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Der Euro hat am Dienstagmorgen angesichts der anhaltenden politischen Krise in Frankreich weiter nachgegeben. Mit einem Rückgang um 0,20 Prozent auf 1,1686 US-Dollar hielt sich die Gemeinschaftswährung jedoch über ihrem Vortagestief.
Zum Wochenstart hatte der überraschende Rückzug von Frankreichs Premier Sébastien Lecornu den Euro belastet. Präsident Emmanuel Macron geriet dadurch weiter unter Druck, während die Opposition erneut seinen Rücktritt fordert.
Am Montagabend verschaffte sich Macron etwas Luft: Der geschäftsführend amtierende Lecornu soll bis Mittwochabend Gespräche über einen Ausweg aus der Krise führen. „Fortsetzung folgt in diesem französischen Chaos also“, kommentierte ein Devisenexperte den Schritt.
Zusätzlicher Druck auf den Eurokurs kam von Auftragsdaten aus der deutschen Industrie, die im August einen weiteren Dämpfer erhielten. Im Vergleich zum Juli sanken die Bestellungen um 0,8 Prozent, während Volkswirte mit einem Anstieg gerechnet hatten.
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16 Kommentare
Es ist interessant zu sehen, wie stark der Euro von politischen Ereignissen in Frankreich beeinflusst wird. Das zeigt, wie eng die europäische Wirtschaft miteinander verwoben ist.
Es ist bemerkenswert, dass der Euro trotz des politischen Chaos in Frankreich und der schwachen deutschen Daten noch über seinem Vortagestief von 1,1686 US-Dollar gehalten hat. Zeigt das eine gewisse Widerstandsfähigkeit oder nur eine kurzfristige Stabilisierung?
Ich denke, es ist eher eine kurzfristige Stabilisierung, da die Unsicherheit in Frankreich noch lange nicht beendet ist und die deutschen Daten ein klares Warnsignal sind.
Der Rückgang der deutschen Industrieaufträge um 0,8 Prozent im August ist besorgniserregend, besonders da Experten einen Anstieg erwartet hatten – das verstärkt den Abwärtsdruck auf den Euro zusätzlich zur französischen Situation.
Der überraschende Rückzug von Sébastien Lecornu als Premierminister scheint wirklich der Auslöser für die aktuelle Schwäche des Euro zu sein. Wie nachhaltig wird dieser Effekt sein?
Ich frage mich, ob die Märkte bereits eine mögliche Regierungsumbildung in Frankreich einkalkulieren oder ob wir noch mit größeren Schwankungen rechnen müssen, wenn Macron tatsächlich zurücktritt.
Wenn Macron tatsächlich zurücktritt, welche Auswirkungen hätte das auf die geplanten Reformen in Frankreich? Das könnte den Euro noch weiter belasten.
Das ist ein sehr guter Punkt. Ein Machtwechsel könnte die Reformagenda komplett über den Haufen werfen und zu noch größerer Unsicherheit führen.
Ich beobachte die Entwicklung des Eurokurses seit dem Rücktritt von Lecornu. Es scheint, als ob die Anleger wirklich nervös sind und auf weitere Nachrichten warten.
Die Kombination aus politischer Instabilität in Frankreich und schwachen Wirtschaftsdaten aus Deutschland ist eine ungünstige Ausgangslage für den Euro. Eine Erholung scheint momentan unwahrscheinlich.
Ein Rückgang um 0,20 Prozent auf 1,1686 US-Dollar mag nicht enorm sein, aber in der Welt der Devisen kann das schon eine deutliche Verschiebung bedeuten, besonders in Kombination mit den anderen Faktoren.
Die sinkenden Aufträge in der deutschen Industrie sind ein Problem für die gesamte Eurozone. Könnte das die EZB zu einer vorsichtigeren Geldpolitik bewegen?
Die Tatsache, dass Lecornu bis Mittwochabend Gespräche führen soll, deutet darauf hin, dass Macron versucht, Zeit zu gewinnen. Aber reicht das aus, um das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen?
Die Aussage des Devisenexperten, „Fortsetzung folgt in diesem französischen Chaos also“, klingt ziemlich pessimistisch. Glaubt jemand, dass Macron die Situation wirklich unter Kontrolle bekommen kann?
Die Tatsache, dass der Euro sich trotz allem über dem Vortagestief halten konnte, könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Märkte noch auf eine positive Wendung hoffen.
Ich bin skeptisch, ob die Gespräche mit Lecornu wirklich zu einer Lösung führen werden. Die Opposition fordert ja bereits offen Macrons Rücktritt, was die Verhandlungen erschwert.