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SANAA (dpa-AFX) – Die von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Regierung hat einen großen Teil der von Separatisten eingenommenen Gebiete im Osten des Landes wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Dabei handelt es sich um die ölreiche Provinz Hadramaut an der Grenze zu Saudi-Arabien, inklusive der Provinzhauptstadt Mukalla, und um Teile der Provinz al-Mahra, wie die dpa aus Kreisen der jemenitischen Regierung erfuhr. Beide Provinzen machen im Jemen etwa die Hälfte der Landesfläche aus.
Die Gebiete waren seit Dezember unter der Kontrolle des sogenannten Südlichen Übergangsrats (STC), der bis 30.12. von den Vereinigten Arabischen Emiraten militärisch unterstützt wurde. Die STC-Separatisten hatten in den vergangenen Wochen große Gebiete im Osten des Landes eingenommen, die auch an Saudi-Arabien grenzen, wodurch Riad unter Druck geriet. Die eigentlich mit Saudi-Arabien verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate kündigten daraufhin am 30.12. den Abzug ihrer Truppen an.
Während die Emirate die Separatisten und deren Forderung nach einem unabhängigen Süden unterstützen, hält Saudi-Arabien zur jemenitischen Regierung und will die Einheit des Jemen erhalten. In dem Land läuft seit rund zehn Jahren ein Bürgerkrieg mit der Huthi-Miliz, die den Norden kontrolliert und die vom Iran unterstützt wird./nak/DP/he
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13 Kommentare
Ich frage mich, welche langfristigen Konsequenzen die Kontrolle der ölreichen Provinz Hadramaut für die wirtschaftliche Entwicklung des Jemen haben wird. Wird der Ölreichtum gerecht verteilt?
Der Rückzug der Emirate könnte ein Vakuum schaffen, das andere Akteure füllen werden – welche Risiken birgt das für die Stabilität der Region?
Ein Machtvakuum ist immer gefährlich, insbesondere in einer Region, die von verschiedenen Interessengruppen umkämpft ist. Es könnte zu neuen Konflikten führen.
Es ist bemerkenswert, dass der STC bis Ende Dezember militärisch von den Emiraten unterstützt wurde – wie groß war der materielle und personelle Umfang dieser Unterstützung tatsächlich?
Die Unterstützung des Iran für die Huthi-Miliz im Norden ist ein entscheidender Faktor für die Fortdauer des Konflikts. Gibt es Anzeichen für eine Deeskalation dieser Unterstützung?
Eine Deeskalation scheint unwahrscheinlich, da der Iran seine strategischen Interessen in der Region verfolgt und die Huthis als wichtigen Verbündeten betrachtet.
Ein Bürgerkrieg seit zehn Jahren, und jetzt diese Entwicklung – beginnt die Einheit des Jemen endlich realistische Früchte zu tragen, oder ist dies nur eine vorübergehende Verschiebung der Macht?
Die Information, dass der STC große Gebiete im Osten des Landes eingenommen hat, wirft die Frage auf, wie die jemenitische Regierung diese Gebiete so schnell wieder zurückgewinnen konnte.
Es ist gut zu sehen, dass die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung Fortschritte macht, aber die Situation in der Provinz al-Mahra sollte genauer beobachtet werden, da nur Teile davon kontrolliert werden.
Die Tatsache, dass Saudi-Arabien Druck durch die Gebietsgewinne des STC verspürte, zeigt, wie komplex die Allianzen in diesem Konflikt sind und wie stark die Interessen divergieren.
Die Rückeroberung der Provinz Hadramaut, die etwa die Hälfte der jemenitischen Landesfläche zusammen mit al-Mahra ausmacht, scheint ein signifikanter Schritt für die Regierung zu sein, aber wie stabil ist diese Kontrolle wirklich?
Die Forderung des STC nach einem unabhängigen Süden steht im klaren Widerspruch zu Saudi-Arabiens Ziel der Wahrung der jemenitischen Einheit. Wird es hier zu einem unüberwindbaren Konflikt kommen?
Dass die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Abzug zum 30. Dezember angekündigt haben, nachdem die STC Gebiete an der saudischen Grenze eingenommen hatte, deutet auf einen klaren Richtungswechsel in der regionalen Politik hin.