Listen to the article
Kernaussagen
🌐 Translate Article
📖 Read Along
💬 AI Assistant
Geopolitisch war der Januar mit Venezuela und Grönland stürmisch – das davon hauptsächlich die Windkraft profitierte, hat allerdings wenig mit Donald Trump zu tun. Im Gegenteil: Vorschub leisteten US-Bundesrichter, die EU und Nordsee-Anrainer wie Großbritannien und Norwegen. Wir werfen einen Blick auf die Meilensteine aus dem Januar. Dabei legen wir heute den Fokus auf ØRSTED und Dänemark.
Die Dänen konnten einem zuletzt leidtun. Das kleine Volk vom Skagerrak zwischen Nord- und Ostsee hat viele Tiefschläge einstecken müssen. Nicht nur wegen Grönland und Trump sondern auch schon in den Jahren zuvor. Denken wir nur an die großen Verlierer am europäischen Aktienmarkt in der jüngeren Vergangenheit. NOVO NORDISK, VESTAS und ØRSTED sind dänisch. Einst gefeierte Vorzeige-Unternehmen haben sich die Kurse in der Spitze geviertelt. Wir schauen heute auf ØRSTED und sagen, warum es Licht am Ende des Tunnels gibt, nicht nur weil die Handballer wieder Weltmeister geworden sind. Doch der Reihe nach…
Am 14. Januar hat ein US-Bundesrichter in Washington die Wiederaufnahme der Arbeiten am Offshore-Windpark Revolution Wind vor Rhode Island erlaubt, obwohl der Rechtsstreit mit der US-Regierung weiterläuft. Grundlage war eine einstweilige Verfügung, weil das Projekt bei einem Baustopp bis zur Hauptsacheentscheidung „irreparablen Schaden“ genommen hätte. Das Urteil ist besonders relevant, weil Revolution Wind mit rund 90 % Fertigstellungsgrad fast abgeschlossen ist.
Auslöser des Konflikts war eine Anordnung des US-Innenministeriums vom 22. Dezember 2025, die unter Verweis auf nationale Sicherheitsbedenken eine 90-tägige Aussetzung von fünf Offshore-Windprojekten an der Ostküste verfügt hatte. Das passt zur Linie von US-Präsident Donald Trump als Windkraftgegner. An der Börse führte die Entscheidung zu einem Kursplus von über 5 %, bis heute sind es daraus sogar schon +12% geworden, weil das Risiko eines totalen Projektstopps deutlich gesunken ist. Signalwirkung hat das Urteil auch für die vielen anderen Windkraftprojekte in den USA. Schwenken wir nach Europa:
Letzte Woche haben dann die Regierungschefs von Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen und dem Vereinigten Königreich die „Hamburg Declaration“ unterzeichnet. Die Vereinbarung ist der zweite warme Regen für die Offshore-Windkraftbranche. Der Kern des Investitionspakts ist, Offshore-Windkraft wieder zurück in die Spur zu bringen. Politisch bekräftigt der Kreis das Ziel von 300 Gigawatt (GW) Offshore-Wind bis 2050 und will davon bis zu 100 GW über grenzüberschreitende Projektsets entwickeln.
Die Staaten wollen eine stabile Pipeline an Ausschreibungen schaffen, bei Investitionen gezielt „de-risking“ betreiben, Genehmigungen beschleunigen und einen belastbaren Investitionsrahmen setzen. Dazu gehört auch ein „Offshore Financing Framework“ (OFF). Das ist ein Finanzierungsrahmen für grenzüberschreitende Offshore-Projekte, der bestehende Instrumente bündelt und mit EU-Kommission sowie Europäischer Investitionsbank skaliert werden soll. Kurschancen entstehen, wenn Ausschreibungsdesign und Finanzierungsrahmen konkret werden. Bei Vestas ist das schon geschehen, der Kurs hat sich vom Tief bereits mehr als verdoppelt.
Vestas Wind Systems
Sie möchten weiterlesen?
Testen Sie den Bernecker Börsenkompass jetzt kostenlos für 30 Tage.
Jetzt kostenlos testen
Ich habe bereits ein Abo
Den vollständigen Artikel hier lesen


6 Kommentare
Solid analysis. Will be watching this space.
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.
Interesting update on WINDKRAFT-BUND: Comeback für Dänemark. Looking forward to seeing how this develops.
Great insights on News. Thanks for sharing!
Good point. Watching closely.
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.