich abverkauft. Die Angst vor den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Programmierlandschaft und die KI als allmächtige, günstige und rasend schnell passgenau entwickelte „Do-it-Yourself-IT“ für Jedermann, haben selbst vor dem Platzhirschen im Bereich der Business- und Privatanwendersoftware nicht Halt gemacht. Zuletzt sorgte z.B. die Excel-Integration von Anthropics Claude-Sprachmodell für Schlagzeilen.

Dass mit KI-Hardware Milliarden zu verdienen sind, haben die letzten Monate bereits gezeigt. Bei der Refinanzierung der gewaltigen Investitionen, dem Vertrieb der KI als Software-Addon oder Agenten, bei der Implementierung in den Geschäftsalltag, zur Steigerung des Return-on-Investment über Produktivität, Verdichtung von Prozessen und letztlich auch durch Stellen- und Personalabbau, dürften dennoch die üblichen Probleme bei der Einführung neuer Technologien auftreten. Daher erscheint es fast verwunderlich, dass erst jetzt ein Risikodiskurs und Fragen der Technikfolgenabschätzung in den Fokus der Börsen rücken. Da sind die Wissenschaften und Teile der Politik und Öffentlichkeit schon wesentlich weiter. Dafür werden dort auch die Debatten auch weniger hitzig und manisch geführt, als bisweilen an den Märkten.

Im Zuge dieser Debatten und der Befürchtung disruptiver Entwicklungen auf die Softwarebranche musste die Aktie von Microsoft ebenfalls Federn lassen. Seit einem Doppeltop am neuen Allzeithoch bei 545,45 USD und dem Start der Abwärtsspirale im Oktober ist sie in der Spitze fast 30 % eingebrochen. Der exponentielle Anstieg, der in den Jahren 2009 bis 2015 seinen Ausgang genommen hatte, steht damit auf dem Prüfstand.

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