Die kanadische Armee hat im vergangenen Monat offiziell eine neue, missionsbasierte Organisationsstruktur anerkannt. Die Umgliederung ist Teil eines Modernisierungsprozesses und soll laut der Mitteilung die Verteidigungsfähigkeit Kanadas stärken sowie die Einsatzbereitschaft im In- und Ausland verbessern. Die Reform schafft vier primäre Formationen mit jeweils eigenem Auftrag.

Vier Formationen, vier Aufgaben

Die 1. Kanadische Division mit Sitz in Edmonton wird als Formation mit hoher Einsatzbereitschaft beschrieben. Sie ist zuständig für die Vorbereitung und Führung von Streitkräften für Auslandseinsätze sowie für größere Gefechtshandlungen. Die 2. Kanadische Division in Montréal bildet nach Angaben der Mitteilung das Fundament der Landesverteidigung. Sie vereint die Kräfte der Armeereserve, der regulären Streitkräfte und der Canadian Rangers für Inlandsoperationen, territoriale Verteidigung, Katastrophenhilfe und Souveränitätsaufgaben.

Hinzu kommen zwei weitere Formationen mit Sitz in Kingston. Die Canadian Army Support Division wird als institutionelles Rückgrat bezeichnet, das Infrastruktur, Dienstleistungen und technisches Fachwissen für Armeeoperationen im In- und Ausland bereitstellt. Das Canadian Army Doctrine and Training Centre ist laut Mitteilung zuständig für individuelle und kollektive Ausbildung, die Entwicklung von Doktrinen, berufliche Weiterbildung, Erprobung sowie die Auswertung gewonnener Erkenntnisse.

Standorte und Zuständigkeiten

Die vier Formationen sind damit geografisch auf drei Städte verteilt: Edmonton, Montréal und Kingston, wobei Kingston gleich zwei der vier Formationen beherbergt. Die Mitteilung beschreibt die neue Struktur als Rahmen, der jeder Formation eine klare Mission zuweist und die Armee anpassungsfähig und ausgerüstet für aktuelle und künftige Sicherheitsherausforderungen halten soll.

Die Mitteilung nennt keine Angaben zu Personalstärken, Budgetvolumen oder einem Zeitplan für die vollständige Umsetzung der neuen Struktur. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob die Reorganisation mit Verschiebungen bei Beschaffungsprogrammen oder Verteidigungsausgaben verbunden ist. Festgehalten wird lediglich die formale Anerkennung der neuen Gliederung im vergangenen Monat sowie die Zuordnung der vier genannten Formationen zu ihren jeweiligen Standorten und Aufgabenbereichen.

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