Der Insolvenzverwalter der Noratis AG hat die bisherige Strategie aufgegeben. Geplant war, das Bestandsportfolio der Noratis-Gruppe zu refinanzieren und so fortzuführen. Diesen Weg hat er verlassen und sich stattdessen für einen Verkauf entschieden.

Noratis AG i.I.

WKN A2E4MK · ISIN DE000A2E4MK4

Chart: XETRA, 3 Monate

Für Anleger, die die Aktie halten, hat diese Kehrtwende unmittelbare Konsequenzen: Mit der Aufgabe der Refinanzierung entfällt jede Grundlage für eine operative Weiterführung des Unternehmens. Ein Verkaufserlös käme zuerst den Gläubigern zugute – was für Aktionäre am Ende übrig bleibt, ist in Insolvenzen regelmäßig offen.

Gleichzeitig hat der Insolvenzverwalter das Delisting der Noratis-Aktie eingeleitet. Das Kündigungsschreiben wurde noch am selben Tag an die Deutsche Börse AG übermittelt. Die Einbeziehung in den Freiverkehr – das sogenannte Basic Board an der Frankfurter Wertpapierbörse – endet nach einer dreimonatigen Frist spätestens am 1. Dezember 2026.

Bis dahin können Anleger die Aktie noch im Frankfurter Freiverkehr handeln. Nach dem Delisting wird die Gesellschaft keine Notierung an einer anderen Börse veranlassen. Wer die Anteile danach noch hält, hat keine börsliche Verkaufsmöglichkeit mehr.

Wie hoch der Verkaufserlös aus dem Portfolio ausfallen wird und ob nach Bedienung der Gläubiger eine Restmasse verbleibt, lässt die Mitteilung offen.

Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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