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BERLIN (dpa-AFX) – Die Pünktlichkeit der ICE und Intercity der Deutschen Bahn hat im vergangenen Jahr weiter nachgelassen. Nur noch 60,1 Prozent der Fernzüge waren 2025 pünktlich, wie die „Bild am Sonntag“ erfahren hat. Im Jahr zuvor waren es 62,5 Prozent. Zum Vergleich: 2015 lag die Quote immerhin noch bei 74,4 Prozent.

Als verspätet gilt ein Zug nach Bahn-Definition ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Als Gründe für die vielen Verspätungen nennt die Bahn zumeist die vielen Baustellen im maroden Schienennetz sowie die überlasteten Fernverkehrsknoten, vor denen sich Züge immer wieder stauen. Ein Bahnsprecher sicherte in der Zeitung zu, dass nun eine Trendwende eingeläutet werde.

Auch 2026 wohl nur wenig Besserung

Klar ist aber: Die Fahrgäste müssen sich auch im neuen Jahr auf zahlreiche Verspätungen einstellen. Im Fernverkehr sollen mindestens 60 Prozent der Züge pünktlich unterwegs sein, hatte die neue Bahnchefin Evelyn Palla angekündigt. „Wir hatten auch im Jahr 2025 einen deutlich sinkenden Trend bei der Pünktlichkeit insbesondere im Fern- und Regionalverkehr“, sagte die Managerin. „Es gilt nun, diesen fallenden Trend zu stabilisieren.“

An dem von der Bundesregierung vorgegebenem Ziel von einer Pünktlichkeitsquote von mindestens 70 Prozent bis Ende 2029 hält sie fest.

Palla stellt Bahnkonzern neu auf

Um die Probleme angehen zu können, will die Bahnchefin den bundeseigenen Konzern neu aufstellen: Mehr Verantwortung soll dabei in die Fläche verlegt werden. Regionale Manager sollen künftig darüber bestimmen, wie die Ziele des Konzerns vor Ort erreicht werden können.

Die Managementstrukturen in der Berliner Zentrale will Palla dafür deutlich verschlanken. Auf der Ebene unterhalb des Konzernvorstands sollen rund die Hälfte von derzeit 43 Führungsstellen gestrichen werden. Bei den Töchtern DB Regio und DB Fernverkehr werden die Vorstände verkleinert. Auch im Vorstand des Gesamtkonzerns sind bereits zwei Posten abgebaut worden.

Positive Signale über Weihnachten

Über die Weihnachtsfeiertage haben die Fernzüge der Deutschen Bahn rund fünf Millionen Reisende ans Ziel gebracht. Am 24., 25. und 26. Dezember habe die Pünktlichkeitsquote von ICE- und Intercity-Zügen bei gut 75 Prozent gelegen, teilte die Bahn jüngst mit. Das ist ein deutlich besserer Wert als der Durchschnitt in den vergangenen Monaten. Allerdings lag die Quote am 24. und 25. Dezember des Vorjahres mit mehr als 80 Prozent noch höher.

Rund um die Feiertage ruhten die Arbeiten auf den meisten Baustellen. Das habe sich positiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt, hieß es./hgo/DP/zb

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Die Onvista Media GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Köln. Von 2007 bis 2017 gehörte es zu Boursorama. Während dieser Zeit wurde die Onvista Bank gegründet. 2017 übernahm die Comdirect Bank sowohl Onvista Media als auch die Onvista Bank. Seit der Verschmelzung der Comdirect Bank auf die Commerzbank im November 2020 ist Onvista Media eine Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Die Onvista Bank ist eine Marke der Commerzbank, die bis Ende des Jahres 2025 eingestellt werden soll.

14 Kommentare

  1. Die Aussage, dass die Pünktlichkeit über Weihnachten bei 75% lag, ist zwar positiv, aber der Vergleich zum Vorjahr (über 80%) zeigt, dass es auch hier einen Rückgang gab. Das ist kein Grund zum Jubeln.

  2. Die Reduzierung der Führungsstellen in der Zentrale um die Hälfte klingt nach einem drastischen Schritt. Wird das die Effizienz steigern oder zu einem Verlust an Expertise führen?

  3. Die Aussage, dass die Bahn den fallenden Trend stabilisieren will, klingt eher nach Schadensbegrenzung als nach einer echten Verbesserung. Wann können wir mit einer spürbaren Steigerung der Pünktlichkeit rechnen?

  4. Die Reduzierung der Vorstände bei DB Regio und DB Fernverkehr ist ein guter Anfang, aber das allein wird die Pünktlichkeitsprobleme nicht lösen. Es braucht eine umfassende Reform des gesamten Bahnkonzerns.

  5. Mich wundert, dass die Bahn die Verspätungen hauptsächlich auf Baustellen und überlastete Knoten schiebt, obwohl die Pünktlichkeit schon 2015 deutlich niedriger war als heute. Gibt es da noch andere, ungenannte Faktoren?

  6. Die Tatsache, dass die Baustellen rund um die Feiertage ruhten und sich das positiv auf die Pünktlichkeit auswirkte, zeigt doch, dass die Bahn die Ursachen der Verspätungen kennt. Warum werden diese Baustellen nicht besser geplant oder zeitlich gestaffelt?

  7. Die sinkende Pünktlichkeit ist alarmierend – von 74,4% im Jahr 2015 auf nur noch 60,1% im Jahr 2025. Wie will die Bahn dieses Problem wirklich angehen, wenn die Baustellen im Schienennetz offenbar ein so großes Hindernis darstellen?

  8. Es ist frustrierend zu lesen, dass Fahrgäste sich auch 2026 auf Verspätungen einstellen müssen. Die Bahn sollte sich lieber darauf konzentrieren, die bestehenden Probleme zu lösen, anstatt neue Ziele zu verkünden, die möglicherweise unerreichbar sind.

  9. Ich bin gespannt, wie die Verlagerung von Verantwortung in die Regionen tatsächlich umgesetzt wird. Könnte das zu noch mehr Uneinheitlichkeit und Problemen führen, wenn die lokalen Manager unterschiedliche Prioritäten setzen?

  10. Das Ziel von 70% Pünktlichkeit bis 2029 erscheint angesichts der aktuellen Entwicklung sehr optimistisch. Welche konkreten Maßnahmen plant die Bahn, um dieses Ziel zu erreichen?

  11. Ich reise regelmäßig mit der Bahn und habe in den letzten Jahren eine deutliche Verschlechterung der Pünktlichkeit festgestellt. Die genannten Baustellen sind zwar ein Faktor, aber meiner Meinung nach gibt es auch Probleme mit der Organisation und Koordination.

  12. Es ist beruhigend zu hören, dass Evelyn Palla eine Trendwende einläuten will, aber das Ziel von 60% Pünktlichkeit für 2026 klingt angesichts des aktuellen Falls nicht sehr ambitioniert. Ist das realistisch?

  13. Die Zahlen sprechen für sich: Ein Rückgang der Pünktlichkeit von 62,5% auf 60,1% im letzten Jahr ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bahn dringend handeln muss. Ich hoffe, die angekündigten Maßnahmen zeigen bald Wirkung.

    • Ich stimme zu. Es ist wichtig, dass die Bahn nicht nur verspricht, sondern auch tatsächlich liefert. Die Fahrgäste haben das Vertrauen verloren und brauchen endlich verlässliche Verbindungen.

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