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Von Steffen Gosenheimer

TOKIO/HONGKONG (Dow Jones)–In einem von Nervosität dominierten Handel ist es am Donnerstag an den Aktienmärkten in Ostasien wieder volatil zugegangen. Dazu trug auch die Vorgabe der Wall Street bei. Dort war nach den jüngsten starken Verlusten ein kräftiger Erholungsschub im frühen Handel wieder komplett in sich zusammengefallen, worauf die Indizes sogar noch mit Einbußen aus dem Tag gingen.

Eine Achterbahnfahrt vollführte der Nikkei-Index, nachdem er am Montag um 12 Prozent eingebrochen war und sich an den beiden Folgetagen wieder erholt hatte. Er ging nach einem sehr schwachen Start (minus 2,5 Prozent) und zwischenzeitlichen Gewinnen 0,7 Prozent tiefer aus dem Handel mit 34.831 Punkten. In Seoul verlor der Kospi 0,5 Prozent, Sydney tendierte knapp behauptet, wobei insbesondere schwache Rohstoffaktien den Index drückten.

Die chinesischen Börsen schlossen wenig verändert. Auch sie waren schwach gestartet und hatten phasenweise deutlicher im Plus gelegen.

In Tokio wirkten die taubenhaften Aussagen des stellvertretenden Notenbankchefs Uchida nur zwischenzeitlich nochmals positiv nach. Er hatte mit dem Hinweis, dass es keine weiteren Zinserhöhungen geben werde, solange die Märkte so volatil sind, am Vortag nicht nur in Tokio für Beruhigung gesorgt. Der Yen hatte darauf deutlicher nachgegeben. Aktuell liegt er wieder fester im Markt. Der Dollar kostet 146,94 Yen, verglichen mit l46,75 zur gleichen Vortageszeit.

Man warte nun mit mehr Spannung als sonst auf die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten im späteren Tagesverlauf, hieß es mancherorts, nachdem am vergangenen Freitag der überraschend schwach ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht für Juli weltweit Rezessionssorgen ausgelöst hatte.

Unter den Einzelwerten in Tokio büßten Sony nach zwischenzeitlichen Gewinnen 0,1 Prozent ein, trotz der Anhebung der Gewinnprognose. Im ersten Geschäftsquartal war der Überschuss dank starker Zahlen in den Bereichen Spiele, Musik und Bildsensoren unerwartet deutlich gestiegen. Honda Motor steigerte den Gewinn trotz schwacher Verkäufe in China und übertraf die Konsensschätzung. Der Kurs konnte ebenfalls ein Plus nicht durchhalten und gab minimal nach.

Abwärts um gut 4 Prozent ging es für Softbank. Der Technologie-Investor schrieb im Berichtsquartal unerwartet rote Zahlen. Dass Softbank ankündigte, bis zu 3,5 Milliarden Dollar seiner Aktien zurückzukaufen, kam dagegen nicht an.

Die Kosmetikaktie Shiseido stürzte um 15,5 Prozent ab nach einem operativen Minus im Berichtsquartal. Die Aktie des Wettbewerbers Kose büßte 11,3 Prozent ein.

An den chinesischen Börsen führten Immobilienaktien die Kursgewinne an, nachdem die Regierung von Shenzhen angekündigt hatte, dass ein staatliches Unternehmen unverkaufte Wohnungen aufkaufen und in Sozialwohnungen umwandeln wird. Shenzhen Properties & Resources Development gewannen 4,5 Prozent, Shenzhen New Nanshan Holding legten um 2,5 Prozent zu. Für Longfor ging es in Hongkong um 0,3 Prozent nach oben.

In Sydney schnellten AMP um 13 Prozent nach oben, getrieben von besser als erwartet ausgefallenen Gechäftszahlen des Vermögensverwalters.

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Index (B rse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 7.678,10 -0,3% +1,2% 08:00

Nikkei-225 (Tokio) 34.774,36 -0,9% +4,9% 08:00

Kospi (Seoul) 2.556,73 -0,5% -3,7% 08:00

Schanghai-Comp. 2.869,90 +0,0% -3,4% 09:00

Hang-Seng (Hongk.) 16.902,72 +0,1% -1,1% 10:00

Straits-Times (Sing.) 3.256,70 +0,2% +0,3% 11:00

KLCI (Malaysia) 1.592,03 +0,0% +9,4% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:32 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0936 +0,1% 1,0924 1,0922 -1,0%

