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  • Uber Technologies Inc. – WKN: A2PHHG – ISIN: US90353T1007 – Kurs: 85,540 $ (NYSE)

Während optimistische Analysten auf die strukturellen Chancen autonomer Fahrzeuge setzen, wächst gleichzeitig der Zweifel, ob Ubers heutige Preissetzungsmacht in einem härter umkämpften Markt Bestand haben kann.

Analysten uneins über den Weg nach vorn

BofA Securities bekräftigte jüngst eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 119 USD. Der Kern der Argumentation liegt in der strategischen Rolle autonomer Fahrzeuge. Insbesondere die enge Verzahnung mit Nvidia gilt als zentraler Hebel, um die Einführung von Level-4-Technologie zu beschleunigen und die Eintrittsbarrieren für Autohersteller zu senken. In einem Markt mit mehreren Anbietern autonomer Fahrzeuge hätte Uber nach dieser Lesart die Möglichkeit, Fahrzeuge zu kaufen oder zu leasen und zugleich als Marktplatz zu fungieren, auf dem Besitzer autonomer Autos ihre Fahrzeuge monetarisieren.

Der optimistische Blick kontrastiert scharf mit der Einschätzung von Melius. Analyst Conor Cunningham stufte die Aktie auf Sell herab und setzte das Kursziel auf 73 USD. Zwar sei Uber klarer Marktführer im globalen Ride-Hailing, genau diese Position mache das Unternehmen jedoch besonders anfällig. Mit zunehmender Konkurrenz ab 2026, speziell durch autonome Anbieter, drohten Margen und Wachstum unter Druck zu geraten. Die aktuelle Bewertung unterstelle aus seiner Sicht ein zu stabiles, weitgehend störungsfreies Wachstum.

Diese Skepsis findet zunehmend Widerhall bei Investoren. Ein Marktteilnehmer formuliert es drastisch: „Die absurd hohen Preise, die Uber für mittelmäßige Fahrten verlangt, werden im nächsten Jahr ein Ende haben. Eine enorme Welle an Wettbewerb kommt mit neuen, sauberen Fahrzeugen, die nicht unangenehm riechen. Uber ist durch.“ Hinter der Zuspitzung steht eine klare Erwartung: Steigende Konkurrenz wird nicht nur technologisch, sondern vor allem über den Preis ausgetragen.

Tatsächlich hat Uber in vielen Städten die Preise in den vergangenen Jahren deutlich angehoben, um höhere Kosten und den Weg zur Profitabilität zu finanzieren. Solange das Angebot alternativlos erschien, ließ sich diese Strategie durchsetzen. Mit neuen Anbietern, standardisierten Fahrzeugen und potenziell niedrigeren Kostenstrukturen könnte diese Rechnung jedoch nicht mehr aufgehen.

Der Kernkonflikt ist offensichtlich. Gelingt es Uber, sich als unverzichtbarer Aggregator für autonome Mobilität zu etablieren, eröffnen sich neue Skaleneffekte und Erlösquellen. Scheitert dieser Anspruch, droht ein Szenario, in dem Wettbewerb über Preis und Qualität die Margen erodiert und die heutige Bewertung infrage stellt.

Fazit: Uber steht an einem Wendepunkt. Die Vision autonomer Mobilität bietet erhebliches Potenzial, doch zugleich wächst der Druck von Kunden und Investoren, die steigende Preise und nachlassende Qualität nicht länger akzeptieren wollen. Die Uber-Aktie bleibt damit eine Wette auf die Stärke der etablierten Plattform in einem Markt, der schneller kompetitiv werden könnte, als es vielen lieb ist. Ich würde von einem Investment eher Abstand nehmen, für Trader ist die Situation mit schnell wechselnder Newslage aber durchaus immer mal wieder reizvoll.

Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.

Jahr 2025e* 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. USD 51,99 60,22 68,96
Ergebnis je Aktie in USD 6,30 4,25 5,11
KGV 13 20 17
Dividende je Aktie in USD 0,00 0,00 0,00
Dividendenrendite 0,00% 0,00% 0,00%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei

US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Uber Technologies Inc.-Aktie

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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Über stock3 stock3 ist die zentrale „Homebase“ für anspruchsvolle Trader und Anleger im deutschsprachigen Raum. Die Plattform vereint die Analysestärke des ehemaligen GodmodeTrader mit der Technologie des Trading-Terminals Guidants. Nutzer finden hier professionelle Chartanalysen, Echtzeitkurse und die Möglichkeit, direkt aus der Plattform heraus bei zahlreichen Brokern zu handeln.

