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Bei eBay kosten frühere Gebrauchsgüter teils viel Geld. Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist Sammelwut.
Bei der Online-Auktionsplattform eBay sieht man deutlich, wie vielfältig und wie teuer unerwartete Schätze sein können. Solange ein Gegenstand nur selten oder begehrt genug ist, kann sein aktueller Wert den Kaufwert deutlich übersteigen.
Hier kostet ein Drink 50 Euro
Das geht bei Flaschen aller Art los, vor allem denen von Coca-Cola. Seien es Flaschen mit seltsamen Deformierungen, noch befüllte oder gebrauchte: Die Auswahl verschiedener Flaschen, die bei eBay zum Verkauf stehen, ist groß. Eine ungeöffnete Flasche mit einem altmodischen Kronkorken mit Drahtsicherung steht für 50 Euro zum Verkauf, 19 potenzielle Käufer beobachten das Produkt bislang. Ein Hinweis zur Gesundheit: Wer noch befüllte Sammlerstücke erwirbt, macht besser keinen Geschmackstest.
Hunderte Euro für etwas Pappe
Der Sammelkarten-Hype hat innerhalb der letzten Jahre noch an Fahrt zugenommen. Waren es früher Sportler, die besonders heiß gehandelt wurden, sind es heute Raritäten aus verschiedenen Sammelkartenspielen, darunter Pokémon, Magic:The Gathering oder der vergleichsweise neue Hype um Lorcana, ein Kartenspiel mit Disney-Helden. Für diese Kartenspiele gibt es längst spezielle Handelsplattformen, aber einige Verkäufer bieten ihre Schätze auch bei eBay an.
Generell kommt es beim Preis der Karten auf die Faktoren Seltenheitswert und Spielbarkeit an. Karten mit besonders aufwändigem Druck oder speziellen Effekten sind in der Regel teurer – oder welche, die nur zu bestimmten Events verteilt werden und damit entsprechend selten sind. Ein Beispiel dafür ist „Pikachu im Museum“: Ein Produkt aus Pappe, das teilweise für Hunderte von Euro gehandelt wird.
Lufthansa mit Raucher-Image
Eine Schachtel Zigaretten für 50 Euro – in Deutschland ist das eher unüblich. Ein Verkäufer bietet genau das bei eBay an, allerdings ist das keine normale Packung, sondern eine für fünf Zigaretten von der Marke Peter Stuyvesant. Ein Lufthansa-Siegel auf der Packung lässt den Schluss zu, dass es sich um ein Produkt aus einer Kooperation der beiden Unternehmen handelt, wie sie in den Sechzigerjahren stattgefunden hatte. Damals hatte der Spiegel von einem „Peter-Stuyvesant-Image“ der Fluggesellschaft geschrieben.
Auch befinden sich keine Gesundheitswarnungen auf der Verpackung, wie sie seit vielen Jahren in Deutschland verpflichtend sind. Der Verkäufer weiß nicht genau, wie alt die Packung ist. Sie soll aus einem Nachlass stammen.
Wertsteigerung bei Echtgeld
Münzensammler sind eine ganz eigene Kategorie für sich. Genau wie bei Sammelkarten kommt es ihnen darauf an, wie selten die Münzen sind, wie alt, wie gut erhalten. Je seltener, desto wertvoller. Sei es eine spezielle Prägung mit Walther-von-der-Vogelweide-Motiv (130 Euro), ein Morgan-Dollar aus dem 19. Jahrhundert (125 Euro) oder Fehlprägungen, weil bestimmte Länder nach der EU-Osterweiterung die Euro-Karte noch nicht richtig gedruckt haben: Die Vielfalt ist groß, die Preisspanne ebenso.
Gleichzeitig aber auch das Potenzial für Betrug. Wer eine seltene Münze entweder im eigenen Fundus entdeckt oder erwerben will, sollte den Rat eines Fachmanns einholen und zumindest prüfen lassen, ob das Sammlerstück echt ist. Der Deutsche Münzenfachhandel listet entsprechende Experten auf. Einfach ein Foto per Smartphone machen, abschicken und dem Rat des Vertrauenshändlers folgen.
Damals Spielzeug, heute Investment
Achtung an Eltern: Lego sollte man nie zu voreilig oder zu billig abgeben. Eine vor Jahren mal verschenkte Lego-Packung kann heute ein Vielfaches ihres einstigen Kaufpreises wert sein. So ist es bei beliebten Franchises wie Star Wars oder Harry Potter nicht unüblich, dass einzelne Figuren über 50 Euro wert sind. Aber auch 90er-Sets wie Ritter, Cowboys oder City sind massiv im Preis gestiegen. Auf eBay findet man beispielsweise eine Ritterburg, die ursprünglich weniger als 100 US-Dollar gekostet hat und nun für 340 Euro angeboten wird. Wichtig dabei: Je vollständiger die Sets sind, umso mehr sind sie wert. Wer sogar noch Anleitung oder Karton mit vorlegen kann, verdient gutes Geld mit dem Wiederverkauf.
Frankiert und verkauft
120 Euro für eine abgestempelte Briefmarke mit Präsident Thomas Jeffersons Gesicht, 3000 Euro für Benjamin Franklin oder 50 für ein Sechserpack einer speziellen ukrainischen Briefmarke von 2022: Die Auswahl für Sammler ist gewaltig. Genau wie bei anderen Raritäten sollten Käufer prüfen lassen, ob die begehrten Marken echt sind. Hier stellt der Bund philatelistischer Prüfer e.V. eine Suchfunktion bereit.
Abschließend sei gesagt: Jede Rarität ist nur so viel wert, wie Sammler bereit sind, für sie zu zahlen. Wer sich an den Verkauf wagt, muss damit rechnen, eine Weile lang auf den richtigen Käufer zu warten. Wer dagegen kaufen will, muss sich klar sein, dass gerade in Zeiten von 3D-Druck und Photoshop ein hohes Risiko für Fälschungen besteht. Also: Augen auf und bei Bedarf Experten hinzuziehen.
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6 Kommentare
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