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BERLIN (dpa-AFX) – Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner stuft den folgenreichen Anschlag auf die Stromversorgung der Hauptstadt als Terrorismus ein. „Das ist nicht nur eine Brandstiftung oder Sabotage. Das ist schon Terrorismus“, sagte der CDU-Politiker in der „Abendschau“ des RBB-Fernsehens.
„Es war eine linksextremistische Gruppe, die einmal mehr unsere Infrastruktur angegriffen hat und damit auch das Leben von Menschen bedroht hat, von älteren Menschen, die vielleicht Beatmungsgeräte brauchen, von Familien mit kleinen Kindern“, so Wegner. „Und wir müssen diese Täter jetzt schnappen.“
Auch Bundesbehörden eingeschaltet
Polizei, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz seien eingeschaltet. „Wir sind auch im Austausch mit dem Bundeskriminalamt, mit der Bundesebene, weil das ist ja hier kein Spaß, sondern hier ist ein terroristischer Anschlag passiert.“ Jetzt müsse der Druck erhöht werden, um die Täter dingfest zu machen.
45.000 Haushalte ohne Strom
Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke am Teltowkanal, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Mittlerweile ist die Versorgung für etwa 14.000 Haushalte und knapp 500 Gewerbekunden wieder hergestellt, so der Betreiber Stromnetz Berlin. Auch mehrere große Krankenhäuser sind wieder am Netz.
Die übrigen Kunden müssen sich im schlimmsten Fall bis Donnerstagnachmittag gedulden. Bis dahin soll es nach Angaben des landeseigenen Unternehmens dauern, ehe alle Betroffenen wieder Strom bekommen./kr/DP/he
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28 Kommentare
Die lange erwartete Wiederherstellung der Stromversorgung bis Donnerstagnachmittag ist frustrierend für die Betroffenen. Bessere Planung ist hier notwendig.
Die Ausfälle haben gezeigt, wie abhängig wir von einer stabilen Stromversorgung sind. Müssen wir vielleicht über alternative Energiequellen nachdenken?
Das ist ein guter Punkt. Die Diversifizierung der Energieversorgung könnte die Anfälligkeit reduzieren.
Wie konnte die linksextremistische Gruppe unbemerkt eine Kabelbrücke am Teltowkanal in Brand stecken? Sicherheitslücken müssen behoben werden.
Dieser Anschlag unterstreicht die Anfälligkeit unserer Infrastruktur. Werden die Sicherheitsvorkehrungen jetzt ausreichend überprüft und verstärkt?
Ist es möglich, dass weitere Anschläge auf die Berliner Stromversorgung geplant sind? Die Polizei sollte hier wachsam sein.
Es ist wichtig, dass die Täter nicht nur gefasst, sondern auch vor Gericht gestellt und entsprechend bestraft werden.
45.000 Haushalte ohne Strom – das ist eine enorme Zahl. Wie konnte es sein, dass ein solcher Anschlag auf eine so kritische Infrastruktur möglich war, ohne dass frühzeitigere Warnsignale beachtet wurden?
Wegners Betonung, dass es sich um keinen Spaß handelt, ist verständlich. Die Situation ist ernst und erfordert eine entschlossene Reaktion.
Es ist gut zu hören, dass bereits die Stromversorgung für 14.000 Haushalte wiederhergestellt wurde, aber ein solches Ausmaß an Schäden an einer Kabelbrücke am Teltowkanal ist beunruhigend.
Die Aussage, dass es sich nicht nur um Brandstiftung oder Sabotage handelt, sondern um Terrorismus, impliziert eine politische Motivation. Welche konkreten Ziele verfolgt die linksextremistische Gruppe?
Die Tatsache, dass die Stromversorgung für einige Krankenhäuser unterbrochen war, macht die Situation besonders ernst. Wurden Notfallprotokolle ausreichend getestet und umgesetzt?
Wegner fordert, die Täter zu „schnappen“. Diese harte Rhetorik mag beruhigend klingen, aber ist sie hilfreich für eine umfassende Aufklärung der Tat und ihrer Ursachen?
Die Angriffe auf die Infrastruktur sind besorgniserregend. Kann man sich von der Annahme distanzieren, dass solche Aktionen nur von marginalen Gruppen ausgehen?
Die Nachricht, dass auch mehrere große Krankenhäuser betroffen waren, ist besonders alarmierend. Die Patientensicherheit muss oberste Priorität haben.
Bis Donnerstagnachmittag könnten weitere Haushalte ohne Strom bleiben – eine lange Zeit! Welche kurzfristigen Hilfsmaßnahmen werden für die Betroffenen angeboten, und sind diese ausreichend?
Es ist gut, dass die Bundesbehörden mit eingebunden sind. Die Koordination zwischen den verschiedenen Ebenen ist in solchen Fällen entscheidend.
Der Austausch mit dem Bundeskriminalamt ist wichtig, aber reicht das aus? Sollte man nicht auch internationale Expertise einbeziehen, um die Hintermänner zu ermitteln?
Ich wohne in der Nähe des Teltowkanals und war selbst betroffen. Die Kommunikation von Stromnetz Berlin war leider sehr lückenhaft.
Die Tatsache, dass sich eine Gruppierung zu dem Anschlag bekannt hat, ist ein wichtiger Schritt für die Ermittlungen, aber wer steckt wirklich dahinter?
Ich frage mich, ob die Ankündigung, den Druck zu erhöhen, tatsächlich zu schnelleren Ermittlungsergebnissen führen wird, oder ob sie nur einen politischen Effekt hat?
Die Situation erinnert an andere Angriffe auf kritische Infrastruktur. Gibt es eine Verbindung zu früheren Vorfällen?
Die Nachricht, dass 2.200 Unternehmen betroffen sind, könnte erhebliche wirtschaftliche Folgen für Berlin haben. Gibt es bereits Schätzungen über die entstandenen Schäden?
Ich habe gelesen, dass es zu Produktionsausfällen in einigen Betrieben gekommen ist, was die Situation noch verschärft.
Die Brandstiftung am Teltowkanal ist ein Angriff auf die gesamte Berliner Bevölkerung. Wir müssen uns davon nicht einschüchtern lassen.
Es ist schockierend zu hören, dass das Leben von Menschen, die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind, bedroht wurde. Das zeigt die Verantwortungslosigkeit der Täter.
Wegners direkte Einstufung als Terrorismus ist bemerkenswert, besonders da es sich um eine linksextremistische Gruppe handelt. Ist diese Härte bei der Benennung gerechtfertigt, oder versucht man, ein politisches Problem zu dramatisieren?
Ich denke, die Bedrohung von Leben, insbesondere durch die Ausfälle in Krankenhäusern, wie Wegner erwähnte, rechtfertigt diese Bezeichnung.