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Durch den Irankrieg ist der Ölpreis zuletzt massiv gestiegen. Autofahrer haben für Tankladungen drastisch mehr bezahlt. Jetzt könnte sich das ändern.

Der Irankrieg ist „so gut wie beendet“ – zumindest, wenn es nach US-Präsident Donald Trump geht. Am späten Montagabend (9. März) teilte er in Florida mit, dass die Operation „Epische Wut“ besser verlaufe als gedacht; die USA seien ihrem Zeitplan sogar voraus. Die Märkte reagieren sofort – und die vorher auf Rekordniveau gestiegenen Ölpreise brechen ein.

Tanken für über 2,50 Euro – dann bricht der Ölpreis ein

Am Dienstagvormittag sank der Preis für die Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 8,8 Prozent auf 86,5 US-Dollar (umgerechnet 74,2 Euro), worüber sich die US-Amerikaner freuen, aber nicht die Europäer. Denn Brent-Rohöl verteuerte sich um etwa zwei Prozent auf rund 92 US-Dollar (79 Euro). Zuvor waren beide Ölsorten auf Rekordpreise jenseits der 100 US-Dollar geklettert. 

Diese hohen Preise hatten sich sehr schnell an den deutschen Tankstellen bemerkbar gemacht. Der Tankstellen-Interessenverband (TVI) hatte gegenüber n-tv gerade erst gewarnt: „Ich fürchte, die Ölkonzerne reichen die hohen Ölpreise sofort weiter und erhöhen die Spritpreise noch stärker“. Der Verband befürchtete Spritpreise über 2,50 Euro pro Liter.

Deutschland hatte die europaweit stärkste Preiserhöhung an den Tankstellen erlitten. Der starke Einbruch der Ölpreise könnte eine Rückwärtsbewegung auslösen.

„Intensiver Preiswettbewerb“ an den Tankstellen

Das große Aber: Es kommt auf mehr an als nur auf den Rohölpreis. Laut dem Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. sind die Produktpreise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel entscheidend. Diese werden ebenfalls an Börsen gehandelt und richten sich nach der Angebots- und Nachfragesituation für Benzin und Diesel auf dem Weltmarkt. 

Diese klettern jedoch nach wie vor im Preis. Für Diesel zeigt Börse.de am Dienstagvormittag ein Plus um 6,4 Prozent, beim Benzin sind es plus 2,3 Prozent. Der Verband erklärt, dass die schnellen Verteuerungen daher kommen, dass die Kraftstoffpreise auf Basis der tagesaktuellen Einkaufspreise berechnet werden.

„Es herrscht weiterhin intensiver Preiswettbewerb auf dem deutschen Tankstellenmarkt“, sagt ein Sprecher von Aral zu FOCUS online. Das Unternehmen beobachte die aktuelle geopolitische Lage genau, wolle sich aber nicht dazu äußern, inwiefern die sinkenden Ölpreise zur Erholung beitragen.

Ölproduktion drastisch verringert

Zuletzt hat sich an den grundlegenden Bedingungen auch durch Trumps Aussagen nichts geändert. Die Straße von Hormus ist immer noch blockiert. Wichtige Ölförderländer haben ihre Ölproduktion drastisch verringert. „Bloomberg“ nennt hier zum Beispiel Saudi-Arabien, das seinen Output um bis zu 2,5 Millionen Barrel pro Tag verringert hat (1 Barrel entspricht 159 Litern), die Vereinigten Arabischen Emirate (minus 0,8 Millionen Barrel pro Tag) und den Irak (minus 2,9 Millionen Barrel pro Tag).

Eine deutliche Veränderung wäre nur dann zu erwarten, wenn die grundlegenden Störfaktoren verschwinden.

Lars-Eric Nievelstein

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