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Der IPO Markt steht vor einem Paradigmenwechsel. Unternehmen gehen heute nicht mehr früh, sondern spät und extrem groß an die Börse. Der Median des erwarteten Umsatzes 12 Monate nach dem Börsengang ist innerhalb weniger Jahre von rund 380 Mio. $ auf fast 880 Mio. $ gestiegen. Das ist kein Zyklus, das ist eine strukturelle Verschiebung. Börsengänge werden vom Kapitalbeschaffungsevent zum Reifegradstempel für bereits dominante Plattformen.

Der Treiber heißt KI. Private Tech Firmen erreichen heute Umsatzdimensionen, die früher nur etablierte Börsenkonzerne kannten. Mehrere KI Champions liegen bereits über 1 Mrd. $ wiederkehrendem Jahresumsatz. Dazu zählen OpenAI, Anthropic, Databricks, xAI, Canva und Cursor. Eine zweite Liga überschreitet die Marke von 200 Mio. $ ARR, darunter Perplexity, ElevenLabs, Glean, Suno und Synthesia. Selbst Firmen mit erst wenigen Jahren Historie knacken die 100 Mio. $ ARR Schwelle und wachsen weiter mit 50 bis 200% pro Jahr.

(ARR = Annual Recurring Revenue, also jährlich wiederkehrender Umsatz aus Abos oder langfristigen Verträgen.​ Gemeint ist der berechenbare, planbare Umsatz, der jedes Jahr erneut zufließt, im Gegensatz zu einmaligen Lizenz- oder Projektzahlungen.)

Entscheidend ist die Qualität dieses Wachstums. KI ersetzt nicht nur Software, sondern menschliche Arbeitszeit. Budgets wandern aus Beratung, Marketing, Kundenservice, Medienproduktion und Verwaltung direkt in KI-Tools. Das Ergebnis sind extrem hohe Bruttomargen, geringe Grenzkosten und Umsatzsprünge ohne proportionalen Personalaufbau. Wachstum entkoppelt sich vom Headcount. Skalierung wird nahezu linear.

Private Kapitalmärkte halten diese Firmen länger von der Börse fern, weil Wachstum intern finanzierbar ist. Der Börsengang wird dadurch aufgeschoben, aber massiv aufgeladen. Wenn diese Unternehmen kommen, dann mit Milliardenumsätzen, globalen Kundenbasen und klarer Marktführerschaft. Risiko verlagert sich von der Bilanz in die Bewertung.

Die Konsequenz für Investoren ist eindeutig. Der nächste IPO Zyklus wird kleiner in der Anzahl, aber größer in der Substanz. Weniger Hype, mehr Cashflow. Weniger Vision, mehr Dominanz. KI sorgt dafür, dass die wertvollsten Firmen der nächsten Dekade bereits heute existieren, nur noch nicht börsennotiert sind. Wer glaubt, der große Tech Boom sei vorbei, schaut auf die falsche Bühne.

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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Über stock3 stock3 ist die zentrale „Homebase“ für anspruchsvolle Trader und Anleger im deutschsprachigen Raum. Die Plattform vereint die Analysestärke des ehemaligen GodmodeTrader mit der Technologie des Trading-Terminals Guidants. Nutzer finden hier professionelle Chartanalysen, Echtzeitkurse und die Möglichkeit, direkt aus der Plattform heraus bei zahlreichen Brokern zu handeln.

26 Kommentare

  1. Der Artikel betont die Bedeutung von ‚wiederkehrenden Jahresumsätzen‘ (ARR). Ist diese Kennzahl tatsächlich ein besserer Indikator für den Wert eines KI-Unternehmens als der traditionelle Umsatz?

    • Definitiv, da ARR die Planbarkeit und Stabilität des Umsatzes widerspiegelt, was bei KI-Unternehmen mit ihren Abo-Modellen besonders wichtig ist.

  2. Ich finde es spannend, dass der Börsengang als ‚Reifegradstempel‘ dargestellt wird. Das bedeutet also, dass Unternehmen erst dann an die Börse gehen, wenn sie bereits eine dominante Position erreicht haben.

  3. Der Artikel suggeriert, dass der Tech-Boom nicht vorbei ist, sondern sich nur auf eine andere Bühne verlagert – nämlich auf KI. Aber sind die Bewertungen der KI-Unternehmen bereits überhöht?

  4. Die Tatsache, dass Unternehmen wie Cursor ebenfalls zu den KI-Champions gezählt werden, zeigt, dass der Markt vielfältig ist und nicht nur von den bekanntesten Namen dominiert wird.

  5. Die Verschiebung vom frühen, kleinen Börsengang zum späten, großen IPO ist wirklich bemerkenswert – der Anstieg des Medianumsatzes von 380 Mio. $ auf 880 Mio. $ in wenigen Jahren deutet auf eine enorme Veränderung hin.

