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am IPO-Markt deutet sich für das Jahr 2026 ein wahres Feuerwerk an Börsengängen an. Während 2025 noch von geopolitischen Unsicherheiten und einer abwartenden Haltung geprägt war, füllt sich die Pipeline für das neue Jahr mit Namen, die risikofreudige Börsianer auf den Plan rufen könnten. Aber halten die möglichen IPOs auch, was sie versprechen?

Der „Elon-Faktor“: SpaceX plant den Rekord-Börsengang

Das absolute Highlight des Jahres 2026 könnte zweifellos SpaceX werden. Laut Berichten von Bloomberg strebt Elon Musk mit seinem Raumfahrtunternehmen Mitte bis Ende 2026 den Gang auf das öffentliche Parkett an. Die Dimensionen des IPOs sind schwindelerregend: Mit einer angestrebten Bewertung von bis zu 1,5 Billionen Dollar könnte SpaceX Geschichte schreiben und den bisherigen Rekord von Saudi Aramco übertreffen. SpaceX hat seine Mitarbeiter bereits auf eine „stille Phase“ (Quiet Period) eingeschworen, was als ein deutliches Signal dafür gewertet werden kann, dass die Vorbereitungen hinter den Kulissen auf Hochtouren laufen.

Europa vor der IPO-Wende?

Auch hierzulande keimt Hoffnung auf. Nach einem verhaltenen Jahr 2025 prognostizieren Experten von EY für 2026 einen deutlichen Aufschwung für den deutschen Kapitalmarkt. Bis zu zehn Börsengänge werden für das Jahr 2026 in Deutschland erwartet. So steht beispielsweise die ThyssenKrupp-Abspaltung TK Elevator ganz oben auf der Agenda: Der Aufzugs- und Rolltreppenspezialist soll den größten deutschen Börsengang seit Jahren anstreben und profitiert von stabilen Auftragsbüchern und einem Gewinnsprung im operativen Geschäft. Allerdings ist TK Elevator nach Daten der Ratingagentur S&P mit rund zehn Milliarden Euro auch sehr hoch verschuldet, was für Investoren ein Warnsignal sein sollte.

Auch das geplante IPO von Mobile.de gilt mit einer angestrebten Bewertung von bis zu zehn Milliarden Euro als eines der bedeutendsten Börsendebüts am deutschen Markt. Die Eigentümer Permira und Blackstone nutzen das sich erholende Umfeld, um die marktführende Automobil-Plattform als eigenständiges Tech-Schwergewicht in Frankfurt zu platzieren.

Ebenfalls in der IPO-Pipeline steht KNDS. Der deutsch-französische Rüstungskonzern verfügt über eine starke Stellung im europäischen Verteidigungsmarkt und präsentiert sich vor dem für 2026 geplanten Börsengang als hochprofitabler Konzern mit einer starken Bilanz. Im Geschäftsjahr 2024 steigerte das Unternehmen sein operatives Ergebnis (EBIT) auf 500 Millionen Euro bei einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro. Getrieben durch die geopolitische Lage und Großaufträge für den Leopard 2 und das CAESAR-System wuchs der Auftragsbestand auf einen Rekordwert von fast 24 Milliarden Euro an. Für das IPO wird eine Marktbewertung von rund 20 Milliarden Euro angestrebt, wobei die deutsche Bundesregierung aktuell den Erwerb einer Sperrminorität prüft, um den strategischen Einfluss auf den Panzerbauer langfristig abzusichern.

Internationale IPO-Trends: KI und Fintech

Auf internationaler Bühne wächst die Spannung vor potenziellen Tech- und KI-Debüts. Stripe, ein global aktiver Fintech-Dienstleister, könnte mit einem profitablen, skalierbaren Geschäftsmodell eines der größten Fintech-IPOs der vergangenen Jahre liefern – auch wenn die operative Marge noch unter Druck steht. Ein weiteres Fintech-Schwergewicht ist Revolut mit einer angestrebten Bewertung von bis zu 75 Milliarden Dollar. Nach dem Erhalt der britischen Banklizenz und einem rasanten Umsatzwachstum wird derzeit sogar über eine prestigeträchtige Doppelnotierung in London und New York spekuliert.