21 Kommentare

  1. Lukas K. Meyer am

    Die Aussage des Marktteilnehmers, dass ‚absurd hohe Preise für mittelmäßige Fahrten‘ bald ein Ende haben, klingt alarmierend. Ist Uber wirklich so anfällig für neue Wettbewerber?

  2. Die enge Verzahnung mit Nvidia könnte Uber einen entscheidenden Vorteil verschaffen, aber es birgt auch Risiken, wenn Nvidia mit Problemen zu kämpfen hat.

  3. Ich bin skeptisch, ob Uber tatsächlich die ‚Eintrittsbarrieren für Autohersteller‘ senken kann, indem sie eng mit Nvidia zusammenarbeiten. Das klingt nach einer sehr optimistischen Einschätzung, die sich als falsch erweisen könnte.

  4. Die Abhängigkeit von der Preisgestaltung, die bisher funktioniert hat, scheint riskant. Könnte Uber nicht auch durch bessere Servicequalität und Kundenbindung punkten, anstatt nur auf höhere Preise zu setzen?

  5. Ich frage mich, ob die aktuellen Investoren wirklich verstehen, dass die Uber-Aktie eine ‚Wette auf die Stärke der etablierten Plattform‘ ist. Das ist ein hohes Risiko, wenn sich das Geschäftsmodell ändert.

  6. Die Erwartung, dass der Wettbewerb ‚vor allem über den Preis‘ ausgetragen wird, ist realistisch. Uber muss sich darauf vorbereiten, seine Margen zu verteidigen.

  7. Lukas Schäfer am

    Die WKN A2PHHG und ISIN US90353T1007 sind nützliche Informationen für Investoren, die die Aktie genauer unter die Lupe nehmen möchten.

  8. Wenn Uber tatsächlich zum ‚Aggregator für autonome Mobilität‘ wird, wie im Artikel beschrieben, welche Auswirkungen hätte das auf traditionelle Automobilhersteller?

  9. Die Tatsache, dass Uber die Preise erhöht hat, um die Profitabilität zu erreichen, könnte sich als Bumerang erweisen, wenn die Konkurrenz zunimmt. Kunden sind preissensibel.

  10. Es ist bemerkenswert, dass Uber trotz seiner Marktführerschaft im Ride-Hailing so stark unter Druck steht. Das zeigt, wie schnell sich Märkte verändern können.

  11. Der Artikel erwähnt, dass Uber in den letzten Jahren die Preise erhöht hat, um die Profitabilität zu erreichen. Wie nachhaltig ist dieser Ansatz, wenn die Konkurrenz ab 2026 zunimmt?

  12. Hans Z. Hoffmann am

    Die Erwähnung von ’neuen, sauberen Fahrzeugen, die nicht unangenehm riechen‘ ist zwar humorvoll, deutet aber auf ein echtes Problem hin: Uber vernachlässigt möglicherweise die Kundenerfahrung.

  13. Lukas P. Weber am

    Die Strategie, sowohl Fahrzeuge zu betreiben als auch einen Marktplatz anzubieten, klingt vielversprechend, aber auch komplex. Kann Uber diese Doppelrolle erfolgreich meistern?

  14. Die Diskrepanz zwischen BofA Securities‘ Kursziel von 119 USD und Melius‘ 73 USD ist enorm. Liegt das wirklich nur an der unterschiedlichen Bewertung der Rolle autonomer Fahrzeuge, wie der Artikel suggeriert?

  15. Der Artikel wirft wichtige Fragen über die langfristige Rentabilität von Uber auf. Ist das Unternehmen wirklich auf dem richtigen Weg, oder steuert es auf eine Krise zu?

  16. Ich bin gespannt, wie Uber auf die steigende Konkurrenz reagieren wird. Werden sie ihre Preise senken, in Qualität investieren oder versuchen, sich durch Innovationen abzuheben?

  17. Die Konzentration auf Level-4-Technologie durch die Nvidia-Partnerschaft ist interessant. Aber was passiert, wenn sich die Entwicklung autonomer Fahrzeuge verzögert?

  18. Die Einschätzung von Melius, dass die aktuelle Bewertung ein ‚zu stabiles Wachstum‘ unterstellt, scheint plausibel. Der Markt könnte Uber härter bestrafen, als erwartet.

  19. Karl Schneider am

    Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Uber-Fahrten in letzter Zeit teurer geworden sind. Die Qualität hat aber nicht unbedingt zugenommen.

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