  6. Die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte der Chefredaktion ist ein wichtiger Schritt zur Transparenz. Wie beeinflusst die stock3 AG Ihrer Meinung nach den IPO-Markt?

  7. Die Aussage, dass das Wachstum intern finanziert werden kann und deshalb Börsengänge aufgeschoben werden, macht Sinn. Das bedeutet aber auch, dass die Erwartungen an das Wachstum bei einem späteren IPO noch höher sein werden.

  8. Die Betonung auf ‚Dominanz‘ als Kriterium für einen erfolgreichen Börsengang ist ein klarer Hinweis darauf, dass Investoren nicht nur auf Wachstum, sondern auch auf Wettbewerbsfähigkeit achten müssen.

  9. Lukas Schäfer am

    Die Definition von ARR als ‚berechenbarer, planbarer Umsatz‘ ist wichtig, um die Qualität des Wachstums besser einschätzen zu können. Wie wird ARR bei KI-Unternehmen ermittelt, die unterschiedliche Preismodelle anbieten?

  10. Die Beispiele von Perplexity, ElevenLabs und Suno, die die 200 Mio. $ ARR-Marke überschreiten, zeigen, dass der KI-Boom nicht auf die großen Namen beschränkt ist. Gibt es Branchen, in denen das ARR-Wachstum besonders rasant ist?

  11. Die hohen Bruttomargen und geringen Grenzkosten, die durch KI-Tools entstehen, sind ein starkes Argument für die Dominanz dieser Unternehmen in der Zukunft. Wo genau sehen Sie die größten Auswirkungen auf die traditionelle Softwareindustrie?

  12. Die Aussage, dass KI-Unternehmen die wertvollsten Firmen der nächsten Dekade sein werden, ist gewagt, aber angesichts der aktuellen Entwicklung durchaus plausibel. Welche Faktoren könnten diese Entwicklung bremsen?

  13. Die Skalierung ’nahezu linear‘, wie im Artikel beschrieben, klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Welche Herausforderungen gibt es bei der Skalierung von KI-Unternehmen, die diese Linearität beeinträchtigen könnten?

  14. Jonas L. Hoffmann am

    Wenn wirklich ein kleinerer, aber substanziellerer IPO-Zyklus bevorsteht, müssen sich Privatanleger wohl auf eine andere Art der Beteiligung einstellen – möglicherweise auf eine stärkere Fokussierung auf Value-Investing.

  15. Die Entkopplung von Wachstum und Personalaufbau durch KI ist ein Schlüsselfaktor. Wenn Unternehmen ihre Umsätze ohne proportionalen Anstieg der Mitarbeiterzahl steigern können, verändert das das traditionelle Bild der Unternehmensskalierung massiv.

  16. Die Verschiebung des Fokus von ‚Vision‘ zu ‚Cashflow‘ ist ein realistischer Blick auf die Zukunft des IPO-Marktes. Investoren werden wohl weniger bereit sein, für reine Zukunftsträume zu bezahlen.

  17. Anna I. Schneider am

    Die Tatsache, dass selbst junge Unternehmen mit wenigen Jahren Historie die 100 Mio. $ ARR-Schwelle knacken, ist wirklich beeindruckend und beweist das disruptive Potenzial von KI.

  18. Es ist faszinierend, wie KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic bereits über 1 Mrd. $ ARR verfügen; das ist ein Umsatzniveau, das traditionell nur von etablierten Konzernen erreicht wurde. Wie realistisch ist es, dass sich dieser Trend fortsetzt?

  19. Die Erwähnung von Canva als einem der KI Champions überrascht mich etwas. Wie positioniert sich Canva im Bereich KI im Vergleich zu anderen Unternehmen wie OpenAI oder Databricks?

  20. Die Beobachtung, dass Budgets von Bereichen wie Beratung und Marketing direkt in KI-Tools fließen, ist ein starker Hinweis auf die disruptive Kraft der Technologie. Welche traditionellen Branchen werden am stärksten betroffen sein?

  21. Emma U. Hoffmann am

    Das Wachstum von 50 bis 200% pro Jahr ist in anderen Branchen kaum vorstellbar. Welche spezifischen KI-Modelle oder Anwendungsfälle treiben dieses extreme Wachstum an?

  22. Mia U. Schäfer am

    Es ist beruhigend zu lesen, dass der nächste IPO-Zyklus weniger Hype und mehr Cashflow verspricht. Das könnte zu stabileren und nachhaltigeren Bewertungen führen.

  23. Die Verlagerung des Risikos von der Bilanz in die Bewertung ist ein interessanter Punkt. Das bedeutet, dass Investoren noch stärker auf die langfristige Marktführungsfähigkeit achten müssen.

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