Im Software- und Plattformbereich gilt Canva als besonders attraktiver Kandidat: Die Design-Plattform mit Hunderten Millionen Nutzern arbeitet profitabel und weist dank wiederkehrender Umsätze und einem starken Wachstum ein solides Fundament für ein IPO in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf.

Im KI-Segment könnten Anthropic und OpenAI Tech-Spekulanten zum Schwärmen bringen: Anthropic bereitet sich offenbar aktiv auf ein Börsendebüt vor und könnte damit sogar dem Konkurrenten OpenAI zuvorkommen, wobei beide Unternehmen in Milliarden-Bewertungen operieren und starke Partnerschaften mit großen Tech-Konzernen eingegangen sind. Allerdings sind beide noch weit davon entfernt, durchgängig profitabel zu arbeiten, da hohe F&E-Ausgaben und Infrastrukturkosten die Margen belasten.

Das IPO-Jahr 2026 könnte also mit einer Mischung aus etablierten Industrie-Werten, profitablen Softwareplattformen und Tech- bzw. KI-Stars durchaus spannend werden. Anleger sollten aber trotz der teils verlockenden Chancen daran denken, dass IPOs immer spekulative Investments sind. Denn im Gegensatz zu Champions-Aktien müssen die Neulinge auf dem Parkett ihre Anlagequalität erstmal unter Beweis stellen.

Deshalb: Lesen Sie zur Vorbereitung auf das Börsenjahr 2026 besser den aktuellen boerse.de-Aktienbrief (hier kostenlos anfordern), in dem wir Ihnen die 100 langfristig besten Aktien der Welt (= Champions) vorstellen.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

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26 Kommentare

  1. Lea M. Müller am

    KNDS hat im Geschäftsjahr 2024 ein operatives Ergebnis von 500 Millionen Euro bei einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro erzielt. Das klingt nach einer soliden Performance, aber wie sieht es mit langfristigen Wachstumsperspektiven aus?

  2. Hans B. Becker am

    Ich bin gespannt, ob die Erholung des Umfelds ausreicht, um das IPO von Mobile.de erfolgreich zu machen. Der Automobilmarkt ist derzeit sehr volatil.

  3. SpaceX’s potenzieller Börsengang könnte tatsächlich den Rekord von Saudi Aramco brechen. Das wäre ein historischer Moment für die Börsenwelt.

  4. Die Entwicklung bei TK Elevator wird zeigen, ob sich die Abspaltung von ThyssenKrupp gelohnt hat. Ich bin gespannt auf die ersten Ergebnisse nach dem Börsengang.

  5. Die angestrebte Bewertung von KNDS von rund 20 Milliarden Euro scheint ambitioniert, aber mit dem aktuellen geopolitischen Klima und dem hohen Auftragsbestand durchaus realistisch.

    • Lukas Schäfer am

      Das stimmt, die Nachfrage nach Verteidigungsgütern ist derzeit hoch. Aber wie sieht es mit ethischen Bedenken hinsichtlich Investitionen in Rüstungskonzerne aus?

  6. Mobile.de als ‚Tech-Schwergewicht‘ zu bezeichnen, ist mutig. Ist die Plattform wirklich so innovativ und zukunftsfähig, wie es die Eigentümer hoffen?

  7. TK Elevator mit einer Verschuldung von rund zehn Milliarden Euro – das ist ein erhebliches Risiko für potenzielle Investoren. Wird diese hohe Schuldenlast die Attraktivität des IPOs schmälern?

