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Tezos: Wer steckt hinter der noch jungen Kryptowährung und was macht sie so beliebt?
Tezos (XTZ) ist erst seit 2018 auf dem Markt – und erlebt einen enormen Hype. Besonders aus Gründen der Sicherheit ist die relativ junge Kryptowährung so beliebt. Aber woher kommt die Währung eigentlich?
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• Das Initial Coin Offering lief gut, dann gab es Verzögerungen und Rechtsstreits
• Tezos Smart Contracts gelten als besonders sicher, Hard Forks werden vermieden
• Tezos verdrängte Ethereum bei größter Bank Südamerikas
Tezos ist ein Blockchain-Unternehmen, das mit XTZ-Token handelt und seinen Schwerpunkt auf die Arbeit mit Smart Contracts legt. Das 2017 vom ehemaligen Morgan-Stanley -Analysten Arthur Breitman und seiner Frau Kathleen Breitman gegründete Unternehmen wirbt vorrangig mit Sicherheit, die es mithilfe einer besonderen Technologie bieten will.
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Verzögerung der Produkteinführung und Sammelklage
Das Initial Coin Offering (ICO) der gleichnamigen Digitalwährung Tezos war zunächst ein großer Erfolg: Es startete am 1. Juli 2017 und wurde zum zweitgrößten ICO der Geschichte – Tezos nahm BTC und Ethereum im Wert von 232 Millionen US-Dollar ein. Nur das ICO von Filecon war größer, mit einem Wert von insgesamt 257 Millionen US-Dollar.
Anschließend gab es aber Schwierigkeiten mit dem damaligen Präsidenten der Stiftung des Unternehmens „Dynamic Ledger Solutions“, welches von den Breitmans zur Entwicklung des Quellcodes der Blockchain gegründet wurde. Stiftung und Unternehmen sitzen in der Schweiz, vertraglich wurde dem Vernehmen nach vereinbart, dass die Stiftung dem Unternehmen den fertigen Quellcode abkauft. Johann Gevers (Präsident der Stiftung) weigerte sich laut Medienberichten nach einem internen Streit, zurückzutreten und blockierte zusätzlich finanzielle Mittel der Stiftung.
Aus diesem Grund konnte die Währung nicht effizient weiterentwickelt werden und eine Verzögerung der Produkteinführung war die Folge – Gevers trat schlussendlich doch zurück. Gleichzeitig gab es eine Sammelklage gegen die Breitmans mit dem Vorwurf, mit nicht registrierten Wertpapieren gehandelt zu haben.
Die Tezos-Technologie: Baker statt Miner
Bei Tezos produzieren „Baker“ mit einem Mindestanteil – „Stake“ – von 10.000 XTZ einen Block. Das sogenannte „baking“-System ähnelt dem der Miner, ist aber laut Angaben auf der Tezos-Website sicherer. Ebenso funktioniert die dezentrale Organisation der Blockchain offenbar gut – Hard Forks werden vermieden: Das erste Governance-Update „Athens“ wurde bereits erfolgreich übernommen. Durch die Vermeidung von Hard Forks sollen laut Tezos große Interessengruppen so lange wie möglich bedient werden können.
Die Smart Contracts werden anders als bei anderen Kryptowährungen mit einem mathematischen Prozess überprüft. Es wird dabei ein Proof-of-Stake durchgeführt – dabei sollen Fehler fast gänzlich ausgeschlossen sein. Der Prozess soll mit der Überprüfung der Anteile anstelle (wie bei BTC) der Rechenleistung verhindern, dass ein Einzelner sich im automatischen Abstimmungsmechanismus, der den Buchhalter ersetzt, als viele ausgibt.
Wie geht es in Zukunft weiter mit Tezos – ist alles nur ein Hype?
Tezos hat Konkurrenz: Unter anderem die Kryptowährung Ethereum. Bei BTC Pactual, der größten Bank Südamerikas, werden seit 2019 nur noch auf Tezos Security Token emittiert – vorher setzte die Bank bei Security Token Offerings (STO) auf Ethereum. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Tezos bereits alle Konkurrenz in den Wind geschlagen hat. Aber: Tezos‘ Marktkapitalisierung sichert der Kryptowährung einen Platz unter den zehn größten digitalen Token.
Auf seiner Website erklärt Tezos, dass in Zukunft weiter die Privatsphäre, mit der auch der Datenschutz verbunden ist, der Konsens, die Skalierbarkeit, die Smart Contracts und die Grundsätze der Blockchain verbessert werden sollen. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Themen in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden – Tezos hat also vermutlich keine schlechten Chancen, weiter seine Position unter den Top 10 der Kryptowährungen zu verteidigen.
Olga Rogler / Redaktion
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