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Im März wird ​im Tesla-Werk Grünheide ein neuer ⁠Betriebsrat gewählt. Vielen gilt die Abstimmung als Richtungsentscheidung. Zwei Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. Jetzt eskaliert der Machtkampf.

Vor der Betriebsratswahl brodelt es im Tesla-Werk Grünheide. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hat die IG Metall Strafanzeige gegen Tesla-Werkleiter André Thierig gestellt. Die Gewerkschaft wirft ihm üble Nachrede vor.

Zuvor hatte Tesla einem IG-Metall-Mitglied unterstellt, es habe eine Betriebsratssitzung heimlich aufnehmen wollen. Noch während des Termins soll der Autohersteller die Polizei eingeschaltet haben, erklärte die Gewerkschaft. Das geht aus einem Bericht des „manager magazins“ hervor.

Ermittlungen gegen IG-Metall-Vertreter

Am vergangenen Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes sowie Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz gegen einen Vertreter der IG Metall eingeleitet wurde. 

Die Gewerkschafter zeigten sich erzürnt. „Als wir unseren Kollegen nach der Zeugenbefragung aus dem Werk begleiteten, wartete bereits ein Tesla-eigener Kameramann vor der Tür und fotografierte“, ist in einer Mitteilung zu lesen. 

Werkleiter Thierig soll den Vorfall demnach in einer Mail an die Belegschaft ausgeschlachtet haben – angeblich wegen der bevorstehenden Betriebsratswahl. 

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, verschickte er offenbar tatsächlich eine Nachricht. Der Inhalt: „Als Arbeitgeber ist es unsere Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass Recht und Ordnung in der Gigafactory eingehalten werden. Dieser Pflicht kommen wir konsequent nach.“

Machtkampf bei Tesla

Klar ist: Bei Tesla tobt derzeit ein Machtkampf um die Mehrheit im Betriebsrat. Momentan stellen Vertreter der IG Metall mit 16 von 39 Sitzen etwa 40 Prozent des Gremiums. Nach der Wahl Anfang März rechnet sich die Gewerkschaft Chancen auf eine Mehrheit aus. 

Dann könnte sie einen Tarifvertrag durchsetzen. Der IG Metall geht es unter anderem um fairere Bedingungen, die Bezahlung von Mehrarbeit sowie angepasste Regelungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Wie der „Business Insider“ (BI) berichtet, steht die Gewerkschaft der sogenannten Fraktion 23 um die Betriebsratschefin Michaela Schmitz gegenüber. Sie gilt als managementnah.

Fraktion 23 gegen IG Metall

Laut „BI“ unterstützt Tesla-Chef Elon Musk die Gruppe. Er hat sich in der Vergangenheit wiederholt gegen Gewerkschaften positioniert. Die Betriebsratswahl Anfang März, bei der mehr als 10.000 Mitarbeiter abstimmen, gilt in den Augen vieler Beobachter als Richtungsentscheidung. 

Das machte auch Thierig klar. Das „Handelsblatt“ zitiert den Werkleiter mit den Worten: „Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass die Entscheidungsträger in den USA den Ausbau der Fabrik weiter vorantreiben, wenn die Wahl mehrheitlich Richtung IG Metall ausfällt.“

FOCUS-online-Redaktion

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