  8. Die Kombination aus geopolitischer Lage und Großaufträgen für KNDS scheint eine solide Grundlage für den Börsengang zu bilden. Aber wie sieht es mit der Konkurrenz aus?

  9. Die Tatsache, dass EY für 2026 einen deutlichen Aufschwung für den deutschen Kapitalmarkt prognostiziert, gibt Hoffnung. War 2025 wirklich so verhalten, wie beschrieben?

  10. Lukas V. Hoffmann am

    Die Tatsache, dass die Bundesregierung eine Sperrminorität bei KNDS erwägt, ist ein klares Signal, dass sie die Kontrolle über diesen strategischen Konzern behalten will.

  11. TK Elevator profitiert von stabilen Auftragsbüchern, aber die hohe Verschuldung von 10 Milliarden Euro bereitet mir Sorgen. Wie plant das Unternehmen, diese Schulden abzubauen?

  12. Ein prognostizierter Aufschwung für den deutschen Kapitalmarkt mit bis zu zehn Börsengängen im Jahr 2026 klingt vielversprechend. Könnte dies ein Zeichen für eine generelle Erholung der europäischen Wirtschaft sein?

  13. Die angestrebte Bewertung von SpaceX von bis zu 1,5 Billionen Dollar erscheint extrem hoch, selbst für Elon Musks Verhältnisse. Wie realistisch ist diese Zahl angesichts der aktuellen Marktbewertungen anderer Raumfahrtunternehmen?

  14. Lukas H. Becker am

    Es ist gut zu hören, dass es in Europa wieder mehr IPOs geben könnte. Das könnte die Attraktivität des europäischen Aktienmarktes steigern.

    • Emma E. Müller am

      Allerdings hängt viel davon ab, wie sich die globale Wirtschaft entwickelt. Eine Rezession könnte die IPO-Pläne schnell wieder durchkreuzen.

  15. Die ’stille Phase‘ bei SpaceX deutet auf ernsthafte IPO-Vorbereitungen hin, aber wie transparent wird Elon Musk den Prozess gestalten? Seine Kommunikation ist oft unkonventionell.

  16. Ich frage mich, ob die ’stille Phase‘ bei SpaceX auch bedeutet, dass interne Probleme oder Risiken minimiert werden, um das Unternehmen für Investoren attraktiver zu machen.

  17. Ein Auftragsbestand von fast 24 Milliarden Euro für KNDS ist beeindruckend, besonders im Hinblick auf die Nachfrage nach Leopard 2 und CAESAR-Systemen. Wie abhängig ist das Unternehmen von diesen Großaufträgen?

  18. Mobile.de will mit einer Bewertung von bis zu zehn Milliarden Euro an die Börse. Ist das ein fairer Preis, oder wird hier auf den Hype um Tech-Aktien gesetzt?

  19. Jonas Hoffmann am

    Die Erwähnung von KI und Fintech als internationale IPO-Trends ist interessant. Gibt es deutsche Unternehmen in diesen Bereichen, die ebenfalls bald an die Börse gehen könnten?

  20. Hans Schneider am

    Die hohe Verschuldung von TK Elevator ist ein rotes Tuch für mich. Ich würde erst investieren, wenn das Unternehmen seine Finanzlage deutlich verbessert hat.

  21. Die Tatsache, dass die Bundesregierung den Erwerb einer Sperrminorität bei KNDS prüft, zeigt, wie strategisch wichtig dieser Rüstungskonzern ist. Wird dies die Entscheidungsfindung für private Investoren beeinflussen?

  22. Die geopolitische Lage treibt das Wachstum von KNDS an. Ist das ein nachhaltiger Faktor, oder könnte eine Entspannung der Lage zu einem Rückgang der Aufträge führen?

  23. Karl Schneider am

    Ich bin skeptisch, ob der deutsche Kapitalmarkt wirklich so schnell wieder an Fahrt aufnehmen kann. Die Zinsen sind hoch und die Inflation ist immer noch ein Problem.

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