Gunnison Copper Corp. TSX: GCU | OTCQB: GCUMF | FWB: 3XS0

Die kanadische Gunnison Copper Corp. hat am 17. August 2026 einen Zwischenstand zu ihrem 2026 gestarteten Bohrprogramm auf dem Kupferprojekt Gunnison in Arizona veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens sind derzeit zwei Bohrgeräte auf dem Projektgelände im Einsatz, die Zahl soll im September deutlich steigen. Das Programm ist auf drei Ziele ausgelegt: die metallurgische Optimierung, die Erweiterung der Ressourcen und die Höherklassifizierung bereits bekannter Mineralisierung.

Erste metallurgische Bohrphase abgeschlossen

Die anfängliche Phase der metallurgischen Bohrungen auf der Lagerstätte Gunnison ist laut Mitteilung beendet. Die Bohrkerne wurden an unabhängige Labore zur Analyse übergeben und sollen in das laufende Optimierungsprogramm einfließen. Metallurgische Untersuchungen dienen dazu, das Verhalten des Erzes bei der Aufbereitung zu bestimmen – also etwa, welcher Anteil des enthaltenen Metalls mit welchem Verfahren gewonnen werden kann. Diese Daten sind eine Grundlage für die technische Auslegung eines späteren Abbaubetriebs.

Parallel dazu haben die metallurgischen Bohrungen auf der Lagerstätte Strong & Harris begonnen. Damit verlagert sich der Fokus des Programms vorübergehend auf ein zweites Ziel innerhalb des Distrikts, während die Proben aus dem Gunnison-Deposit im Labor bearbeitet werden.

Testprogramm im Labor deutlich erweitert

Neben den Bohrungen hat Gunnison Copper auch das begleitende Testprogramm ausgebaut. Die Zahl der geplanten Säulenlaugungstests wurde von 270 auf nun 405 Tests erhöht; 68 dieser Tests befinden sich nach Unternehmensangaben derzeit in Bearbeitung. Bei Säulenlaugungstests wird zerkleinertes Erz in vertikalen Behältern mit einer Lösung durchströmt, um die Metallausbringung im Laugungsverfahren zu messen – ein Verfahren, das für die In-situ-Recovery- und Haufenlaugungsansätze auf dem Projekt relevant ist.

Zusätzlich umfasst das Programm jetzt 63 Flotationstests für Kupfer, Zink und Silber aus sulfidischen Erzen. Damit prüft das Unternehmen die Flotation als Verfahrensoption für die Sulfidzonen des Projekts. Bei der Flotation werden Wertminerale mithilfe von Reagenzien und Luftblasen von Gangart getrennt; sie ist bei Sulfiderzen das gängige Aufbereitungsverfahren, während laugungsbasierte Ansätze vor allem bei oxidischen Kupfererzen eingesetzt werden. Konkrete Ergebnisse zu den Tests nannte das Unternehmen in der Mitteilung nicht; es verwies lediglich auf bevorstehende vorläufige metallurgische Resultate.

Der Stand des Bohrprogramms in Zahlen

Das Gesamtprogramm sieht 138.000 Fuß beziehungsweise 42.000 Meter Bohrmeter in 120 Bohrlöchern vor. Abgeschlossen sind bislang 7.950 Fuß oder 2.420 Meter in sieben Bohrlöchern. Die Aufteilung nach Programmteilen:

  • Metallurgische Optimierung: geplant 26.200 Fuß (7.974 Meter) in 28 Bohrlöchern, davon 7.950 Fuß (2.420 Meter) in sieben Bohrlöchern fertig – ein Fortschritt von 30 Prozent.
  • Ressourcenerweiterung und Infill-Bohrungen: geplant 92.800 Fuß (28.243 Meter) in 84 Bohrlöchern, bislang keine Bohrungen abgeschlossen.
  • Exploration: geplant 19.000 Fuß (5.783 Meter) in acht Bohrlöchern, bislang keine Bohrungen abgeschlossen.

Der bislang dokumentierte Fortschritt betrifft damit ausschließlich den metallurgischen Teil des Programms. Die beiden umfangreicheren Blöcke – Ressourcenerweiterung samt Infill-Bohrungen sowie die reine Exploration – stehen laut der veröffentlichten Übersicht noch am Anfang. Infill-Bohrungen verdichten das Bohrraster innerhalb einer bekannten Mineralisierung, um Ressourcen in höhere Vertrauenskategorien zu überführen.

Ausbau der Infrastruktur vor Ort

Für die geplante Ausweitung baut das Unternehmen auch die Logistik am Standort aus: Ein neuer Kernschuppen zur Lagerung und Bearbeitung der Bohrkerne steht nach Angaben von Gunnison Copper kurz vor der Fertigstellung. Im September soll das Programm dann auf sechs Bohrgeräte aufgestockt werden. Zeitangaben zur Fertigstellung des Gesamtprogramms oder zur Veröffentlichung der einzelnen Ergebnisblöcke enthält die Mitteilung nicht.

Einordnung

Gunnison Copper, vormals Excelsior Mining Corp., hat seinen Sitz in Phoenix, Arizona, und ist an der Toronto Stock Exchange unter dem Kürzel GCU notiert. Weitere Notierungen bestehen am US-Handelsplatz OTCQB (GCUMF) sowie an der Börse Frankfurt (3XS0). Das Kupferprojekt Gunnison in Arizona umfasst mehrere Lagerstätten, darunter das namensgebende Gunnison-Deposit und Strong & Harris.

Der in der Quelle ausgewiesene Kursstand der Aktie lag bei 0,2995 Euro, verbunden mit einem Tagesplus von 5,09 Prozent. Über längere Zeiträume zeigt die dort dokumentierte Kursentwicklung ein gemischtes Bild: einem Zuwachs von 77,94 Prozent über drei Jahre stehen Verluste von nahezu 100 Prozent über die Zehnjahres- und Maximalbetrachtung gegenüber, was auch Kapitalmaßnahmen der Vergangenheit widerspiegeln kann.

Ob und wann aus dem erweiterten Bohr- und Testprogramm belastbare Ergebnisse für die Wirtschaftlichkeit des Projekts abgeleitet werden können, ist der Mitteilung nicht zu entnehmen. Das Unternehmen kündigte lediglich vorläufige metallurgische Resultate an, ohne einen Termin zu nennen.

Quelle: Nachrichten Ticker - Kategorie: Pressemitteilungen - www.wallstreet-online.de

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