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Viele Anleger kaufen einfach den Index. Doch gerade dort, wo kaum jemand hinschaut, können Chancen entstehen – besonders bei kleinen Unternehmen außerhalb der großen Indizes.

Es ist bequem zu sagen, dass niemand den Markt schlagen kann – dann muss man es gar nicht erst versuchen. Ob ein Index geschlagen werden kann, hängt stark davon ab, wie er aufgebaut ist.

Bei kapitalgewichteten Indizes ist das grundsätzlich möglich. Allerdings wird es schwieriger, wenn die erfolgreichsten Unternehmen bereits am stärksten gewichtet sind. Wer würde zum Beispiel die „Magnificent Seven“ noch stärker gewichten wollen? Zumal ihre zukünftige Entwicklung keineswegs garantiert ist.

Wenn ein Tippgeber selbst investiert ist, wird es interessant

Gerade deshalb kann es sich lohnen, trotzdem zu versuchen, den Markt zu schlagen. 

Wenn viele Anleger einfach nur den Index kaufen, könnten Unternehmen außerhalb des Index falsch bewertet sein – vielleicht auch deshalb, weil sie wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Dr. Daniel Walther ist Finanzexperte mit 30 Jahren Erfahrung in Vermögensanlage, -verwaltung und Vertriebssteuerung. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.

Solche Unternehmen zu finden, ist allerdings schwierig. Noch schwieriger ist es, ausreichend Informationen zu sammeln, um sie richtig zu bewerten. 

Hilfreich wäre es, jemanden zu haben, dem man vertrauen kann. 

Wenn ein Experte seine Investments offenlegt, wird es spannend

Reine Aktientipps sind zwar meist mit Vorsicht zu genießen. Aber interessant wird es, wenn jemand selbst investiert ist und seine eigenen Investments offenlegt.

Natürlich besteht immer die Gefahr des sogenannten Front-Runnings: Aktien werden empfohlen, damit spätere Käufer die Positionen der frühen Investoren übernehmen. Besonders groß ist dieses Risiko bei Penny-Stocks, also Aktien unter einem Dollar oder Euro, weil dort nur wenig gehandelt wird.

Bei Penny Stocks können schon wenige Tausend Euro viel bewegen

Der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs kann hier leicht 10 Prozent oder mehr betragen, während er bei großen Aktien oft unter 1 Prozent liegt. 

Schon Investitionen von wenigen Tausend Euro können den Kurs bewegen, und Orderkosten fallen zusätzlich ins Gewicht. Gleichzeitig besteht aber die Chance, dass sich solche Werte in kurzer Zeit vervielfachen.

Bei Penny-Stocks geht es auch um die großen Anteilseigner

In der Finanzbranche ist es hilfreich, sich mit Kollegen auszutauschen. Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür, wer mit seinen Einschätzungen häufiger richtig liegt. Das heißt nicht, Empfehlungen blind zu folgen – aber ein genauer Blick kann sich lohnen.

Bei Penny-Stocks sollte man nicht nur die Unternehmenszahlen betrachten, sondern auch das Management. Wer sind die großen Anteilseigner? Wie viele Aktien hält das Management selbst? Wurden sie gekauft oder als Vergütung erhalten? Und wie stark engagiert sich das Management persönlich für den Erfolg des Unternehmens?

Faktoren, die ein Investment begünstigen

Wenn der Tippgeber selbst investiert ist, der Kontakt zum Management besteht und auch das Management eigenes Geld investiert hat – vielleicht sogar persönlich vor Ort arbeitet –, kann ein Investment durchaus interessant sein. Wer einen solchen Pitch hört, merkt meist schnell, ob er investieren möchte.

Dabei geht es nicht um besonders sichere Anlagen, die ein Portfolio stabilisieren. Es geht um das Gegenteil: Trends früh zu erkennen und überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. 

Wenn sich zum Beispiel Gold zuerst bewegt – folgen dann Rohstoffe wie Silber, Lithium, Kupfer oder Mangan? Oder entstehen in der Medizin Innovationen mit großem Wachstumspotenzial?

10.000 Euro in 50.000 Euro verwandeln?

Für Anleger, die ihr Vermögen bereits gut verteilt und diversifiziert haben, können solche Investments eine asymmetrische Chance bieten: höheres Risiko, aber auch sehr hohe mögliche Gewinne.

Angenommen, ein oder mehrere Investments könnten sich innerhalb von zwei Jahren verfünffachen. Natürlich wäre es unrealistisch, fest davon auszugehen, dass aus 10.000 Euro sicher 50.000 werden. Aber wer auf fünf Unternehmen setzt, könnte vielleicht zwei große Treffer landen und nur bei einem Verlust machen. Selbst nach Kosten könnte das Kapital dann insgesamt noch deutlich wachsen. Am Ende bleibt nur die Frage: Welche Unternehmen kommen dafür infrage?

Daniel Walther

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6 Kommentare

  1. Jonas B. Schäfer am

    Interesting update on Aktien-Experte: Die Faktoren, bei denen ich hellhörig werde. Looking forward to seeing how this develops.

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