EUR/JPY 159,90 -0,2% 160,30 159,78 +2,8%

EUR/GBP 0,8614 +0,1% 0,8606 0,8606 -0,7%

GBP/USD 1,2696 +0,0% 1,2694 1,2691 -0,3%

USD/JPY 146,22 -0,4% 146,73 146,28 +3,8%

USD/KRW 1.377,03 -0,1% 1.378,32 1.375,07 +6,1%

USD/CNY 7,1326 -0,0% 7,1340 7,1290 +0,5%

USD/CNH 7,1636 -0,1% 7,1711 7,1830 +2,0%

USD/HKD 7,7896 -0,1% 7,7979 7,7965 -0,3%

AUD/USD 0,6549 +0,5% 0,6519 0,6540 -3,8%

NZD/USD 0,6000 +0,1% 0,5993 0,6012 -5,1%

Bitcoin

BTC/USD 56.893,85 +2,6% 55.446,65 56.772,85 +30,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 75,17 75,23 -0,1% -0,06 +5,4%

Brent/ICE 78,20 78,33 -0,2% -0,13 +3,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.392,90 2.382,86 +0,4% +10,04 +16,0%

Silber (Spot) 26,84 26,60 +0,9% +0,24 +12,9%

Platin (Spot) 925,96 924,50 +0,2% +1,46 -6,7%

Kupfer-Future 3,96 3,95 +0,2% +0,01 +0,5%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/apo

(END) Dow Jones Newswires

August 08, 2024 03:25 ET (07:25 GMT)



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Finanzen.net ist ein deutsches Finanzportal mit Sitz in Karlsruhe. Es wird von der finanzen.net GmbH betrieben, deren Anteile nach dem Verkauf durch die Axel Springer SE an das britische Private-Equity-Unternehmen Inflexion übergingen.

16 Kommentare

  1. Der Dollar kostet aktuell 146,94 Yen, nachdem er zuvor etwas schwächer war. Wie stark hängt die weitere Entwicklung des Yen von den US-Arbeitsmarktdaten ab, die heute erwartet werden?

  2. Peter V. Schmidt am

    Der Nikkei-Index hat nach dem Einbruch um 12 Prozent am Montag eine bemerkenswerte Volatilität gezeigt – ist das ein Zeichen für eine grundlegende Unsicherheit oder nur kurzfristige Panikreaktionen?

  3. Die Erholungsschub an der Wall Street ist wieder in sich zusammengefallen, was die Unsicherheit der Anleger widerspiegelt. Ist das ein Vorbote für weitere Kursverluste in den kommenden Tagen?

  4. Die chinesischen Börsen blieben trotz anfänglicher Schwäche relativ stabil. Ist das ein Zeichen für eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks?

  5. Die Volatilität in Tokio ist bemerkenswert. Ein Minus von 2,5 Prozent zu Beginn, gefolgt von Gewinnen und dann einem Abschluss mit 0,7 Prozent im Minus – das ist eine Achterbahnfahrt für Anleger.

  6. Peter U. Hoffmann am

    Honda Motor konnte den Gewinn steigern, obwohl die Verkäufe in China schwach waren. Das zeigt die Stärke des Unternehmens in anderen Märkten und seine Fähigkeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen.

  7. Sony konnte trotz einer Anhebung der Gewinnprognose keinen Kursgewinn erzielen. Das deutet darauf hin, dass die Anleger offenbar noch größere Fortschritte erwartet haben, trotz des unerwartet deutlichen Überschusses im ersten Quartal.

  8. Die Tatsache, dass der US-Arbeitsmarktbericht für Juli weltweit Rezessionssorgen ausgelöst hat, unterstreicht die fragile Lage der Weltwirtschaft. Wie wahrscheinlich ist eine globale Rezession in den nächsten Monaten?

  9. Der Fokus liegt nun auf den US-Arbeitsmarktdaten. Angesichts der Rezessionsängste könnten selbst geringfügig positive Zahlen eine Erleichterung auslösen.

  10. Die Aussage des stellvertretenden Notenbankchefs Uchida, dass es keine weiteren Zinserhöhungen geben werde, solange die Märkte volatil sind, scheint eine klare Reaktion auf die jüngsten Turbulenzen zu sein. Wird das aber langfristig ausreichen, um Stabilität zu gewährleisten?

  11. Es ist interessant zu sehen, dass Immobilienaktien in Shenzhen nach der Ankündigung des Aufkaufs unverkaufter Wohnungen durch ein staatliches Unternehmen gestiegen sind. Könnte das ein Modell für andere chinesische Städte sein, um den Immobilienmarkt zu stabilisieren?

  12. Der operative Verlust von Shiseido und der damit verbundene Kurssturz um 15,5 Prozent sind alarmierend. Wie stark wird sich das auf den Wettbewerber Kose auswirken, der ebenfalls unter Druck steht?

  13. Softbank hat unerwartet rote Zahlen geschrieben, obwohl ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt wurde. Das zeigt, dass die Anleger offenbar wenig Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens haben, seine Probleme zu lösen.

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